«Es gibt eine universelle Schönheit» Milo Moiré stösst «Club»-Gäste vor den Kopf

Es ging um den Körperwahn. Zu dick, zu dünn, zu wenig, zu viel Muskeln. Nacktkünstlerin Milo Moiré erregte im SRF-Club mit einer Aussage besonders viele Gemüter: «Es gibt eine universelle Schönheit».

Gegen Ende des Sommers brachte der Club auf SRF gestern Dienstagabend das Thema «Bodyshaming». Das Phänomen, andere Menschen wegen ihres Körpers zu kritisieren, kennen viele. Besonders Stars. Deshalb lud Moderator Urs Gredig, 47, etwa die Nacktkünstlerin Milo Moiré, 34, und Instagram-Star Anja Zeidler, 23, ein.

Neben ihnen diskutierten die Politologin Regula Stämpfli, 55, Fitness-Pionier Werner Kieser, 77, «Body-Positivity»-Bloggerin Morena Diaz, 24, und Schönheitschirurgin Cynthia Wolfensberger.

Die Diskussion brachte nicht viel Neues mit sich, verlief deshalb also relativ ruhig. Bis Milo Moiré ihr Wissen als studierte Psychologin hervorholte. In ihrem Studium habe sich die Nackt-Künstlerin mit der Wahrnehmung von Schönheit beschäftigt und habe da gelernt: «Es gibt eine objektive Schönheit». Das heisst, es ist messbar, wer schön ist und wer nicht.

Milo Moiré
© SRF

Milo Moiré: «Es gibt eine universelle Schönheit.»

Das brachte vor allem Politologin Regula Stämpfli auf die Palme. «Das gibt es nicht! Das ist Teil der Ideologie, und darüber müssen wir streiten!». Moiré konnte sich gar nicht mehr verteidigen, sondern wurde von Stämpfli konsequent niedergeredet.

Moiré hat ihre Sympathien bei Stämpfli definitiv verspielt, als sie zum zweiten Mal ausholte. Sie sagte, dass man wissenschaftlich beweisen könnte, dass sie und Anja Zeidler attraktiver wären als Morena Diaz, die ebenfalls in der Runde sass: «Wenn ich eine Studie machen würde, und unsere Körper (ihren und Anjas) mit dem von Morena vergleichen würde, dann würde Morenas relativ niedrig in der Skala eingestuft. Das ist ehrlich.»

Morena Diaz
© SRF

Morena Diaz nimmt die Aussagen von Milo Moiré einfach zur Kenntnis.

Im Hintergrund hörte man nur, wie Regula Stämpfli schnaufte und sich leise empörte. Morena Diaz entgegnete auf die Aussagen Moirés nichts. Die Künstlerin rief kämpferisch noch einmal in die Runde: «Es gibt eine universelle Schönheit!»

Damit liegt Moiré gar nicht mal so falsch. Es gibt Studien, die belegen, dass jedenfalls gewisse Gesichter bei einer breiten Masse als attraktiver wahrgenommen werden als andere. So wirken etwa ein breites Lächeln, grosse Augen und hervortretende Wangenknochen sowohl bei Männern als auch bei Frauen anziehend.

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