Zuger Sex-Affäre Spiess-Hegglin und Hürlimann ziehen einen Schlussstrich

Jolanda Spiess-Hegglin und Markus Hürlimann haben ihren Streit juristisch beigelegt. Sie muss darauf verzichten, Implikationen zu machen, jemals Opfer eines strafbaren Verhaltens des SVP-Politiker geworden zu sein. 
Jolanda Spiess-Hegglin
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Jolanda Spiess-Hegglin war Grüne Kantonsrätin im Zug - bis zum Streit mit SVP-Kollege Markus Hürlimann.

Die Sex-Affäre im Nachgang zur Zuger Landammannfeier 2014 findet ein definitives Ende - jedenfalls juristisch. Jolanda Spiess-Hegglin, 37, und Markus Hürlimann, 43, haben aussergerichtlich eine Einigung erzielt.

Demnach hat sich die ehemalige Grüne Kantonsrätin im Wesentlichen vorbehaltlos und uneingeschränkt dazu verpflichtet, sich ab sofort in keiner Weise mehr so zu äussern, dass daraus bei Dritten irgendwelche Vermutung entstehen oder impliziert werden kann, dass sie je Opfer eines strafbaren Verhaltens, begangen durch Markus Hürlimann, geworden sein könnte. Das teilt das Zuger Strafgericht heute Dienstag mit.

Markus Hürlimann
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Der SVP-Politiker Markus Hürlimann lässt alle Klagen gegen Spiess-Hegglin fallen.

Im Gegenzug zieht der SVP-Politiker sämtliche gestellten Strafanträge betreffend mehrfache üble Nachrede und mehrfache Verleumdung gegenüber Spiess-Hegglin vorbehaltlos zurück. Zudem hat er sein unwiderrufliches Desinteresse an einer Weiterführung der Strafuntersuchung gegen Jolanda Spiess betreffend den von ihm erhobenen Vorwurf der falschen Anschuldigung erklärt.

Beide Parteien werden überdies ihre eigenen Kosten zum allergrössten Teil selbst tragen. Weitere Auskünfte geben weder die Behörden, noch die beiden betroffenen Personen. Sie haben eine unwiderrufliche Verschwiegenheitsverpflichtung unterschrieben.

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