Das persönliche Interview mit Seven «Meine Familie war meine bisher beste Idee»

Als Bastler ist Seven alias Jan Dettwyler eine Niete. Dafür kann der 38-Jährige singen: Im Interview verrät der Soulsänger, wieso er eine Passionsfrucht wäre, welchen Satz er als Kind hasste und heute selbst seinem Sohn predigt – und was es mit seiner grün blinkenden Kaffeetasse auf sich hat.
Sing meinen Song 2016 Start Termin Seven
© VOX / Marie Schmidt

2016 machte Seven in der TV-Serie «Sing meinen Song» mit.

Jan Dettwyler alias Seven, Sie dürfen Ihren Wohnort neu designen - aus welchen Städten, Dörfern und Landschaften würden Sie ihn zusammensetzen?
Ich würde London, Luzern und New York vermischen. Die Berge würde ich lassen, aus dem Vierwaldstättersee ein Meer machen, Musik, Sport und Kultur kämen aus dem Big Apple und Fashion aus London.

Was für ein Hintergrundbild hat Ihr Smartphone?
Einen Basketball.

Wie wäre Ihr Name als Mädchen?
Eva. So kurz wie bei Jan war Programm - bei Dettwylers.

Welches Gemüse gehört verboten?
Fenchel - der ist kotzgruusig!

Und was für eine Frucht wären Sie?
Passionsfrucht! Harte Schale, beim Aufmachen etwas gruusig, und wenn man sie isst, sehr süss.

Um wie viel Prozent müssten Sie Ihr Arbeitspensum reduzieren, damit Sie massiv glücklicher wären?
Um null, es ist gut so, wie es ist.

Als Sie Kind waren, was hat Ihre Mutter Ihnen da immer gesagt?
«Hättisch s scho gmacht, dänn …» Ich hasste diesen Satz. Und sage ihn heute selbst oft zu meinem sieben Jahre alten Sohn.

Ein Statement für die Ewigkeit habe ich noch nicht abgegeben.

Wann haben Sie zuletzt etwas Selbstgebasteltes geschenkt?
Das wäre ein Verbrechen. Ich kann weder basteln noch malen oder werken, habe zwei linke Hände und dazu null Talent.

Wo am Körper tuts Ihnen weh?
Manchmal am rechten Knie. Das kommt von einer Verletzung beim Basketballspielen.

Haben Sie ein schlechtes Gewissen, wenn Sie den Teller nicht leer essen?
(Lacht.) Das kommt bei mir nie vor. Ich bin so ein Fresssack …

Welche Musik soll an Ihrer Beerdigung gespielt werden?
«Sometimes It Snows in April» von Prince.

Können Sie sich vorstellen, Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen?
Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht.

Über welche Aussage von Ihnen wird man noch lange nach Ihrem Ableben reden?
Ein Statement für die Ewigkeit habe ich noch nicht abgegeben.

Die bisher beste Idee Ihres Lebens?
Eine Familie zu gründen.

Swiss Music Award 2017 mit Gewinnern & Nominierten
© David Biedert

Seit 2009 ist Jan Dettwyler mit Zahra Abdalla verheiratet. Das Paar hat einen siebenjährigen Sohn.

Und Ihre dümmste?
Das nicht schon früher getan zu haben.

Welchen Wunsch haben Sie endgültig begraben?
Profi-Basketballer zu werden.

Was geben Sie Ihrem Sohn gern mit auf den Weg?
Nie schnell aufzugeben.

Angenommen, der liebe Gott würde Sie neu designen: Mit den Eigenschaften welcher Persönlichkeiten soll er Sie ausstatten?
Der Stimme von Luther Vandross, Michael Jacksons Tanztalent und dem kompletten Körperbau von Michael Jordan, vor allem dessen Hände.

Welche Musik hat Ihr Leben massiv beeinflusst?
Das Album «Off the Wall» von Michael Jackson - als ich es hörte, war das der Moment, in dem ich mich in Musik verliebte.

Welche Pille gehört erfunden?
«Beam me up, Scotty.» Einwerfen und zack, ist man weg.

Privat fahre ich Hybridauto, trinke Wasser aus nachfüllbaren Trinkflaschen und tue auch sonst viel für unsere Umwelt.

Als Sie 16 Jahre alt waren, wie sah da Ihr Zimmer aus.
Zutapeziert mit lauter Michis - Michael Jackson und Michael Jordan.

Falls Ihr Leben verfilmt wird, welcher Schauspieler soll die Hauptrolle spielen?
Christian Bale.

Was in Ihrem Alltag müssten Sie aus ökologischer Sicht dringend verändern?
Meinen Job. Ich bin in der Unterhaltungsindustrie, und das heisst: Konzerte verbrauchen viel Strom. Privat fahre ich Hybridauto, trinke Wasser aus nachfüllbaren Trinkflaschen und tue auch sonst viel für unsere Umwelt.

Bei wie viel Franken pro Liter Benzin wäre für Sie die Schmerzgrenze erreicht?
Sie ist bereits erreicht. Darum ist mir wichtig, dass meine Musiker und ich zu Konzerten gemeinsam fahren und nicht jeder einzeln.

Haben Sie ein Tattoo?
Drei! Ein Muster am rechten Unterarm als Erinnerung an einen Freund, der Suizid beging. Eine kenianische Schutzmaske auf dem linken Oberarm, weil meine Frau Zahra aus Kenia stammt, und in einem Wappen habe ich alle Buchstaben meiner kleinen Familie aufs Herz gedrückt.

Der beste Ratschlag, den Sie je bekommen haben?
Ist aus einem Interview mit Sting: Kunst ist nicht messbar, mach sie aber so gut, dass jeder sagen kann, dass sie ihm nicht gefällt, nicht aber, dass sie schlecht sei.

Erinnern Sie sich an Ihren ersten Schulschatz?
Ja, es dauerte von einer Zehn-Uhr-Pause bis zur nächsten.

Wer ist Ihr bester Freund?
Lustigerweise auch ein Michi.

Über welches Geschenk haben Sie sich zuletzt gefreut?
Eine «Star Wars»-Kaffeetasse von meiner Frau, die grün blinkt, wenn man Kaffee einschenkt, und dazu noch Geräusche macht.

Im Dossier: Weitere persönliche Interviews

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