«Energy Stars For Free» Wenn Schweizer Stars zu Fans werden

Teilen sich Künstler wie Rita Ora, Olly Murs und 77 Bombay Street die Bühne, strömen auch die Schweizer Prominenten ins Zürcher Hallenstadion. SI online mischte sich am «Energy Stars For Free» unter die Gäste und verrät, wer bei Superstars in Ek­s­ta­se gerät.

Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt. Nelly Furtado, die Söhne Mannheims, Seven, Pegasus - alle Stars gibts am zehnten «Energy Stars For Free» am Freitagabend gratis zu sehen. Da macht selbst Andreas Homoki, Direktor des Opernhaus Zürich, eine Ausnahme und mischt sich unter die 13'000 Zuschauer im Zürcher Hallenstadion: «Wie die meisten Musiker höre ich in meiner Freizeit selten Musik.» 

Fussballexperte Alain Sutter und Ehefrau Melanie kennen das Erfolgsrezept der grössten Schweizer Musik-Indoor-Veranstaltung: «Dank der vielen Künstlern wirds nie langweilig», sind sie sich einig. Das sei wie bei einer CD. «Man hört sich selten die Ganze am Stück an. Nach einer Weile brauchts eine neue.» Anja Leuenberger ist gleicher Meinung. «Cro, die Söhne Mannheims und Rita Ora an einem Abend live zu sehen, ist toll!»

Um das grosse Angebot schert sich Model Ronja Furrer wenig. Sie wartet sowieso nur auf einen - ihren Freund Stress. Mit feuchten Händen, breitem Grinsen und einer Freundin an ihrer Seite verfolgt sie seinen Auftritt mit Bastian Baker und Noah Veraguth von der VIP-Tribüne aus. «Das ist Wahnsinn! Ich habe ihn noch nie vor so einem grossen Publikum spielen sehen.» Sie sei stolz auf die Arbeit, die er mit Bastian Baker und Noah Veraguth geleistet hat. Die drei Musiker haben sich kürzlich zusammengetan, um ein gemeinsames Album aufzunehmen - seit Freitag ist «Noëls Room» auf dem Markt.

Nur Teenieschwarm Luca Hänni erhält ein noch grösseres Kreischkonzert als das Trio. Seine Fans im Publikum flippen aus, als er die Jubiläums-Ausgabe eröffnet. Renzo Blumenthal hat Verständnis. Schliesslich arbeitete der Mister Schweiz 2005 früher an Backstreet-Boys-Konzerten: Er zog die ohnmächtigen Mädchen aus der Menge. Auch Ex-Kunstturnerin Ariella Kaeslin stand einst auf die Boygroup und hat sich sogar für ein Konzert den Namen eines Mitglieds gross auf den Arm geschrieben. «Aber nicht etwa, weil er mein Liebling war, sondern weil das all meine Freunde so gemacht haben.»

Für Rapper Bligg ist der Fankult auch nach über 15 Jahren im Musikgeschäft noch ein Rätsel. «Weshalb Leute an Konzerten kreischen, kann ich nicht nachvollziehen.» Das wäre ihm höchstens bei Jimi Hendrix passiert. «Den hätte ich gerne mal live gesehen, mit seiner Musik bin ich aufgewachsen», sagt er. Am «Energy Stars For Free» freut er sich, für einmal den anderen die grosse Bühne überlassen zu können und stürzt sich ins Getümmel. Am Ende kommt hier jeder auf seine Kosten.

 

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