Die Kinder schalten nur selten ein Regula Späni: Familienausflug vor dem TV-Comeback

Wenn Stefan Bürer am TV einen Federer-Match kommentiert, hat er daheim eine Helferin: Seine 
Frau Regula Späni schickt ihm heimlich SMS! Jetzt kehrt sie selber an den Bildschirm zurück.
Regula Späni mit ihrem Mann Stefan Bürer und den zwei Kindern
© Rainer Eder

Entspannt: Stefan, Niklas, Regula und 
Sari (v. l.) legen eine Pistenpause ein. Die Familie hat eine Ferienwohnung in Flims GR.

Augen auf und durch! Oder doch geschlossen lassen, die Sonne im Gesicht und die wärmende Holzwand des kleinen Stalls am Rücken geniessen? Gross ist die Verlockung. Zumal Stefan Bürer, 55, der Jetlag noch gehörig in den Knochen sitzt. 

Erst zwei Tage zuvor ist der Sportreporter aus Melbourne zurückgekehrt, wo er für SRF die Australian Open kommentierte. Auf direktem Weg gings nach Flims GR. Hier steht eine Woche Skiferien mit der Familie an. 
Gemeinsame Tage, die rar sind – und deshalb umso wertvoller. 


Rainer Eder

Glücklich: Stefan Bürer und Regula Späni ergänzen sich gut, haben Verständnis 
für den Job 
des anderen.

Bürer-Späni sind eine viel beschäftigte Familie. Stefan Bürer, der neben Tennis- auch Eishockeymatches kommentiert, ist gut die Hälfte des Jahres für seinen Job unterwegs, manchmal noch öfter. 

Das Fernsehen vermisst

Seine Frau Regula Späni, 53, hat vor einiger Zeit nach 20 Jahren 
als Sportmoderatorin das SRF verlassen. Langeweile ist trotzdem ein Fremdwort für sie. Über ihre eigene Agentur bietet sie Medientrainings und Moderationen an. Zudem hat sie einen Lehrauftrag an der HTW Chur, 
wo sie angehende Sportmanager in die Geheimnisse der Medien einweiht. Und seit Kurzem ist 
sie wieder zurück am TV-Bildschirm. 

Für Sportdate.tv unterhält sie sich mit zwei Gästen über verschiedene Seiten des Sports, zum Beispiel auch über die wirtschaftliche. «Das finde ich extrem 
spannend.» Aufgezeichnet wird die Sendung vor einem Live-
Publikum, ausgestrahlt wird sie auf Teleclub Zoom und Tele Top. 
«Ein bisschen gefehlt hat mir 
das Fernsehen schon», gesteht Späni. Umso mehr freut sie sich, dass sie für dieses Format angefragt wurde. 

Regula Späni mit ihrem Mann Stefan Bürer und den zwei Kindern
© Rainer Eder

Bereit für die Piste: Familie Bürer-Späni setzt ganz auf Sport – obwohl Regula Tochter eines Opernsängers und einer Balletttänzerin ist.

Die Chance, dass ihre Kinder vor dem Fernseher sitzen, wenn die Mama über den Bildschirm flimmert, ist gering. Das gilt auch für den Papa. «Wenn er kommentiert, stelle ich nicht um. Aber extra einschalten? Nein», meint Sari, 18. Zumal die drei Kids alle ihr eigenes Programm haben.

Sari macht eine KV-Ausbildung und spielt dreimal pro Woche Fussball. Gian, 17, setzt neben der KV-Schule voll auf Eishockey. Er 
steht bei den Elite-Junioren der Rapperswil-Jona Lakers im Goal und trainiert täglich ein- bis zweimal. Deshalb muss er bei den Familienferien passen. Auch Niklas, 11, spielt in seiner Freizeit Eishockey.

Ob der Sechstklässler wie sein Bruder auf eine Profi-Karriere setzen will, weiss er noch nicht. Niklas hätte auch das Zeug, in Papas Fussstapfen zu treten: 
«Er spielte schon als Zweijähriger auf der Strasse Hockey und kommentierte sich selbst», erzählt der Vater grinsend. 

Rainer Eder

Fröhlich: Niklas und Sari liefern sich mit Papa Stefan eine Schneeballschlacht. «Aber manchmal ist 
er peinlich.» 

Stefan Bürer rappelt sich hoch und klopft den Schnee von der Skihose. «Ich muss unbedingt bis heute Abend durchhalten», sagt er und unterdrückt ein 
Gähnen. «Kein Problem, Paps!» Schon trifft ihn Saris Schneeball am Kopf. Gelächter. Ihre Eltern seien «verhältnismässig chillig», findet die Tochter.

Auch wenn 
sie ab und zu peinlich seien. 
Zum Beispiel wenn der Vater am Fernseher begeistert ausruft, 
das sei der «füdliblutte Wahnsinn», als Roger Federer vor zwei Jahren seinen 18. Grand-Slam-
Titel holt. Niklas: «Meine Kollegen machen sich immer noch darüber lustig.» 

Unterstützung vom Sofa aus

Anders als ihre Kinder schalten die Eltern übrigens schon mal den Fernseher ein, wenn der andere zu sehen oder zu hören ist. Und schicken auch mal Hilfe vom heimischen Sofa. «Kommentiert Stefan die Tennis-Matches in Wimbledon, sende ich ihm SMS, wenn jemand von der Königsfamilie im Publikum sitzt. Die kennt er nicht», erzählt Regula schmunzelnd. «Gar nicht wahr. Ich weiss, wer Kate, Meghan und Pippa sind», wehrt sich Stefan.

Rainer Eder

Hungrig: 
Für Sari gibts zum Zmittag Käsespätzli, ihre Eltern und ihr Bruder gönnen sich Burger.

Hauptsache, Bürer und seine «andere Hälfte» Heinz Günthardt kennen sich im Tennis aus. Das haben sie in den letzten Jahren genügend bewiesen: 2018 wurden die beiden zu den besten Sportjournalisten des Jahres gewählt. «Heinz und ich ergänzen uns perfekt», sagt Bürer.

Kein Wunder, sind sie nicht nur Kollegen, 
sondern auch dicke Freunde: «Wir sind so oft zusammen unterwegs, das würde anders gar nicht funktionieren.» So löst Heinz Günthardt denn auch Regula ab, wenn diese Ende Woche mit 
den Kindern wieder nach Hause fährt. Die zwei Männer machen dann ein paar Tage die Flimser Pisten unsicher.

Rainer Eder

Sportlich: 
Stefan Bürer und die Kinder fahren Snowboard. Regula Späni ist wieder auf Ski umgestiegen. 

Nach einem feinen Zmittag steigt Regula wieder auf ihre 
Ski, die anderen schnallen sich Snowboards unter die Füsse. Sport spielt eine zentrale Rolle 
im Leben dieser Familie. «Wenn aber jemand mal keine Lust hat und lieber relaxen möchte, ist das auch völlig okay», sagt Regula. Stefan seufzt hörbar und stellt sich auf sein Board. Sonst wird 
er seinen Jetlag ja nie los.


Am 14. Februar (Teleclub Zoom, 22.30 Uhr) moderiert Regula Späni «Sportdate». Gast ist u. a. Fussballtrainerin 
Martina Voss-Tecklenburg.

Auch interessant