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  4. Graue Haare: Cara Delevignes neue Frisur – gut für unfreiwillig ergraute?

Ist Grau das neue Blond?

Blondine Cara Delevingne hat jetzt graue Haare

Läutet das Model hier einen altbekannten Trend wieder ein? Grau färben statt das erste natürliche Grau beschämt zu überfärben – die neue Hochphase von «Granny Hair».

PARIS, FRANCE - JANUARY 24: Cara Delevingne is seen wearing a black Dior jacket outside Dior during Paris Fashion Week Haute Couture Spring/Summer 2022 on January 24, 2022 in Paris, France. (Photo by Jeremy Moeller/Getty Images)

Hier noch Blond – neu trägt das Model Cara Delevingne einen Grauton auf dem Kopf.

Getty Images

Bei natürlich grauem Haar ist es so: Überfärben ist aus der Mode gekommen. Die Zeichen, die die Zeit hinterlässt, werden mit Stolz getragen. Schliesslich will sich auch niemand mit dem nervigen Ansatz, der ständig wieder auf den Scheitel zurückkriecht, herumärgern. Mittlerweile gibt es viel Inspiration für Frauen, die sich für ihr natürliches Grau entscheiden.

Der kalifornische Friseur Jack Martin teilt auf Instagram Vorher-Nachher-Fotos mit seinen 684000 Abonnent*innen. Er bittet die Kundinnen, mit ein paar Zentimetern grauem Ansatz zu ihm zu kommen, damit er das Muster nachfärben kann. Dunkelbraune bis schwarze Haare werden eher weiss. Hellere Haare werden eher mittelgrau, manchmal auch etwas scheckig. Dann auch: Sind vorne hellere Strähnen? Wie breit sind sie? Ist das Haar einheitlich grau oder weiss? Es soll kein Übergang sichtbar sein, wenn das Haar natürlich nachwächst. Die Fotos sind spektakulär und überzeugend. Grau kann so schön sein. Und jetzt wird auch wieder noch nicht graues Haar grau gefärbt (siehe Cara Delevingne):

Was das Model hier vorführt, ist nicht die erste Hochphase des grauen Haars. Ab 2011 liessen sich junge Frauen die Nuance auf den Kopf färben. «Granny Hair» nannte sich das, und schon der Name zeigt: Die Frauen waren selbst noch keine Grossmütter, nur ihre Haare sollten so aussehen. Die Furcht, alt auszusehen, kannten die meisten von ihnen nicht. Graue Haare zu glatten Gesichtern, das war eher ein hübscher Verfremdungseffekt. Wer natürlich grau wird, ist sich im Klaren darüber, dass das kein Verfremdungseffekt ist, sondern die schiere Realität des Älterwerdens. Es gehört nicht unbedingt Mut dazu, das hinzunehmen, aber ein bisschen Gelassenheit braucht man schon. Anfangs zumindest, wenn sich die ersten Grauen beginnen, breit zu machen.

Aber zum Glück gehen innere Entwicklung und äussere Verwandlung hier endlich mal Hand in Hand: Ab einem gewissen Alter hat man sowieso keine Lust mehr, sich von jeder Kleinigkeit stressen zu lassen (zum Beispiel wenn Cara irgendwann wieder zu blond wechselt).

Von zin am 12. Februar 2022 - 10:09 Uhr