Sara Wicki Adieu Schweiz! Mit Master im Sack gehts ab ins Ausland

Fünfeinhalb Jahre hat sie studiert, jetzt ists genug. Die amtierende Vize-Miss-Schweiz hat gerade ihr Master als Sekundarlehrerin bestanden und geht für einen Monat nach Neuseeland. Ohne Schatz Ueli.
Vize-Miss-Schweiz 2013 Lehrerin Sara Wicki in der Schule
© Marcel Nöcker

Sara Wicki ist Sekundarlehrerin - seit Neustem mit Master-Diplom. Zurzeit konzentriert sie sich aber vorwiegend auf ihre Moderationsjobs.

Es ist vollbracht! Sara Wicki hat endlich ihren Master of Arts in Secondary Education. «Ein tolles Gefühl», freut sich die Sekundarlehrerin und Vize-Miss-Schweiz 2013 im Gespräch mit SI online. Zumal die 24-Jährige eine Extrarunde einlegen musste: Weil sie bereits unterrichtete, konnte sie ein Modul nicht besuchen und studierte am Ende fünfeinhalb statt viereinhalb Jahre an der Pädagogischen Hochschule Luzern. Für einen Sechser zum Abschluss hat es jedoch nicht gereicht. «Ich war immer eher eine mittelmässige Studentin, die sich aber auch nicht gerade mit einer Vier zufriedengab». Dafür habe sie umso mehr nebenbei machen können. Und wie!

Die quirlige Luzernerin ist ein richtiger Tausendsassa: Neben Schullektionen und Vorlesungen nahm Sara an der Miss-Schweiz-Wahl teil und schaffte es auf den zweiten Platz. Inzwischen ist sie als stellvertretende Lehrkraft und als Model tätig, Wettermoderatorin bei «MeteoNews» und steht beim Zentralschweizer Fernsehen Tele 1 als Aussenmoderatorin der Sendung «unterwegs» im Einsatz. Für sie die perfekte Kombination. «Ich brauche immer wieder Herausforderungen», sagt sie.

Umso schöner, dass Angebote für eine weitere Herausforderung ins Haus geflattert sind: Sara wurde für die Moderation von Live-Events angefragt. Eigentlich genau ihr Ding, nur: Just zu dem Zeitpunkt, wenn die Veranstaltungen stattfinden, weilt sie im Ausland. Ende Februar reist sie für einen Monat nach Neuseeland. Mit zwei Studiums-Kolleginnen, Rucksack und Camper wird sie die Südinsel erkunden. «Ich freue mich riesig, schliesslich kam ich noch nie aus Europa heraus.»

Freund Ueli, 26 und ebenfalls Lehrer, wird derweil zu Hause bleiben. Kein Problem für das Paar, das eine Dreieinhalb-Zimmer-Wohnung in Sursee LU teilt und gerade sein verflixtes siebtes Jahr überstanden hat. Über Skype und Smartphone bleiben sie in Kontakt - wenn auch in Massen. «Ich will nicht täglich am Telefon rumhängen. Mal auf Gadgets zu verzichten, gehört bei dieser Reise mit dazu.» Dafür würden sich die beiden dann umso mehr wieder aufeinander freuen.

Genau so freut sie sich auf die neuen Event-Moderations-Angebote, die nach dem Trip hoffentlich auf sie warten werden. Denn aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Nach den Sommerferien will sie auch wieder vermehrt an der Wandtafel stehen. «Ein kleines, festes Teilzeitpensum an einer Schule wäre super.» Sie vermisse den Kontakt mit den Jugendlichen, als Aushilfskraft komme man den Schülern nie so nahe. Könnte klappen! Das Diplom dafür hat sie jetzt ja schliesslich in der Tasche.

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