Eine Nacht, die nachhallt. Die 68. Grammy Awards finden in der Nacht zum 1. Februar 2026 im Crypto.com Arena in Los Angeles statt und werden als eine der kraftvollsten und politischsten Ausgaben in die Geschichte eingehen. Trevor Noah moderiert zum sechsten und letzten Mal die Zeremonie, die für viele Künstler zur Bühne weit über Musik hinaus wird: Zahlreiche Gewinner nutzen ihre Minuten im Rampenlicht, um soziale und gesellschaftliche Botschaften zu setzen, insbesondere zur Einwanderungspolitik und zu Menschenrechten.

Billie Eilish wird für den Song of the Year für «Wildflower» ausgezeichnet, ihren inzwischen zehnten Grammy.(Christina House / Los Angeles Times via Getty Images)
Los Angeles Times via Getty ImagIm Mittelpunkt des Abends steht Billie Eilish: Sie wird mit Song of the Year für «Wildflower» ausgezeichnet, ihren inzwischen zehnten Grammy, und macht aus ihrer Dankesrede einen offenen Appell für soziale Gerechtigkeit und gegen harte Abschiebepolitik. Dabei wiederholt sie Sätze wie «No one is illegal on stolen land» und fordert zur Solidarität auf, was zu grosser Resonanz im Saal führt.

Die britische Sängerin Olivia Dean erhält die Auszeichnung «Best new artist». (Photo by Phil McCarten/CBS via Getty Images)
CBS via Getty ImagesEin weiterer historischer Moment ist die Auszeichnung von Olivia Dean als Best New Artist. Die britische Sängerin, deren Karriere mit ihrem Album The Art of Loving Fahrt aufgenommen hat, würdigt in bewegenden Worten ihre Familiengeschichte und ihre Wurzeln als Tochter einer Immigrantin.

Bad Bunny gewinnt für Best Música Urbana Album mit DeBí Tirar Más Fotos. (Photo by Christopher Polk/Billboard via Getty Images)
Billboard via Getty ImagesBad Bunny gewinnt erneut den Grammy für Best Música Urbana Album mit DeBí Tirar Más Fotos und nutzt seine Bühne, um Einheit und Mitgefühl statt Hass zu betonen. Zwischen den grossen Pop- und Rap-Momenten setzt die Verleihung auch leise, unerwartete Akzente. So wird der Dalai Lama für ein Spoken-Word-Projekt ausgezeichnet – ein symbolischer Moment, der zeigt, wie weit der Grammy-Begriff inzwischen gefasst ist. Musik erscheint hier nicht nur als Unterhaltung, sondern als kulturelle, spirituelle und gesellschaftliche Ausdrucksform.

Lady Gaga erhält Grammys für Best Pop Vocal Album für Mayhem und Best Dance Pop Recording für «Abracadabra». (Photo by Frazer Harrison/Getty Images)
Getty ImagesLady Gaga gehört zu den prägenden Figuren des Abends: Mit Best Pop Vocal Album für Mayhem und Best Dance Pop Recording für «Abracadabra» zählt sie zu den grossen Gewinnerinnen und bestätigt ihren Status als eine der zentralen Pop-Künstlerinnen der Gegenwart. Ihre energiegeladene Live-Performance von «Abracadabra», bei der sie am Klavier glänzt, zählt zu den visuellen Höhepunkten der Show, und in ihrer Dankesrede stärkt sie vor allem Frauen in der Musikindustrie den Rücken.

Kendrick Lamar nimmt den Grammy für Record of The Year Award für «luther» entgegen. (Photo by Kevin Mazur/Getty Images for The Recording Academy)
Kevin Mazur/Getty Images for TheAuch Rap-Superstar Kendrick Lamar sichert sich den Preis für Best Rap Album mit GNX und baut seinen Ruf als einer der meistdekorierten Rapper der Grammy-Geschichte weiter aus. Neben den grossen Stars stehen emotionale Gewinner wie Lola Young, die nach einer schwierigen persönlichen Phase ihren ersten Grammy für Best Pop Solo Performance gewinnt, und ein unerwarteter Preis für ein inspirierendes Hörbuchprojekt, das zeigt, wie vielfältig die Grammys mittlerweile sind.

Lola Young erhält den Grammy für «Best Pop Solo Performance» für «Messy». (Photo by Kevin Mazur/Getty Images for The Recording Academy)
Kevin Mazur/Getty Images for TheMusikalisch ist der Abend von energiegeladenen Auftritten geprägt: Neben Gaga brillieren Rosé, Bruno Mars, Sabrina Carpenter und Justin Bieber live auf der Bühne, und ein Medley aller Nominierten in der Kategorie Best New Artist sorgt für einen der dynamischsten Momente der Show. Insgesamt präsentiert sich die Grammy-Nacht 2026 als Schnittpunkt von künstlerischer Exzellenz und kultureller Debatte, in dem Musik, Identität und politisches Engagement untrennbar miteinander verwoben sind.

Bruno Mars performt im 70er Jahre Look auf der Bühne. (Photo by Frazer Harrison/Getty Images)
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