Drei Quartze für «Blue My Mind» von Lisa Brühlmann Teenie-Drama räumt beim Schweizer Filmpreis ab

Sie hat am Schweizer Filmpreis richtig abgeräumt: Gleich drei Quartze holt Regisseurin Lisa Brühlmann mit ihrem Debütfilm «Blue My Mind». Mit SI online sprach sie im Vorfeld, weshalb sie Schwarz trug und welche Botschaft hinter ihrem Debütfilm steckt. 

«Bester Spielfilm», «Bestes Drehbuch» und «Beste Darstellerin»: Regisseurin Lisa Brühlmann, 36, geht  beim Schweizer Filmpreis als grosse Siegerin hervor und holt mit ihrem Debütfilm «Blue My Mind» gleich drei Quartze. Entsprechend gross ist ihre Freude: «Der Beste Spielfilm ist eine Auszeichnung für das ganz Team», sagt Brühlmann gestern Abend zu Moderatorin Monika Schär, 49. 

Lisa Brühlmann
© David Biedert

Regisseurin Lisa Brühlman, 36, ist mit ihrem Debütfilm «Blue My Mind» der neue Stern am Schweizer Film-Himmel.

Mehr Gleichberechtigung in der Schweizer Filmszene

Im Vorfeld hat die Organisation Swan, ein Netzwerk für Frauen im Filmberuf, die nominierten Kandidatinnen dazu aufgerufen, Schwarz zu tragen. Damit soll ein Zeichen für mehr Gleichberechtigung in der Schweizer Filmszene gesetzt werden.

Für Brühlmann ein wichtiges Statement. Sie hat sich deswegen für einen schwarzen Hosenanzug von Hugo Boss entschieden.

Die Dankesrede in der Tasche

Den Filmpreis hat die zweifache Mutter in Begleitung ihres Teams sowie ihres Ehemannes, dem Regisseur Dominik Locher, 35, besucht. Für die gemeinsame Tochter und den achtmonatigen Sohn war der Anlass noch nichts: Der süsse Nachwuchs ist noch zu jung.

Dominik Locher
© Maurice Haas

Lisas Ehemann Dominik Locher, 35, ist ebenfalls Regisseur. 

Was bei einem solchen Event auf keinen Fall in der Tasche fehlen durfte: Eine vorbereitete Rede und die Namen, die es zu verdanken gilt. «Es fiel mir schwer, mich auf die wichtigsten Namen zu beschränken. Ich hätte die Dankes-Liste endlos erweitern können», gesteht Brühlmann. 

«Zur eigenen Natur finden»

Mit ihrem ersten abendfüllenden Spielfilm «Blue My Mind» konnte die schöne Zürcherin über die Landesgrenze hinaus bereits zahlreiche Erfolge feiern. In diesem Adoleszenz-Drama verwandelt sich die Hauptfigur Mia, eine 15-jährige pubertierende Aussenseiterin, auf eine monströse Art und Weise in eine Meerjungfrau.

Mia wird fantastisch gespielt von der Zürcher Jungschauspielerin Luna Wedler, 17. Sie wurde bereits an der Berlinale als «Shootingstar» ausgezeichnet. Und holte gestern Abend beim Schweizer Filmpreis einen Quartz in der Kategorie «Beste DarstellerIn».

Luna Wedler Lisa Brühlmann Zoe Pastelle Holthuizen
© getty

Lisa Brühlmann (Mitte) mit den beiden Jungschauspielerinnen Luna Wedler (l.) und Zoe Pastelle Holthuizen.

«Es geht darum, zur eigenen Natur zu finden. Die Hauptfigur entdeckt im Film ihre weibliche Urkraft», erklärt Brühlmann und ergänzt: «Die Botschaft darin ist, sich selbst zu lieben.» 

Sehen Sie hier den Trailer zu «Blue My Mind»: 

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