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  4. Beauty-Trend: Olivenöl als Pflegemittel

Habt ihr garantiert schon im Schrank!

Das neue Beauty-Secret kommt aus dem Supermarkt

Hier 50 Franken für die neue Gesichtscreme, da 80 für das edle Serum – Skincare kann ganz schön ins Geld gehen. Wir sagen «kann», weil es auch anders geht: Der neueste Hype-Inhaltsstoff in Sachen Pflege steht nämlich quasi für lau bei euch in der Küche.

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Ein Tropfen auf die Haut und alles ist gut? So einfach ist es auch mit Olivenöl leider nicht.

Getty Images/Refinery29 RF

Es gab einmal eine Zeit, da wären Öle dafür vorgesehen, unsere Autos zum Laufen zu bringen und die Pfannen zum Brutzeln. Sie auf den Körper, die Haare oder gar ins Gesicht schmieren? Niemals! Hätte man damals gesagt. Heute reissen sich alle um Argan-, Kokos- oder Avocadoöl und pflegen damit so ziemlich alle Partien, die eine Extraportion Feuchtigkeit gebrauchen könnten. Klar, dass die Beauty-Industrie daraus längst ein Business gemacht hat. Eines, das massig Profit einbringt. Denn Produkte mit Öl sind meist vor allem eines: teuer. Aber zurück zu den Pfannen in der Küche. Wo ist eigentlich der Unterschied zwischen dem, womit wir in ihnen Gemüse anbraten und dem Zeug in dem eleganten Glastiegel im Bad? Ist Olivenöl vielleicht das nächste Beautywunder?

Beautywunder für unter 10 Franken?

Wir machen es kurz: gut möglich. Denn Olivenöl hat eine ganze Menge Eigenschaften, die sich eigentlich zu gut anhören, um wahr zu sein.

  • Es ist voller ungesättigter Fettsäuren (Omega 3 und Omega 6) und damit ziemlich schwer. Das macht es ihm fast unmöglich, effektiv in die Poren einzudringen, aaaber: Wasser und Feuchtigkeit im Allgemeinen werden durch Olivenöl in der Haut festgehalten und haben keine Chance, ungenutzt wieder zu verdunsten.
  • Trotzdem schafft es das Öl dank des enthaltenen Squalens unsere Haut streichelzart zu pflegen und gegen äussere Einflüsse abzuschirmen.
  • Die Antioxidanzien und Vitamine (A,D, E und K) schützen vor freien Radikalen und Schäden durch Sonneneinstrahlung (nein, den Sonnenschutz ersetzt es leider trotzdem nicht).
  • Es sind keine Inhaltsstoffe bekannt, die negativ mit Olivenöl reagieren.
  • Allergische Reaktionen auf das Öl sind sehr, sehr selten.
  • Achso: Und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist natürlich unschlagbar. 500 ml extra natives, kaltgepresstes und organisches Olivenöl gibt es schon für unter 10 Franken. Da sollen Arganöl und seine Verwandten erstmal rankommen. 

Die Kehrseite der Medaille

Klingt fast zu gut, um wahr zu sein? Dann kommen wir jetzt zu dem klitzekleinen Nachteil. Wir haben ja oben schon mal angemerkt, dass Olivenöl meisterhaft gut darin ist, Wasser in der Haut festzuhalten. Das liegt daran, dass es komedogen ist. Also … die Poren verstopft. Speziell im Gesicht. Heisst: Akne ist schon auf dem Vormarsch. Deswegen müsst ihr das Öl aber noch nicht zurück in die Küche verbannen. Super trockene Stellen wie Ellbogen, Knie, Handaussenflächen oder Füsse sind ja allgemein nicht besonders anfällig für Akne. Sie freuen sich über die Extraportion Feuchtigkeit und danken euch die Aufmerksamkeit garantiert. Fürs Gesicht empfiehlt es sich, auf Produkte zurückzugreifen, die nur einen Anteil Olivenöl enthalten – so gibts alle Vorteile, ganz ohne die bösen Nebenwirkungen. 

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Von Malin Mueller am 05.08.2020
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