Roger Federer Nach Zwillingsgeburt: «Wir machen einen DNA-Test»

Die Niederkunft seiner beiden Söhne Leo und Lenny lässt Roger Federer redselig werden. Am Dienstag plauderte er in Rom erstaunlich offen über sein Privatleben und die Tatsache, dass er betreffend der Zwillinge einen DNA-Test veranlasst hat. 
Roger Federer beim Anlass von Moet Chandon
© Dukas

Natürlich hat Roger Federer ein Foto von seinen Söhnen auf dem Handy. Doch das zeige er nur seinen Freunden.

Eigentlich wäre Roger Federer, 32, derzeit lieber bei seiner Familie als auf dem Tennis-Court. Doch der frischgebackene Vierfach-Papa will in Rom am ATP-Turnier aber Spielpraxis für die French Open sammeln. «Tennis ist mir jetzt nicht gerade wichtig, um ehrlich zu sein», verriet er am Dienstag den Medien. Daher werde er ohne Druck gegen Jérémy Chardy auf dem Platz stehen. Er könne zwar ganz gut im Kopf umswitchen, doch vermisse er seine Familie schon jetzt. 

«In der letzten Woche war ich viel mit Myla und Charlene zusammen - das waren magische Momente, die stärksten meines Lebens. Und Mirka und ich könnten nicht glücklicher über die Zwillings-Jungs sein», erzählt der Tennis-Star, der am vergangenen Sonntag mit seinen Mädchen den Zirkus Knie in Zürich besucht hat. «Diejenigen, die Kinder haben, wissen, was ich meine. Deshalb wars hart, die Familie zu verlassen.» Aber: Seiner 36-jährigen Frau und den Jungs geht es gut, alle sind gesund. «Ich werde sie schon bald wiedersehen, dann ist alles gut.» 

Ob es sich bei Leo und Lenny wie bei seinen vierjährigen Töchtern ebenfalls um eineiniige Zwillinge handelt, kann Federer noch nicht sagen. «Um das herauszufinden, machen wir einen DNA-Test», sagt der Baselbieter gegenüber Telegraph.co.uk. In seiner Familie sei es schon fast normal, dass zwei Kinder auf einmal geboren würden. «Meine Schwester Diana hat Zwillinge und meine Oma mütterlicherseits war ebenso ein Zwilling. Ich glaube, wir haben einfach eine Generation übersprungen.» Die grosse Neuigkeit war für ihn jedoch erst einmal die Tatsache, dass Mirka erneut Nachwuchs bekommt. Nicht, dass es wieder zwei würden. «Ich wäre auch sehr glücklich gewesen, wenn es noch einmal Mädchen geworden wären, denn ich liebe meine beiden Mädels so sehr. Jetzt sind es aber Jungs und klar, könnte ich darüber nicht glücklicher sein.»

Weiter erzählt er auf der Pressekonferenz, dass sein Nachwuchs zu früh auf die Welt gekommen ist. «Alles ging plötzlich sehr schnell am Dienstagabend. Das war unerwartet, ich dachte, wir hätten noch eine Woche oder so.» Genauso schnell wie die Geburt eingetreten ist, hat das Paar dann auch über mögliche Vornamen für seine beiden Söhne diskutiert. «Ich habe mich erst einen Tag vor der Geburt für die Namen entschieden. Buben-Namen fielen mir weniger ein als Mädchen-Namen.» Dennoch hätten sie sich Myla und Charlene erst entschieden, als die schon auf der Welt waren. «Wir besprachen das dann im Aufwachraum.» 

Myla und Charlene Federer mit Roger und Mirka Facebook-Bilder
© via Facebook.com

Übung mit Zwillingen haben Roger und Mirka Federer zwar schon, doch nochmals Kinder im Doppelpack wird das Ehepaar ganz schön fordern.

Dass die nächste Zeit für ihn und seine Familie eine stressige wird, dessen ist sich Federer bewusst. Doch hätten sie ja bereits Erfahrung im Aufziehen von Zwillingen. «Wir wissen, wie das Reisen mit Babys ist.» Sie wüssten, was sie im Flugzeug, Transit oder Hotelzimmer zu tun hätten und wohin man in Städten am besten mit Kindern gehen könne. «Das ist zwar nicht super schwierig, aber sich damit auszukennen, hilft doch enorm», so der Super-Papi, der sich darüber im Klaren ist, dass ihr Leben nun noch turbulenter wird. Daher wird er Mirka auch tatkräftig unterstützen. «Meine Frau macht wirklich, so viel sie kann. Und ich helfe ihr dabei, so gut es geht.» Ausserdem haben sie noch die Grosseltern, Team-Mitglieder und Nannys, damit seine Gattin auch mal schlafen oder seine Spiele ansehen kann. Kein Zuckerschlecken, aber Federer weiss: Organisation ist alles. Und irgendwann sei ja Schluss mit dem Ballsport. Dann hätten sie sowieso ganz viel Zeit - ohne irgendwohin reisen zu müssen.

Weitere Artikel über die Federers finden Sie im grossen SI-online-Dossier.

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