Lea Lu Nach Hörsturz war die Sängerin taub

Im kommenden Mai veröffentlicht Lea Lu ihr neues Album «2». Keine Selbstverständlichkeit für die Musikerin. Denn sie erlitt einen Hörsturz und war für ein halbes Jahr taub, wie sie nun in einem Radio-Interview erzählt.
Farbige Vielfalt: Die Zürcherin Lea Lu tritt in Davos auf.
© HO

In ihrem Song «I Want My Colors Back» verarbeitet die Zürcher Sängerin Lea Lu ihren Hörsturz.

Plötzlich nichts mehr zu hören, ist wohl das Schlimmste, das einem Musiker passieren kann. Doch Lea Lu traf es noch härter. Als Synästhetikerin kann sie Farben sehen, wenn sie Töne hört. Als sie 2012 einen Hörsturz erleidet und für ein halbes Jahr nichts mehr vernehmen kann, verschwinden auch die Farben.

Doch die Tatsache, dass sie taub war, hat die 29-Jährige nicht davon abgehalten, sich ihrer Leidenschaft zu widmen. Im vergangenen Sommer reiste sie nach Südfrankreich, um ihr neues Album, das im Mai erscheinen soll, aufzunehmen. «Ich habe extrem viele Songs geschrieben in der Zeit der Taubheit und bin mit all dem nach Nizza», sagt Lea Lu in der SRF3-Sendung «Sonntagnacht mit Peter Walt».

Mit viel Geduld kamen die Töne wieder zurück. Keine Selbstverständlichkeit, wie die Zürcherin weiss. «Ich wusste nicht, wies weitergeht, ob das Gehör zurückkommen wird. Und auch die Farben.» Alles sei relativ dunkel um sie herum gewesen, beschreibt Lea Lu ihre damalige Situation.

Dennoch liess sich die Musikerin nicht unterkriegen. «Ich konnte extrem viel Kraft aus dieser Situation schöpfen und das hört man in der Musik.» Sie denke, dass in ihren Liedern nun viel mehr Leben stecke als vorher, fügt Lea Lu an.

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