Nazan Eckes über ihre Jugendsünden und das Muttersein «Diese Erziehungsratgeber machen einen verrückt»

Moderatorin Nazan Eckes wurde traditionell türkisch erzogen. Eine Kindheit mit vielen Konflikten, so die 39-Jährige. In einem Interview spricht sie nun über ihre Jugendsünde, die Erziehung ihres eigenen Sohnes, den nahenden 40. Geburtstag und die weitere Kinderplanung.
Nazan Eckes (nicht schwanger) über Baby, Julian Khol
© Getty Images

Seit 2012 sind Moderatorin Nazan Eckes und ihr Mann Julian Khol verheiratet, im Oktober 2014 kam ihr gemeinsame Sohn Lounis zur Welt.

Seit bald 20 Jahren steht Nazan Eckes vor der Kamera, tritt selbstbewusst und sexy auf. Für ihre Karriere hat die 39-Jährige hart gekämpft. Diesen Durchsetzungswillen brauchte die Tochter türkischer Eltern bereits in ihrer Jugend, wie sie nun im Interview mit «Gala» erzählt. Ihre Eltern kamen in den Sechzigerjahren nach Deutschland, die Erziehung sei daher traditionell türkisch geprägt gewesen. «Das hat dazu geführt, dass wir oft Konflikte hatten», so Eckes.

Ihr Vater habe ihr beispielsweise nicht erlaubt, bei einem Schüleraustausch mitzumachen. «Für ihn war es unvorstellbar, dass ich bei einer wildfremden Familie lebe und er so die Kontrolle über mich verliert.» Als Teenager habe sie deshalb oft rebelliert und gesteht ihrer Mutter: «Ich habe viel früher mit Rauchen angefangen. Mit 15 habe ich die erste Zigarette ausprobiert.» Doch ihre Mutter grinst nur. «Nazan, das wusste ich», sagt sie. «Dein Vater hat dich damals beim Rauchen erwischt und es mir erzählt.»

Keine Angst vor dem 40. Geburtstag

Inzwischen lachen sie über diese Zeit. Und die Moderatorin holt sich Tipps bei ihrer Mutter für die Erziehung ihres eigenen Kindes. Im Oktober 2014 kam Lounis zur Welt, ihr gemeinsamer Sohn mit Ehemann Julian Kohl, 37. Der beste Rat ihrer Mutter sei gewesen, auf ihr Bauchgefühl zu hören. «Am Anfang habe ich nämlich sehr viele Erziehungsratgeber gelesen, weil ich unbedingt alles nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen richtig machen wollte», sagt Eckes. Aber diese Erziehungsratgeber würden einen verrückt machen. «Unser Sohn wollte zum Beispiel nie vor 22 Uhr schlafen. Laut den Büchern hätte er das aber gemusst.» Sie sei fast wahnsinnig geworden.

Heute sieht Nazan Eckes vieles lockerer. Nicht nur was ihren Sohn Lounis betrifft, auch bezüglich ihres Alters. Am 9. Mai feiert Eckes ihren 40. Geburtstag. Als Jugendliche habe sie immer gedacht, wenn man 40 sei, sei das Leben vorbei. Heute sehe sie dies anders. «Für mich verändert sich durch die Zahl nichts, aber ich werde häufig darauf angesprochen. Man hat es den Frauen offenbar so eingetrichtert, dass ab 40 alles schlimmer wird.» Und wie sieht es mit der weiteren Kinderplanung aus? «Ja, ein Geschwisterchen für Lounis wäre sehr schön», sagt Eckes nur dazu.

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