Baschi, Baker und Co. messen sich im TV So ticken die Teams von «Songmates»

Was für ein Bild! Die «Schweizer Illustrierte» bringt die grössten Musik-Stars der Schweiz auf ein Foto. In der neuen TV-Sendung «Songmates» müssen immer zwei von ihnen ihr Können unter Beweis stellen. Wir zeigen, was die jeweiligen Duos verbindet, was sie unterscheidet und welche Stärken und Schwächen sie haben.
Songmates SRF mit Baschi, Luca Hänni, Bastian Baker und Adrian Stern
© Geri Born

Alles, was Rang und Namen hat: Baschi, Anna Rossinelli, Peter Reber, James Gruntz, Adrian Stern, Bastian Baker, Sina, Luca Hänni und Lea Lu (v. l.).

Lea Lu & Luca Hänni - Die Qual der Wahl

Songmates SRF Lea Lu und Luca Hänni
© Geri Born

Was sie verbindet
«Ich habe mit vielem gerechnet, aber nicht mit Luca», sagt Lea Lu, 31, lachend über ihr erstes Zusammentreffen mit Luca Hänni, 21. «Ich dachte sofort, dass es gut kommt mit uns», meint er. «Wir sind beide zielstrebig, schnell und kommen gut voran.» Innerhalb von 48 Stunden einen Song schreiben war also kein Problem für das effiziente Duo. Er fing gar mehrere Songs an zu schreiben und musste sich für einen davon entscheiden. «Wir hatten immer wieder neue Ideen und mussten aufpassen, dass wir uns nicht verrennen», erzählt Luca. «Mit Lea zu arbeiten war extrem spannend. Ich habe so etwas noch nie gemacht.» Eine weitere Gemeinsamkeit: «Wir haben beide eine musikalische Vision, die jeder von uns konsequent verfolgt», sagt Lea.

Was sie unterscheidet
Luca tüftelt gern am Computer mit Beats, Lea lieber auf der Gitarre zwischen Harmonien und Melodien. So sei es nicht ganz einfach gewesen, eine gemeinsame musikalische Sprache zu finden, erzählt Lea Lu. Sie sei aber sehr überrascht gewesen, wie gut Hänni diverse Instrumente spiele, vor allem Schlagzeug. «Ausserdem hat er eine sehr ruhige Seite und ist nicht immer so quirlig, wie es von aussen den Anschein macht.» Sie sei im Gegenzug nicht ganz so zurückhaltend, wie es scheine, sagt Luca über Lea. «Sie ist sehr spontan und weiss ganz genau, was sie will.»

Ihre Stärken und Schwächen
«Luca ist wandlungsfähig, flexibel und lernt schnell», so Lea. Eine seiner Stärken könne aber leicht auch einmal zur Schwäche werden: Sein Ehrgeiz. Luca Hänni zeigt sich beeindruckt von Leas Musikalität: «Sie spielt einige Instrumente und kann sich von Anfang an vorstellen, wie etwas herauskommen soll.» Zudem sei sie wohl geduldiger als er, gesteht der Berner. Das Ergebnis von Lucas Experimentierfreude und Lea Lus Geduld: Ein fröhlicher und entspannter Sommer-Song mit Beats und Ukulele. Lea: «Wie ein Sprung in einen kühlen See.»

James Gruntz & Baschi - Kritikerliebling und Rampensau

Songmates SRF James Gruntz und Baschi
© Geri Born

Was sie verbindet
Baschi, 29, war recht nervös, als er erfuhr, mit wem er es zwei Tage lang zu tun haben würde. «Ich dachte, er ist sicher huere kompliziert.» Falsch gedacht. James, 28, war sogar bereit, erstmals in Mundart zu singen. So entstand ein Lied mit James’ Sound und Baschis Worten. «Wir haben von Anfang an super harmoniert», so Baschi, der auf James’ Song «Heart keeps dancing» steht. Dieser wiederum mag «Bring en hei»: «Ich find halt gut, was alle gut finden.»

Was sie unterscheidet
«Baschis Risotto ist besser als meines», scherzt James Gruntz. «Und er hat mehr Erfahrung, schliesslich ist er im Showbusiness, seit er 17 ist. Ich war überrascht, als ich merkte, dass wir fast gleich alt sind.» Er sei defintiv lauter als sein Duett-Partner, der eher introvertiert ist, meint Baschi. «Er ist der Kritikerliebling, ich eher die Rampensau. Aber wir haben uns einander angeglichen in diesen zwei Tagen.»

Ihre Stärken und Schwächen
Spontan, offen, ehrlich und lustig sei Baschi, sagt James Gruntz. Baschi beschreibt seinen «Songmate» als «Musiker durch und durch. Er ist sehr konzentriert und fokussiert, kann aber auch total locker sein.» Wenn auch noch nicht locker genug für Baschis Geschmack: «Ich könnte ihm schon noch zwei, drei Moves für die Bühne zeigen. Er kann mich jederzeit anrufen.»

Anna Rossinelli & Peter Reber - Duett der Dickköpfe

Songmates SRF Anna Rossinelli und Peter Reber
© Geri Born

Was sie verbindet
Ihre Erfahrung mit dem Eurovision Song Contest. Peters, 67, Songs waren insgesamt sechs Mal vertreten, vier davon sang er mit «Peter, Sue & Marc». Anna, 29, nahm 2011 teil. «Peter kann den Stress nachvollziehen, den man mit einem Song haben kann, der einen ständig begleitet», sagt Anna. Reber freute sich, mit ihr wieder einmal Englisch singen zu dürfen: «Wir haben unseren Song wirklich je zur Hälfte komponiert. Es ist eine Ballade mit einem eher traurigen Thema. Es geht ums Loslassen und Abschiednehmen.»

Was sie unterscheidet
«Wir sind in sehr unterschiedlichen Lebensphasen», sagt Anna Rossinelli. Peter Reber hat zwei erwachsene Kinder – «Anna habe ich sozusagen für 48 Stunden adoptiert» - und blickt auf eine fünfzigjährige Karriere zurück. Eine Lebensgeschichte, die Anna beeindruckt: «Er hat sieben Jahre auf einem Schiff gelebt. Wie mutig, einfach alles hinter sich zu lassen.» Das kann sie sich zwar auch vorstellen, aber eher auf einem Bauernhof als auf einem Schiff.

Ihre Stärken und Schwächen
«Abgesehen davon, dass Anna eine grossartige Sängerin ist, kann man mit ihr Rosse stehlen - darum heisst sie ja Rossinelli», meint Peter Reber lachend. Sie beschreibt ihn als geduldig, zielstrebig, liebenswert und lustig. Und die Schwächen? Anna: «Ich glaube, wir sind beide perfektionistische Dickköpfe.»

Bastian Baker & Sina - Bitte kein Französisch!

Songmates SRF Bastian Baker und Sina
© Geri Born

Was sie verbindet
Auf jeden Fall die Westschweizer Wurzeln - sie ist Walliserin, er Waadtländer. Das Menü für den Abend ihres ersten Zusammentreffens war schnell klar: Es gab Fondue. «Und Bastian kann richtig gut Käse kaufen», flachst Sina, 50. Anders bei der Wahl der Sprache für ihren Song: Da mussten sie sich erst einigen. Sina: «Ich freute mich sehr, da ich dachte, mit Bastian könne ich Französisch singen.» Für den 25-jährigen Mädchenschwarm ein No-Go. «Ich bin zwar ein Gentleman. Aber nur bis zu einem gewissen Punkt», meint er grinsend. Sina passte sich also an und singt auf CD erstmals in ihrer über zwanzigjährigen Mundart-Karriere in Englisch. «My Roots», heisst der Song, passend zu einer ihrer grössten Gemeinsamkeiten. «Wir sind beide sehr bodenständig, auch als Künstler», so Bastian Baker. «Wir wissen, dass in der Schweiz ein Star zu sein gar nichts bedeutet. Wir sind total normal. Deshalb war unsere Zusammenarbeit auch nicht geprägt von irgendwelchen Dramen, sondern sehr fruchtbar.»

Was sie unterscheidet
«Wir sind in einer anderen Zeit gross geworden, auch musikalisch», sagt Sina. «Ich musste mich damals noch nicht mit dem Tempo und der Schnelllebigkeit auseinandersetzen, wie das Bastian heute tut.» Darüber, dass seine Duett-Partnerin Sina mehr Song- und Lebenserfahrung hat als er, hat sich Bastian Baker von Anfang an gefreut: «Ich kann ja nur davon profitieren», sagt er.

Ihre Stärken und Schwächen
Sie beschreibt ihn als charmanten Sonnenschein, der es einem sehr leicht mache, ihn zu mögen. Ausserdem sei Bastian kritikfähig und könne gut zuhören. «Und er ist ein charismatischer Sänger mit einem Gespür für gute Songs. Er investiert wirklich 150 Prozent seiner Leidenschaft in die Musik.» Dieses Kompliment könne er nur zurückgeben, meint Baker. Als er nach den Studioaufnahmen das Resultat ihrer gemeinsamen 48 Stunden gehört hat, sei er sehr stolz gewesen. Und wie siehts aus mit Schwächen? Baker: «Sina ist Oberwalliserin, da hat sie keine Schwächen.»

«Songmates» auf SRF 1, je zwei Musiker schreiben in 48 Stunden einen Song: 24. Juli bis 14. August jeweils sonntags, 23 Uhr.
 

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