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  4. Lizzo entwirft Shapewear für alle Körperformen

Die Revolution der Shapewear?

Lizzos Wäsche soll den Körper feiern, nicht formen

Nach dem legendären Shapewear-Label «Spanx» und Kim Kardashians Marke «Skims» biegt jetzt auch noch Musikerin Lizzo mit einer neuen Linie um die Ecke. Gibt es irgendwann nicht genug unbequeme Unterwäsche? Doch. Das findet die mehrgewichtige Lizzo eben auch. Und macht «Yitty» zum Liebesbrief an alle Frauen.

lizzo

Der Name der Kollektion «Yitty» war der Spitzname, den Lizzo als Kind von ihrer Tante erhalten hat. 

instagram/lizzobeeating

Shapewear wird grundsätzlich als unbequem und manchmal sogar als gesundheitsschädigend angesehen. In Korsetts werden die Organe eingeschnürt und mit Radlerhosen Figuren so geformt, dass sie dem Schönheitsideal entsprechen. Eine schmale Taille. Ein flacher Bauch. Schlanke Beine. Musikerin Lizzo dachte lange, sich diesem Ideal anpassen zu müssen, damit ihr Körper akzeptiert wird. «Ich hatte das Gefühl, dass mir durch Fernsehen und Zeitschriften vermittelt wird, dass mein Körper nicht genug sei», so Lizzo gegenüber CNN. Deswegen entschied sich die Amerikanerin bereits in der 5. Klasse für unbequeme, zu enge und unschöne Miederbodys – um sich vermeintlich schöner und dünner zu mogeln. Dem Magazin Vanity Fair teilt sie mit, sie sei es mittlerweile aber leid, diese «traurige, einschränkende Shapewear, die buchstäblich niemand tragen will» zu sehen. Die 33-Jährige, die ihre Karriere inzwischen unter anderem darauf aufbaut, ihren üppigen Körper ganz schamlos zu zeigen, will anderen Frauen mit ihrer neuen Kollektion Mut machen. Es ist Zeit für Shapewear, die die Silhouette nicht in Form quetscht, sondern sie betont. Jetzt ist «Yitty» da.

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Anders als die anderen 

Mit «Yitty» möchte Lizzo das Körpergefühl ihrer Kundinnen verändern. Die Unterwäsche soll Selbstliebe und inneres Vertrauen fördern. Doch wie schafft man das mit so wenig Stoff? Die Musikerin weiss es ganz genau: Ihre Shapewear soll nicht platt drücken, sondern weibliche Kurven in Szene setzen. Schluss mit unbequemen Einteilern! Ihre Kollektion ist für alle geeignet, wie sie in einer Instagram-Caption ankündigt: «Dies ist ein Liebesbrief an meine grossen Mädchen und ein Willkommensbrief an `every body.` Dies ist *keine* Einladung zu ändern, wer ihr seid ... dies ist eine Gelegenheit, zu SEIN, wer ihr seid». Weiche Stoffe und diverse Schnitte, die als Street Wear oder darunter getragen werden können, zeichnen «Yitty» aus. Kurz: revolutionäre Unterwäsche, die für alle gemacht ist. Nicht nur für eh schon knackige Kim Kardashians oder Oscar-Preisträgerinnen auf dem Roten Teppich. Für Frauen jeglichen Volumens, die ihren Körper so lieben, wie er ist. Perfekt unperfekt.

Lizzo meets Kate

Die Musikerin hat sich bewusst mit der Fitnessmarke «Fabletics» von Kate Hudson zusammengetan. Schon vor der Kollaboration hat das Unternehmen der Schauspielerin eine breitere Auswahl an verschiedenen Grössen angeboten. Hudson erhofft sich dadurch mehr Vielfalt. Der Grundgedanke der beiden stimmt schon mal überein. Die «Yitty»-Shapewear-Teile sind in den Grössen 6X bis zu XS verfügbar, ganz nach dem Motto «Es ist nicht gross, es ist nicht klein, es ist einfach deine Grösse». Die beiden haben bereits drei verschiedene Linien kreiert: «Nearly Naked» mit nahtloser Kleidung, «Mesh Me», welche auch als Oberbekleidung getragen werden kann und «Major Label» mit alltäglichen Lifestyle-Teilen. Beim Designen haben sie sogar selber Hand angelegt, Stoffe persönlich ausgewählt sowie einige Teile unzählige Male selbst anprobiert.
«Yitty» ist mit Shorts, Trikots, Tanks und Bodysuits ab dem 12. April 2022 unter yitty.com verfügbar. 

Von Anja Schäublin am 31. März 2022 - 18:00 Uhr
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