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Schlittschuhe, Guetzli & Wintermärchen

Das sind die Adventsfavoriten unserer Redaktion

Sobald der Duft von Tannennadeln und Zimt in der Luft liegt und die Kälte leise ans Fenster klopft, sind die Feiertage nicht mehr fern. In heiterer Vorfreude auf Weihnachten und Silvester verrät die STYLE-Redaktion, womit sie sich die Wartezeit verkürzt.

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Schlittschuhlaufen als Zeitvertreib in der Adventszeit.

Schlittschuhlaufen als Zeitvertreib in der Adventszeit.

Getty Images

«Selbst gemachte Mandel-Pasticcini»
Weihnachtsguetzli sind mein Must. Meine Favoriten? Mandel-Pasticcini – ganz simpel: 200 g geschälte Mandeln, 200 g Zucker, 50 g Eiweiss, 1 Vanillestengel, 50 g kandierte Früchte. Mandeln mahlen und mit Zucker, Eiweiss und Vanille mixen, bis ein dicker Teig entsteht. Mit dem Spritzbeutel portionieren und mit je einer kandierten Frucht dekorieren. Mindestens zehn Stunden auf dem Blech ruhen lassen. Anschliessend circa 8 Minuten bei 180 Grad backen.
Richard Widmer, Fachmann für Ästhetik und Kulinarik, ist für lukullische Genüsse immer zu haben.

«Schiefe Wände, süsse Tradition»
Der perfekte Zeitvertreib an einem dunklen Winterabend? Ein Lebkuchenhaus backen! Seit ein paar Jahren mein Ritual mit Mama. Macht Spass – und wer nur verzieren will, greift zum Fertigset. Wir machen allerdings alles selber: Teig kneten, Schablonen ausschneiden, Wände backen. In der Theorie klingt das romantisch, in der Praxis ist es meist ein Desaster. Kaum steht das Haus, kracht es zuverlässig wieder in sich zusammen. Doch statt zu verzweifeln, lachen wir uns schlapp, futtern die zerbrochenen Teile gleich weg und dekorieren irgendetwas, das man mit viel Fantasie als Häuschen erkennt. Schön wird es selten – lustig immer. Vielleicht kriegen wir es ja dieses Jahr wirklich gebacken.
Vanessa Nyfeler liebt Weihnachten – und noch mehr die süssen Gebäcke dazu. Kein Wunder, dass sie beim Lebkuchenhausbauen vor allem eines im Griff hat: das Naschen.

«Kein Art on Ice, dafür viel Spass»
Schon mal einem Rehkitz bei seinen ersten Gehversuchen zugesehen? So sehe ich aus, wenn ich in der Vorweihnachtszeit auf der Kunsteisbahn Dolder meine Runden drehe – leider nur mit wenig Anmut. Statt wie Denise Biellmann grazil über das Eis zu gleiten, schiebe ich mich Zentimeter um Zentimeter von einer Bande zur nächsten. Bei mir steht klar der Spass im Vordergrund, und den habe ich, wenn es draussen langsam dämmert und dicke Schneeflocken vom Himmel fallen. Wer es noch weihnachtlicher liebt, kann am 6. Dezember mit dem Samichlaus übers Eis schlittern.
Als Kontrollfreak hat Vanessa Kim am liebsten rauen und gut haftenden Boden unter den Füssen – in der Adventszeit macht sie allerdings fürs Vorweihnachtsfeeling gerne eine Ausnahme.

«Adventskalender für die Liebsten»
Das Öffnen des ersten Türchens meines Adventskalenders markierte für mich immer den Beginn einer magischen Zeit. Meine Mutter bastelte alle Jahre wieder liebevoll selbst gemachte Kalender für mich und meine Geschwister – ein Ritual, das ich heute für meine Lieblingsmenschen weiterführe. Brauchen Sie Inspiration für von Herzen kommende und budgetfreundliche Geschenke? Wie wärs mit einem Peeling aus Kokosöl, Zucker und ein paar Tropfen Lavendelöl? Einer Einladung zum Sonntagsspaziergang über den Weihnachtsmarkt? Selbst gemachtem Winter-Granola mit Apfel und Zimt? Einem Abend mit dem ersten Weihnachtsfilm? Einer Karte, um den Tag zu verschönern? Wichtig ist eigentlich nur eins: Wärme und ein wenig Weihnachtszauber weiterzugeben!
Cielo-Pilar Solari findet: Ein DIY-Adventskalender muss nicht perfekt sein – entscheidend ist das Lächeln, das er der beschenkten Person jeden Morgen beim Türchenöffnen ins Gesicht zaubert.

«Wintermärchen mit Schlosskulisse»
Für mich gibt es in der Adventszeit kaum etwas Schöneres, als durch die Gassen von Rapperswil zu schlendern, wenn der Christkindlimärt seine Magie entfaltet. Zwischen dem Schloss, dem See und den liebevoll dekorierten Ständen fühlt es sich jedes Jahr ein bisschen wie ein Wintermärchen an. Ich liebe es, mir Zeit zu nehmen, einen Glühwein in der Hand, den Duft von gebrannten Mandeln in der Nase, überall kleine Schätze zu entdecken, die man sonst nirgendwo findet. Dieser Markt ist für mich nicht nur ein Ort zum Einkaufen, sondern ein Ort zum Ankommen und Wohlfühlen, und genau deshalb ist er jedes Jahr ein Fixpunkt in meiner Adventszeit.
Was Valeska Jansen bedauert, ist, dass der Weihnachtsmarkt in Rapperswil nicht durchgehend ab dem 1. Dezember geöffnet ist, sondern nur jeweils donnerstags bis sonntags.

«Begegnungen in der Kellerbar»
In meinem Heimatkaff im Bernbiet pflegt man eine schöne Tradition. Einmal im Jahr, immer am 24. Dezember nach Mitternacht, öffnen die Tore einer schummrigen Kellerbar. Alteingesessene Dorfbewohner, weggezogene Weltenbummler, langjährige Freunde und flüchtige Bekannte treffen sich dort zu einem Wiedersehensfest. Niemand wird eingeladen, niemand wird abgewiesen. Die, die kommen, kommen seit Jahren. Und so gibt es immer wieder herzliche Begegnungen: zwischen dem Schulhausabwart und einem Nationalrat, zwischen einem Zürcher Banker und der Kunstmalerin, zwischen dem Pfarrerssohn und einer Auswanderin …
Hirten, Könige, Esel und Ochse. Alle fanden Platz im Stall zu Bethlehem. Toleranz und Freundschaft – für Tobias Schär der Sinn der Weihnachtszeit.

«Lob der Langsamkeit»
Giessen, kneten, wickeln oder ziehen – viele Wege führen zu einer Kerze. Duftkerzen giesse ich bereits das Jahr über zu Hause, mit immer wieder neuen Duftöl-Kombinationen. Doch der wahren Herausforderung stelle ich mich jeweils im Dezember, auswärts beim Kerzenziehen. Der Schaffensprozess allein (eintauchen, herausziehen, auskühlen lassen, abtrocknen, repeat) ist überschaubar. Die Challenge liegt für mich im langsamen Heranwachsen der Kerze. Denn hier führen nur Pausen und Wiederholungen zum Erfolg. Und so macht sich auf wundersame Weise in meinem rastlosen Geist mit jeder neuen Wachsschicht ein Gefühl von Beständigkeit und Ruhe breit.
«Könntest du nicht mal wieder Kerzen ziehen gehen?» Dass Bettina Bono diesen Satz auch im Sommer von ihrer Tochter hört, sagt wohl alles …

Von Style vor 22 Stunden