Schweizer Stars in ihrer Heimatregion Rainer Maria Salzgeber holt sich den Kick im Wallis

In der Sonderausgabe «Ferien in der Schweiz» besucht die «Schweizer Illustrierte» mit Prominenten deren Heimatregion. TV-Sportmoderator Rainer Maria Salzgeber weiss ganz genau, wo seine Familie und er sich wohl fühlen in den Ferien. «In meiner Heimat, dem schönen Wallis.» Ein Erlebnisbericht der besonderen Art.

Fantastisches Juli-Wetter, kein Wölkchen am Himmel. Wir treffen Chantal, 44, und Rainer Maria Salzgeber, 46, mit ihren Kindern Cloé, 15, und Jascha, 12, am Bahnhof von Zermatt VS. Es herrscht ein Treiben wie an einem Wochenmarkt. Touristen studieren die örtlichen Standortkarten, Pferdekutschen stehen zur Abfahrt bereit. Auch die Salzgebers sind parat und freuen sich auf den lang ersehnten Wanderausflug. Was ist denn alles dabei? «Nur das Nötigste. Ich bin zwar ein begeisterter, aber kein Hardcore-Wanderer», sagt Familienoberhaupt Rainer Maria. «Für mich genügen solide Turnschuhe, Sonnenbrille und der weisse Sonnenhut, den ich mir gerade gekauft habe.»

Etwas Wasser und ein leichter Seidenschal, falls es mal etwas kälter werde, packe sie immer in ihren kleinen Rucksack, ergänzt Ehefrau Chantal. «Reichlich Sonnencreme ist ein Muss», weiss Sohn und Bald-Sekschüler Jascha. Etwas dürfe nie fehlen, meint Tochter Cloé, angehende Fachmittelschülerin: «Jasskarten.» Alles klar, es kann losgehen. Zehn Gehminuten vom Bahnhof entfernt steigen wir in den klimatisierten Sunnegga-Express. Es geht steil aufwärts mit den Salzgebers: In knapp drei Minuten überwinden wir 700 Höhenmeter, tauchen 2288 Meter über Meer ein in eine einzigartige Bergwelt. Salzgeber: «Wie im Paradies. Hier hole ich mir den Kick.»

Wer da oben ist, muss erst einmal etwas verweilen, das herrliche Panorama und das nahe Matterhorn geniessen. «Wir haben einen sehr engen Bezug zu der Region», erzählt Salzgeber. «Ich war schon als Kind regelmässig in Zermatt in den Ferien, Chantal hat Verwandte hier.» Seine Augen funkeln: «Wir sind mehrmals pro Jahr da, sowohl im Winter, auf den Skipisten, wie auch im Sommer, auf den Wanderwegen. Das Gebiet bietet jederzeit fantastisch schöne und sehr vielseitige Freizeit-Möglichkeiten.»

Macht er nie Ferien im Ausland? «Wir reisen regelmässig ausser Landes, wollen den Kindern ja auch etwas von der Welt zeigen», sagt Salzgeber. «Seit sie alt genug sind, machen wir ab und zu eine Städtereise.» Sagts, lacht und marschiert schnellen Schrittes den steilen Weg hinab zum idyllischen Bergweiler Findeln, 2100 Meter über Meer. Seine Familie hält in dem angenehmen Wandertempo locker mit. «Wir bleiben gern zusammen, haben uns immer etwas zu erzählen», sagt Ehefrau Chantal. Im Bergweiler bewundern die Salzgebers die gepflegten Holzhäuser mit ihren typischen Steindächern: «Da ist alles bestens erhalten.»

Wer keine Ferien in der Schweiz macht, verpasst definitiv viel in seinem Leben

Picknicken ist nichts für sie. «Wir kehren lieber in eine der vielen guten Beizen ein», sagt Rainer Maria Salzgeber. Und winkt von weitem Vrony Cotting-Julen, 55, zu. In dritter Generation betreibt sie das nun «Chez Vrony» genannte Bergrestaurant, einer der beliebtesten Treffpunkte in der Zermatter Alpenwelt. Nicht lange, und es stehen der Findler-Tapas-Teller, kühler Weisswein und viel Wasser auf dem Tisch. «Alles aus der Region», sagt Vrony stolz. Keine zehn Minuten später umarmt Salzbeger den Künstler Heinz Julen, 52, und sagt: «Das Schöne an Ferien in der Heimat ist doch auch, dass man überall langjährige, enge Freunde trifft.»

Bei einer grossen Salatschüssel, Taglierini mit Sommertrüffel und Vronys speziellem Hamburger geniessen die Salzgebers den Blick aufs Matterhorn. «Dieses Monument macht alles zu einem besonderen Erlebnis in Zermatt», sagt Rainer Maria. «Als Walliser hat man diesen Berg in der DNA. Es ist ein auf der ganzen Welt bekanntes Markenzeichen erster Güte, ein Geschenk Gottes.» Erklärt es - und kündigt schon das nächste Ausflugsziel an: «Morgen gehen wir aufs 3883 Meter hohe Klein Matterhorn.» Grinsend fügt er an: «Ich will eine Schneeball-Schlacht erleben.»

Zuerst aber laufen die Salzgebers wieder hoch zur Sunnegga an den Leisee. «Ein Familien-Juwel. Hier kann man sich richtig austoben», meint Salzgeber. Und hat noch nicht genug: Runter nach Zermatt rasen er und seine Familie auf dem Trottinett, dem sogenannten Kickbike. «Ein Riesengaudi», schwärmt er, unten angekommen. Und zieht Bilanz: «Ich bin kein Tourismus-Fachmann, kenne keine Zahlen, gebe keine Ratschläge. Aber wer keine Ferien in der Schweiz macht, verpasst definitiv viel in seinem Leben.»

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