Was macht eigentlich ... ... Nina Havel von «MusicStar»?

Der weibliche Moderationspart bei «Die grössten Schweizer Talente» ist frei - prädestiniert dafür wäre Nina Havel. Für sie wäre es quasi ein Tauschgeschäft mit Andrea Jansen: Vor Jahren hatte Havel ihren Posten bei «MusicStar» an Jansen übergeben. Seither hatte sie kein grosses TV-Engagement mehr, es wurde still um die Zürcherin. Kürzlich zeigte sie sich jedoch wieder einmal an einem öffentlichen Anlass. Der erste Schritt zurück ins Rampenlicht? SI online verrät, welche Pläne sie verfolgt.

Neben Roman Kilchsperger, 41, moderierte Nina Havel, 30, von 2003 bis 2005 zwei Staffeln «MusicStar». Während er bis dato am TV omnipräsent ist, tauchte sie zwischenzeitlich ab. Das Moderieren hatte die Zürcherin mit tschechischen Wurzeln zwar nie an den Nagel gehängt, einen ähnlich grossen Job wie in der Schweizer Castingshow hatte sie jedoch nie mehr. Nun hat sich aber überraschend eine Chance eröffnet: Andrea Jansen, die Nachfolgerin von Havel bei «MusicStar», gibt ihren Sitz bei «Die grössten Schweizer Talente» frei. Für Havel, die sich erst kürzlich in der «glanz & gloria»-Lounge von «OrangeCinema» wieder einmal in der Öffentlichkeit zeigte, eine Option? «Ach, das habe ich nicht mitbekommen», winkt sie gegenüber SI online ab. Sie verfolgt andere Pläne.

Nach einigen Verpflichtungen als Schauspielerin konzentriert sie sich heute in erster Linie auf eines: auf ihr Germanistik-Studium. «Nach zehn Jahren muss ich es nun endlich einmal zu Ende bringen», sagt Havel. Dafür hat sie im Juni auch extra ihren Produktionsassistenz-Job bei der Nachrichtensendung «10vor10» gekündigt. Trotz Studiumsstress nicht aufgeben will sie jedoch ihre grosse Leidenschaft, das Moderieren. Heute sind es Veranstaltungen wie Messen, Firmenanlässe, Musikfestivals oder Ärztekongresse, die sie am Mikrofon präsentiert. Das Talent hat sie schon früh an sich entdeckt.

1996 bis 2004: Erste Gehversuche bis zum Durchbruch
Als 16-jährige Gymnasiastin wurde Havel von einem Regisseur fürs Fernsehen entdeckt. Die ersten Bildschirm-Erfahrungen sammelte sie als Co-Moderatorin der Jugendsendung «Schlips», in den folgenden Jahren durchlief sie verschiedene interne Ausbildungen in der SF-Talentschmiede. 2001 moderierte sie das Wetter und die Los-Show «Due» auf dem damaligen Privatsender TV3. Anschliessend moderierte sie Live-Shows im Programmfenster von Nickelodeon auf SF2.

2003 bis 2005: «MusicStar»
Mit der ersten Schweizer Musik-Castingshow «MusicStar» gelang ihr als jüngste Moderatorin einer Abendshow der Durchbruch. Die zweite Staffel erreichte aber keine erfreulichen Quoten mehr, die Sendung stand auf der Kippe. Für Havel war aber klar: «Es hat Spass gemacht, aber zweimal ist genug», sagte sie gegenüber «Blick». Die dritte Staffel ging dann tatsächlich ohne sie über die Bühne, Andrea Jansen sprang ein.

2006 bis 2007: Schauspiel-Erfahrungen
Havel wechselt vom TV auf die Bühne und wird Schauspielerin in der Polit-Satire-Sendung «Café Bâle». Eineinhalb Jahre später wurde die Sendung eingestellt, und Havel war fortan auf der Bühne des Basler Theaters zu sehen.

2008: Abstecher zu Schawinksi
Von der Bühne ins Radio - aber nur kurz. Knapp einen Monat nach Sendestart von Roger Schawinskis Radio 1 verliess Havel den Sender wieder. Über die Gründe wurde geschwiegen. Havel kehrt zurück zum Fernsehen, jedoch hinter die Kamera: Sie wird Produktionsassistentin bei «10vor10».

2010: Dreharbeiten «Die weisse Lilie»
Havel sichert sich die weibliche Hauptrolle im Spielfilm «Die weisse Lilie» von David Borter. Darin spielt sie eine Frau, die sich in einen reichen Banker verliebt, ihn heiratet - und dann stirbt. Ende August wird der Film fertiggestellt, wann die Öffentlichkeit ihn zu sehen bekommt, ist jedoch unklar, sagt der Regisseur auf Anfrage von SI online.

2011: Kündigung bei «10vor10»
Unter den vielen verschiedenen Engagements hat Havels Germanistik-Studium gelitten. «Beides zusammen hat nicht funktioniert», hat sie eingesehen. Ihren Job bei «10vor10» hat sie kürzlich aufgegeben, nächsten Sommer will sie ihr Studium endlich beendet haben.

Und was macht eigentlich die Liebe? 2009 trennten sich Havel und Ex-Eishockey-Schweizermeister Adrian Wichser nach fast fünf Jahren Beziehung. Die beiden seien zu beschäftigt mit ihren Jobs und hätten sich auseinander gelebt, begründeten sie im «Blick». Nur kurze Zeit später hatte er bereits eine andere, «doch daran lag's nicht», beteuerte Havel. Sie hingegen hat bis heute keinen anderen Mann an ihrer Seite und ist «glücklicher Single», wie sie gegenüber SI online sagt. Mit Wichser habe sie noch «ab und zu» Kontakt.

 

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