«Das indiskrete Interview» mit Sarina Arnold «Ich hätte ein Roger werden sollen»

Das Urner Model Sarina braucht wenig, um glücklich zu sein: eine Mango, ein aufgeräumtes Zimmer oder ein Eierschachtel-Körbli ihrer Tochter. Fehlt eigentlich nur etwas: die Pille gegen Sonnenbrand, wie sie im indiskreten Interview mit der «Schweizer Illustrierten» verrät.
Sarina Arnold über Ehemann, Tocher, Instagram privat
© David Biedert

Sarina Arnold ist seit sieben Jahren mit Raphael Fischer verheiratet und hat mit ihrem Mann die gemeinsame Tochter Felice, 7.

Schweizer Illustrierte: Sarina Arnold, was für ein Gemüse oder was für eine Frucht wären Sie?
Sarina Arnold: Eine Mango! Leider schmecken die im Ausland aber immer besser als hier. Vor zwei Jahren war ich in Costa Rica, dort sind sie perfekt, so süss und fruchtig. Ich liebe Mangos!

Was in Ihrem Alltag müsste aus ökologischer Sicht dringend verändert werden?
Ich könnte mehr zu Fuss gehen statt mit dem Auto.

Bei wie viel Franken pro Liter Benzin wäre für Sie die Schmerzgrenze erreicht?
Die ist bei mir jetzt schon erreicht. Aber ich bin aufs Auto angewiesen.

Um wie viel Prozent müssten Sie Ihr Arbeitspensum reduzieren, damit Sie massiv glücklicher wären?
Ich arbeite etwa die Hälfte des Monats und bin sehr zufrieden. Ich habe genügend Zeit für die Familie, meine Arbeit und für mich.

Wie hätten Sie als Bub geheissen?
Roger. Meine Eltern nahmen drei Anläufe, haben aber immer Mädchen gekriegt.

Als Sie Kind waren: Was haben Ihre Eltern Ihnen da immer gesagt?
Mein Vater mahnte mich stets, dass ich die weissen Wände nicht anfassen solle.

Wann haben Sie zuletzt etwas Selbstgebasteltes verschenkt?
Vor zwei Jahren habe ich meiner Tochter Felice einen Adventskalender mit 24 Säckli gestrickt. Und letzten Donnerstag brachte ich meiner Mutter einen selbst gemachten Rüebli-Kuchen mit. Ich backe lieber, als zu basteln.

Wo am Körper tuts Ihnen weh?
Zum Glück nirgends! Holz anfassen.

Haben Sie ein schlechtes Gewissen, wenn Sie den Teller nicht leer essen?
Das passiert selten. Wenn ich in einem Restaurant nicht alles essen mag, erledigt das mein Mann. Daheim koche ich so, dass es von der Menge her passt. Ich mag keine Resten. Es nervt mich, wenn ich sehe, wie Leute am Buffet alles auf ihre Teller packen und dann die Hälfte stehen lassen.

Was für ein Hintergrundbild hat Ihr Handydisplay?
Ein Familienfoto von unseren Ferien. Wir haben eine Tour durch Italien gemacht - Como, Florenz, Bergamo und am Schluss ins Tessin.

Haben Sie einen Organspenderausweis?
Nein, aber ich denke schon länger darüber nach. Natürlich ist es toll, wenn man etwas geben kann, das jemand anderem das Leben rettet.

Haben Sie ein Tattoo?
Mein Körper ist tattoofreie Zone.

Können Sie sich vorstellen, Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen?
Eine sehr persönliche Frage, die ich nicht beantworten möchte.

Die bisher beste Idee Ihres Lebens?
Es war keine Idee, sondern der starke Wunsch, Mami zu sein. Meine Tochter ist das Beste.

Welche Ihrer Eigenschaften möchten Sie Ihrer Tochter vererben?
Den Menschen gegenüber fürsorglich zu sein und jeden so zu akzeptieren, wie er ist.

Und welche keinesfalls?
Nicht so ungeduldig wie «sMami» zu sein. Aber Felice hat diese Eigenschaft bereits.

Angenommen, der liebe Gott würde Sie neu designen: Mit den Eigenschaften welcher Berühmtheiten soll er Sie erschaffen?
Gerne so, dass ich das Racket wie Roger Federer schwingen kann. Ich hätte also wirklich ein Roger werden sollen …

Welche Pille sollte erfunden werden?
Eine, die den Menschen zu mehr Mitgefühl und Verstand verhilft. Und sonst hätte ich gerne eine Pille, die das Sonnencreme-Auftragen ersetzt.

Falls Ihr Leben verfilmt wird: Wer soll die Hauptrolle spielen?
Optisch fände ich Charlize Theron nicht schlecht oder Gwyneth Paltrow.

Als Sie 16 waren: Wie sah da Ihr Zimmer aus?
Ordentlich! Es musste immer aufgeräumt sein. Mit 16 war ich auch schon als Model unterwegs und hatte meine Fan-Phase für Take That bereits durch.

Der beste Ratschlag, den Sie je bekommen haben?
Im Model-Business rieten mir alle, auf dem Boden zu bleiben. Das habe ich, so gut es ging, befolgt.

Erinnern Sie sich an Ihren ersten Schulschatz?
Der erste Freund oder der erste Schmutz?

Nehmen wir den ersten Kuss.
Den bekam ich mit zwölf von Thomas auf dem «Mürli» in Attinghausen, wo ich aufgewachsen bin. Ich fand ihn schon im Kindergarten toll und auch noch längere Zeit nach dem Kuss.

Über welches Geschenk haben Sie sich zuletzt gefreut?
Meine Tochter schenkt mir fast täglich etwas. Sie bastelt eifrig, macht aus Servietten Fächer und aus Eierschachteln kleine Körbli.

Behalten Sie alle Geschenke?
Nein, sonst würde es bei uns langsam, aber sicher ein Chaos geben. Als ordnungsliebender Mensch würde ich mich unwohl fühlen. Aber die ganz schönen Sachen picke ich raus.

Auch interessant