Beat Schlatter «Sie hat gerne, wenn ich flirte»

Seit 8. April sind Beat Schlatter und Mirjam Fischer verheiratet. Vergangen Samstag stieg die grosse Hochzeitsparty - in einem Brockenhaus. Die «Schweizer Illustrierte» war exklusiv dabei und sprach mit dem Paar über Kinder, Geld und Tränen während der Trauung.

Sie sind jetzt offiziell Mann und Frau und feierten dies am Samstag mit 450 Gästen im Brockenhaus Emmaus in Dübendorf ZH. Beat Schlatter, 49, und Mirjam Fischer, 41, legten keinen Wert auf eine Hochzeitstorte - stattdessen gab's Mandelgipfel - und auch ein weisses Kleid kam für die Kunsthistorikerin nicht infrage. «Ich war schon einmal verheiratet. Damals trug ich ganz klassisch Weiss, was richtig war. Doch heute wollte ich ein fröhliches, lustvolles und eventuell auch komisches Kleid», wie sie in der aktuellen Ausgabe der «Schweizer Illustrierten» erzählt.

Trotz Ehe behalten die beiden ihre eigenen Wohnungen, werden sich aber vermehrt in seiner aufhalten. «Frau Fischers Wohnung liegt auch im obersten Stock. Da bin ich jeweils schon nudelfertig, bevor ich angekommen bin», sagt er, während seine Angetraute ergänzt: «Seine Super-Loge ist das Head-Quarter unserer Beziehung.»

Konventionell ist in ihrer Ehe wenig, aber genau das lieben sie. So trägt das Paar weder neue noch dieselben Ringe. «Die klassischen Ringe gefielen uns einfach nicht. Neue Ringe hätten uns jedoch das Dreifache von unserem Festschinken für 450 Personen gekostet.» So haben sie sich für Occasion-Modelle entschieden.  «Unsere Beziehung besitzt keine Regeln, ausser ehrlich zu sein», erklärt Fischer. Treue sei ihnen wichtig, Flirten aber trotzdem erlaubt. Schlatter: «Sie hat gerne, wenn ich mit anderen Frauen flirte und für diese attraktiv bin. Umgekehrt gilt das übrigens auch. Darum liebe ich sie.»

Mit Kindern wollen sie ihre Liebe nicht krönen. Ausser «wir würden einen 18-jährigen Jungen adoptieren, wenn er sich bereits im dritten Lehrjahr bei einer Bank befindet und sein eigenes Geld heimbringt», meint Schlatter schalkhaft. Ohne Nachwuchs schätzt das Paar, das Leben so zu leben, wie es ihnen gefällt. Sich an keinen Rhythmus zu halten, lautet ihre Devise. Fischer: «Diese Spontaneität und die Überraschungen dürfen bitte auch nie aufhören!»

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