Mister Schweiz 2012 Rauswurf! Ein Kandidat ist verheiratet

Er war bereits als Finalist für die diesjährige Mister-Schweiz-Wahl gesetzt - dann folgte die Beichte: Er ist ein verheirateter Mann. Weil er damit die Teilnahmebedingungen nicht erfüllt, musste er seinen Platz einem anderen Anwärter überlassen.
Die Mister-Schweiz-Organisation hat einen Kandidaten aus dem Rennen genommen, weil er bei der Anmeldung geflunkert hat. Eine ähnliche Situation gab's vergangenes Jahr: Kurz vor der Wahl 2011 musste Finalist Luca De Nicola seine Koffer packen. Er hatte keinen Schweizer Pass.
© tilllate.com Die Mister-Schweiz-Organisation hat einen Kandidaten aus dem Rennen genommen, weil er bei der Anmeldung geflunkert hat. Eine ähnliche Situation gab's vergangenes Jahr: Kurz vor der Wahl 2011 musste Finalist Luca De Nicola seine Koffer packen. Er hatte keinen Schweizer Pass.

Die Voraussetzungen, die ein künftiger Mister Schweiz mitbringen muss, sind klar: Der Anwärter muss Schweizer Staatsbürger sein, einen guten Leumund haben, ein Mindestalter von 20 Jahren sowie eine Mindestgrösse von 178 Zentimeter vorweisen - und: ledig sein. So steht es auf der Website der Organisation und ebenso in der Basiserklärung, die jeder Teilnehmer vor dem ersten Casting unterzeichnen musste.

Nach dem Endcasting Mitte März, bei dem die Jury die diesjährigen 14 Finalisten bestimmt hat, gab es noch einmal eine mündliche Ermahnung. «Ich wies die Herren auf diverse Situationen hin, die nun auf sie zukommen werden. Zum Beispiel, dass die Medien nun auch an ihrem Privatleben interessiert sind», sagt Ralf Huber, Geschäftsführer der Mister-Schweiz-Organisation. «Ich machte ihnen klar: Es wird alles ans Licht kommen.» Ein Kandidat* bekam da offenbar Muffensausen. Und lüftete ein Geheimnis: Er lebe zwar getrennt, sei aber offiziell noch verheiratet.

«Seiner Meinung nach hat er nicht gelogen, weil er nicht mehr mit seiner Ehefrau lebt», erklärt Huber. Der Kandidat habe zwar längst die Scheidung eingereicht, aber seine Ex willige nicht ein. «Es existiert kein Zivilstand ‹vor der Scheidung›. Und die Aufnahmebedingungen sind klar. Deshalb haben wir ihn sofort aus dem Wettbewerb ausgeschlossen und einen anderen nachnomiert.» Wen, will der Organisator nicht verraten. Erstens, weil die Finalisten erst am Montag erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden. Zweitens, weil für den Betreffenden ein Wettbewerbsnachteil entstehen könnte.

Einen ähnlichen Fall hatten die Veranstalter schon einmal: Im letzen Jahr haben sie Luca De Nicola kurz vor der Wahl aus dem Rennen genommen, weil er keinen Schweizer Pass besass. Der damalige Mister Svizzera Italiana hatte das aber schon von Beginn weg offen kommuniziert - jedoch versichert, dass er bis zur Wahl in Besitz des erforderlichen Papiers sein würde.

Der diesjährige Flunkerer ist indes nicht ganz vergebens zum Casting angetreten. Die Mister-Schweiz-Organisation bat ihn wiederzukommen, sobald die Scheidung vom Tisch ist - und gab ihm eine Wildcard für das erste Casting. «Die erste Hürde wird ihm dann erspart bleiben. Er wird direkt am Endcasting teilnehmen dürfen», sagt Huber.

*Name der Redaktion bekannt 

SI online und die «Schweizer Illustrierte» präsentieren am Montag, 2. April, exklusiv die 14 Mister-Schweiz-Kandidaten.

Informationen rund um den Wettbewerb werden laufend auf der Facebook-Fanseite der Mister-Schweiz-Organisation bekanntgegeben.

Alles zum amtierenden Mister Schweiz Luca Ruch finden Sie im Dossier von SI online. 

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