Steffi Buchli über Styling in der Schwangerschaft «Ich bin gut im Improvisieren»

Im Februar wird Steffi Buchli, 37, zum ersten Mal Mutter. Für die SRF-Sportmoderatorin kein Grund, ihr Styling deswegen aufzugeben. Im Interview mit SI online sagt sie, wie sie langweilige Umstandsmode aufpeppt, warum sie aufs Haare färben nicht verzichtet und wie sie es mit High Heels hat.
Steffi Buchli SRF Sport schwanger Baby
© Christian Dietrich

Steffi Buchli kombiniert gerne Schwangerschafts-Teile mit «normalen» Kleidern. «Ist von oben bis unten alles weit geschnitten, würde ich schnell aussehen wie eine Matrone», sagt sie.

SI online: Steffi Buchli, Anfang Februar kommt Ihr erstes Kind zur Welt, wie geht es Ihnen?
Steffi Buchli: Nach wie vor wunderbar. Ich komme ein bisschen schneller ins Schnaufen als noch vor ein paar Monaten, aber wenns nur das ist... Ich bin sehr zufrieden.

Wie hat sich Ihr Styling in der Schwangerschaft verändert?
Meine Stylings sind wahrscheinlich im Moment nicht ganz so ausgefallen wie im «Normalzustand». Ich habe gemerkt, dass Umstandsmode meist uni und in dezenten Farben daherkommt. Deshalb versuche ich, die Outfits mit bunten Accessoires oder speziellen Schuhen ein bisschen aufzupeppen.

Sie tragen also Umstandsmode?
Ja, ich habe mir in London ein paar spezielle Maternity-Teile gekauft. Basics, ein schwarzer Rock oder Leggings mit extra-hohem Bund zum Beispiel. Dazu zwei gemusterte Kleidchen. Diese Teile kombiniere ich nun mit «normalen» Kleidern, die noch gut sitzen.

Inzwischen ists nun ziemlich kalt draussen. Müssen Sie nun viele Klamotten neu kaufen?
Ich habe keine Lust, für Kleider, die ich nur ein paar Monate werde tragen können, viel Geld auszugeben. Ich bin gut im Improvisieren: ein Poncho über die offene Winterjacke zum Beispiel und gut ist.

Wie wichtig ist es Ihnen, während der Schwangerschaft stylisch unterwegs zu sein?
Am Anfang wollte ich normale Jeans tragen, mit einem Bauchband - ein elastisches breites Band, das Hosenbund und Bauch abdeckt. Ich habe aber gemerkt, dass der Hosenbund trotzdem einschneidet und unbequem ist. Ich gewichte den Bequem-Faktor nun also deutlich höher als vor meiner Schwangerschaft.

Apropos bequem, tragen Sie öfter flache Schuhe?
Nein, das nicht. High Heels gehen immer noch gut. Wobei, ich muss präzisieren: Mir tun jeweils auch im nicht-schwangeren Zustand nach einer Stunde schon die Füsse weh. In dem Sinne: alles beim Alten.

Haben Sie weitere Styling-Tipps für werdende Mütter?
Ich bin nicht riesig und auch nicht spindeldürr. Aus diesem Grund schaue ich, dass ich die Silhouette so «fein» wie möglich halten kann. Was Enges am Bein und oben locker oder eben umgekehrt. Ist von oben bis unten alles weit geschnitten, würde ich schnell aussehen wie eine Matrone.

Was hat es mit Ihrem Instagram-Hashtag «Style with a smile» auf sich?
Oft wird Mode, wie ich finde, zu ernst genommen, dabei geht oft die Individualität verloren. Mir macht es Spass, einem edlen Outfit noch einen kleinen Twist oder einen Schuss Ironie beizugeben. Das hat dann oft zur Folge, dass nicht alle Leute verstehen, wie mein Stil gemeint ist. Das beunruhigt mich nicht, sondern lässt mich sanft lächeln - auch deshalb: Style with a smile.

Ihre Frisur sorgte bereits des Öfteren für Schlagzeilen. Wie halten Sie es mit dem Haare färben während der Schwangerschaft?
Meine Ärztin hat mir das Go gegeben, dass meine rote Geheimmischung unbedenklich sei. Ich habe daher nichts umstellen müssen.

Gibt es andere Beauty-Produkte, auf die Sie nun verzichten?
Ich benutze ohnehin meist Naturkosmetik und «gute» Produkte. Entsprechend musste ich nichts aus meinem Schönheitsprogramm streichen.

Kürzlich veröffentlichten Sie auf Instagram ein Foto ihres Arm-Tattoos. Ist es frisch gestochen?
Nein, diese Tätowierung habe ich schon lange. Mir war bei diesem Posting gar nicht bewusst, dass das Motiv offenbar noch nie auf einem Bild zu sehen war. Die Idee fürs Foto ist mir nach einer Routine-Untersuchung beim Arzt gekommen: Der Einstich einer Blutentnahme lag genau über dem Flügel. Mit dem Pflaster darauf sah es aus, als ob man mir die Flügel gestutzt hätte.

Geben Sie uns den ultimativen Ernährungstipp!
Wer zu viel liest und jeden Tipp umsetzen will, kommt schnell mal durcheinander. Ich habe versucht und empfehle das deshalb auch weiter, einfach gut auf den eigenen Körper zu hören.

Wie ernähren Sie sich denn, seit Sie schwanger sind?
Ich hatte automatisch Lust auf mehr frische Früchte und frisches Gemüse. Weil ich weder Fleisch noch Fisch esse, musste ich ansonsten nicht viel umstellen. Ausser ein paar feine Käsesorten, die leider wegfallen. Die nötigen Informationen betreffend Ernährung hat mir meine Ärztin gegeben. Mit Magnesium, Folsäure und Eisen nehme ich auf ihre Anweisung hin ein paar Nahrungsergänzungsmittel zu mir.

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