Alexandra Sprüngli Mysteriöser Tod: Sie ertrank in der Badewanne

Die Witwe des Schokoladen-Königs Rudolph Sprüngli ist bereits im Januar verstorben - aber erst jetzt erfährt die Öffentlichkeit von Alexandras Tod. Die Gerichtsmediziner tappen im Dunkeln.
Alexandra und Rudolph Sprüngli im Jahre 1993 bei einem Besuch im Schokoladenmuseum in Köln.
© RDB/Blick/Toini Lindroos Alexandra und Rudolph Sprüngli im Jahre 1993 bei einem Besuch im Schokoladenmuseum in Köln.

Die Geschichte könnte Drehbuch eines Krimis sein. Am 6. Januar diesen Jahres fanden Bekannte die 63-jährige Alexandra Sprüngli, vermögende Wittwe des bekannten Rudolph Sprüngli, tot in ihrer Badewanne in Arosa. Die Staatsanwaltschaft liess den Fall von Gerichtsmedizinern untersuchen, diese fanden gemäss «10vor10» heraus: Sprüngli hatte das Bewusstsein verloren und war ertrunken.

Wie es dazu kam, ist jedoch unklar. «Auslöser dieser Bewusstseinsstörung dürfte am ehesten eine mittels Autopsie nicht nachgewiesene beziehungsweise nicht nachweisbare innere Ursache gewesen sein», so die Staatsanwaltschaft. Eine Beeinflussung durch toxikologisch relavante Substanzen könne ausgeschlossen werden, auch existierten keine Hinweise auf eine Dritteinwirkung. Dem Pfarrer, der am 21. Januar die Abdankung in Sachseln OW hielt, wurde gesagt, dass die Sprüngli-Witwe einfach aufgehört habe zu atmen.

Der Fall wurde erst vor wenigen Tagen publik - als die «GlücksPost» recherchierte, wurde Alexandras Ableben auf ihrer Website veröffentlicht. Zuvor wusste ausschliesslich ihr engster Bekannten- und Kundenkreis davon. Ebenfalls mysteriös ist, dass ihre Villa in Forch bereits nicht mehr steht, stattdessen gibt es einen Neubau, von dem schon das Kellerfundament steht.

Hat ihr Tod etwas mit ihrer Mitgliedschaft in der Sekte «I am» zu tun? Alexandra Sprüngli galt als spirituelles Oberhaupt der dubiosen Gemeinschaft, die sich den christlichen Glaubenssätzen, positivem Denken und der heilenden Kraft des Lichts verschrieben hat.

Doch nicht nur damit machte sie von sich reden. 1992 heiratete der Verwaltungsratspräsident der Schokoladenfabriken Lindt & Sprüngli AG Sprüngli die 28 Jahre jüngere Heidi Gantenbein, wie Alexandra damals noch mit bürgerlichem Namen hiess. Er hatte für sie seine Ehefrau - nach 45-jähriger Ehe - verlassen. Was die Sache noch pikanter machte: Seine neue Gattin hatte in jungen Jahren als Callgirl gearbeitet. In den Wochen vor der Vermählung waren Nacktbilder von ihr aufgetaucht.

Rudolph Sprüngli starb am 21. Januar 2008 und hinterliess seiner Gattin einen Millionenbetrag, das Paar hatte keine Kinder. Wer das Geld nun erbt, ist ungewiss. Gemäss des Amtsblatts des Kantons Zürich hatte Alexandra vollständig über ihren Nachlass verfügt und Erben eingesetzt. Falls ihre Angehörigen nun keine Einsprache erheben, werden diese ihr Vermögen erhalten.

 

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