Paul Accola «Kein Tag, an dem ich nicht daran denke»

Vor etwas mehr als einem Jahr veränderte sich das Leben des Ex-Ski-Stars schlagartig. Mit seiner Mähmaschine überrollte er einen achtjährigen Buben. Ein Ereignis, das ihn jeden Tag begleitet, wie er heute sagt.
Paul Accola: Ein Jahr nach dem Unfall
© RDB/SI/André Häfliger

Paul Accola (l.) an der Bündner Sportnacht im Juni 2013 in Chur. In Davos am vergangenen Wochenende wollte er nicht vor die Kameras treten.

27. Juni 2012: Paul Accola fährt mit seiner Mähmaschine rückwärts und erfasst den achtjährigen Buben Jann-Andri. Eine Tragödie, die nur schwer zu verkraften ist für den ehemaligen Skirennfahrer. Zwei Wochen nach dem Unfall gibt er eine Pressekonferenz und beschreibt seine Gefühle. Er benötige die Hilfe eines Psychologen, wisse nicht, wie es mit seinem Leben weitergehen soll.

Seither ist mehr als ein Jahr vergangen. Der 46-Jährige besucht am Freitag die 11. Internationale Sportnacht in Davos. Den Kameras weicht er aber aus. Fotografiert werden möchte er nicht, er schleicht sich deswegen an der offiziellen Fotowand vorbei.

Er geniesse Anlässe wie diese, verrät Paul Accola in der neuen «Glückspost». Er freue sich, andere Sportler zu treffen, über anderes zu reden als über jenen Unfall.

Dennoch: «Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht daran denke.» Und auch wenn die Anklage wegen fahrlässiger Tötung inzwischen fallengelassen wurde, fällt es ihm schwer «darüber» zu sprechen. Irgendwann werde er bereit dafür sein. Paul Accola versucht, nach vorne zu blicken. «Das Leben geht weiter - sagt man. Es muss weitergehen. Irgendwie.»

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