«Ich hätte wirklich gerne weitergemacht» So sehr schmerzt Roman Kilchsperger sein SRF-Aus

Nach seinem Rauswurf beim «Donnschtig-Jass» spricht Roman Kilchsperger erstmals ausführlich über seinen SRF-Abschied: «Schade, dass es so endet!»
Roman Kilchsperger Moderator «Donnschtig-Jass» auf SRF
© SRF/Oscar Alessio

Roman Kilchsperger wird 2019 nicht mehr den «Donnschtig-Jass» moderieren.

Sein Abschied beim «Donnschtig-Jass» war bitter: Über sieben Jahre hatte Roman Kilchsperger, 48, die SRF-Sendung moderiert - ein offizielles Tschüss in der letzten Folge der diesjährigen Staffel gewährte man dem beliebten Fernsehmann aber nicht. Der Sender hat ihn einfach sang- und klanglos abgesetzt. Eine Woche nach seinem Aus packt Kilchsperger nun im Interview mit der «Glückspost» aus.

Zunächst stellt er klar: «Ich wusste, dass diese Zeit mal endet.» Auf das unschöne Aus angesprochen, sagt Kilchsperger: «Man hat ja die Wunschvorstellung, dass eine Beziehung friedlich zu Ende geht. Aber offensichtlich geht das nicht in einer Ehe und auch nicht bei einem Moderator...»

«Ich hätte wirklich gerne weitergemacht»

Es sei eine so lässige Zeit gewesen, und er sei SRF wirklich dankbar dafür, so der TV-Moderator. «Man hat mir so viel ermöglicht. Das geht nun im Streit unter, das tut mir auch weh.» Auch nach sieben Jahren als «Donnschtig-Jass»-Moderator hatte sich Roman Kilchsperger überhaupt nicht nach einem Schlussstrich gesehnt. Im Gegenteil: «Ich hätte wirklich gerne weitergemacht.»

 

Es war ein Fehler, so kräftig gegen das SRF auszuteilen

Die Schuld an seinem Rauswurf sieht er in seinen Aussagen, die er im Interview mit der «Weltwoche» Mitte Juli gemacht hatte: «Jetzt habe ich halt diesen Fehler gemacht und gesagt, dass ich eingeschläfert und ein braver Bub geworden bin.» Er habe einfach die Wahrheit gesagt, so Kilchsperger im «Glückspost»-Interview. Dass seinem Ex-Arbeitgeber diese Worte missfielen, ärgert den Fernsehmann offenbar. «Sie hätten wirklich rausspüren können, dass ich das nicht so böse gemeint habe, die kennen mich ja auch ein bisschen.»

Dass seine Ära so zu Ende geht, schmerzt ihn: «Schade, dass es so endet!» Kilchspergers Auffassung nach hätte die «Gelbe Karte» auch genügt. Nach der «Roten Karte» bei SRF kann er sich nun ganz auf sein neues Engagement konzentrieren: Seit August führt er durch die Champions League Studios auf Teleclub. Für Kilchsperger sind diese Moderationen ein Herzensprojekt: «Fussball war schon immer meine grosse Leidenschaft», schwärmt er.

«Ich wollte schon als Kind Sportmoderator werden»

Mehr noch: Für den 48-Jährigen ging ein Traum in Erfüllung: «Ich wollte ja schon als Kind Sportmoderator werden.» Danach gefragt, ob er lange überlegt habe, als Teleclub anklopfte, sagt Kilchsperger: «Ich weiss nicht, ob ich den Schritt auch für die Super League gemacht hätte. Aber die Champions League war natürlich schon sehr reizvoll.» Über den Moment, als ihn Teleclub-Experte Marcel Reif dann angefragt habe, sagt Roman: «Das tönte schon ziemlich easy.»

«Ich bin happy»

Nach einem Monat bei Teleclub ist er noch nicht vollständig in seine neue Aufgabe hineingewachsen, erklärt Kilchsperger im Interview. «Ich bin längst nicht so entspannt wie vor einem ‹Donnschtig-Jass›.» Dafür klopft er den Experten auf den Rücken: «Alles Top-Leute!» Sein Fazit über seine Moderation der Champions-League-Qualifikationsspiele. «Unsere Reise hat toll begonnen. Ich bin happy!»

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Er will im Teleclub-Studio mehr Unterhaltung reinbringen

Bezüglich Zielvorgaben lässt sich der Jass-Profi nicht in die Karten blicken: «In einigen Monaten weiss die Chefin, ob es ein Fehleinkauf war oder nicht», sagt Kilchsperger und lacht. Als einer, der aus der Unterhaltungsbranche kommt, will Kilchsperger seinen Humor auch im Teleclub-Studio einbringen. «Es ist schon mal gut, dass wir genug Kompetenz am Tisch haben, um in einem schönen Studio über Fussball zu sprechen. Aber es gibt ja auch solche, die hin und wieder schmunzeln möchten.»

Lesen Sie hier, was Roman Kilchspergers guter Freund Reto Hanselmann, 37, zum Abgang des beliebten Fernsehmanns sagt.

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