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#SupportYourLocalBusiness

Slow Goods in Zürich

Selten war Shoppen ein Akt der Nächstenliebe. Mit #SupportYourLocalBusiness möchten wir denen helfen, die ihre Tore vorerst schliessen mussten. Täglich stellen wir euch einen Shop oder Brand vor, zeigen, was Unterstützung heute bedeutet, und machen so gemeinsam einen Schritt in Richtung Zukunft. Apropos Zukunft, schaut doch demnächst mal bei Slow Goods in Zürich vorbei – ein Besuch lohnt sich.

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Slow Goods in Zürich

Gut Ding will Weile haben.

Slow Goods

Fast Fashion, Fast Food, Fast Goods? Ähm, nein. Bei Slow Goods ist der Name Programm, hier wird nichts überstürzt, nichts mal ebenso schnell, schnell produziert, in den Laden geworfen und wieder vertickt. Bei Slow Goods nimmt man sich Zeit. Für so ziemlich alles Schöne im Leben. 
«Aus unserer Sicht macht es viel mehr Freude, mit Produkten zu arbeiten, deren Herkunft bekannt ist, von denen man weiss, aus welchen Materialien sie gefertigt sind und wer sein Herzblut hinein gesteckt hat. Produkte, die durch ihre besonderen Eigenschaften und Qualitäten im Laufe der Jahre zu unverzichtbaren Freunden werden, die man mit Liebe hegt und pflegt.»
Sehen wir genauso. Heute mehr denn je. Wertschätzung wird wieder gross geschrieben, Kleinigkeiten, die glücklich machen, bekommen mehr Gewicht. Man könnte meinen, dass der (übrigens ziemlich neue) Store an der Badenerstrasse in Zürich also so etwas wie das Mekka sein sollte, zu dem wir ab dem 11. Mai gemeinsam pilgern wollen. Ganz in Ruhe. Ganz bewusst.

Style: Nikolas, Covid-19 ist eingeschlagen wie ein Blitz. Kann man für sowas überhaupt auch nur im Ansatz gewappnet sein?

Nikolas Kerl: Nein, selbst in unseren wildesten Verkaufs-Szenarien nicht. Im Film hat man sowas natürlich unzählige Male gesehen, aber diesen abstrakten Transfer in die Verkaufsrealität zu bringen (oder ernsthaft zu bedenken), das ist einfach zu unwirklich gewesen. Ich glaube, selbst wenn dieser Ausnahmezustand etwas schleichender gekommen wäre, ein Masterplan wäre kaum möglich gewesen.

Was macht dieser Ausnahmezustand mit euch? Wie verkraftet man die plötzliche Schliessung?

Im ersten Moment waren wir etwas ratlos, dann verwundert. Die Realität hat dann ein paar Tage versetzt bei uns in den Köpfen eingeschlagen. Das Verständnis, was das nun wirklich heisst. Gleichzeitig hat sich aber auch ein gewisser Optimismus gemeldet. Alles in allem ist es ein sehr komisches Gefühl in einem Laden zu arbeiten, dessen Herzstück auf einmal fehlt, die Kunden. Aber auch dank der zahlreichen Initiative, darunter auch eure, im Sinne von #supportyourlocal, hat das Onlinegeschäft bei uns rasant zugenommen. Diese Entwicklung hat es uns um einiges leichter gemacht, mit Zuversicht in die Zukunft zu schauen.

Muss jetzt ein Umdenken stattfinden? Wie geht man kreativ mit der Situation um?

Die Nachfrage der Kunden nach unseren Produkten ist gleich geblieben, das war relativ schnell klar. Für uns war dann die Frage, ob der Kunde gerne umdenken möchte und die Produkte, die er normalerweise im Laden kauft, auch bereit ist online zu kaufen. Aus dieser Sicht haben wir dann etwas ausgeholt und natürlich mehr Onlinewerbung gemacht, den Pick Up angeboten und sind definitiv mehr und aktiver in der Kundenbetreuung per Telefon und E-Mail geworden. Was sich alles sehr positiv ausgewirkt hat.
 

Ein Blick in die Glaskugel: Was wird die Krise mit der Wirtschaft und somit mit euch machen?
Für den Moment ist das noch ein wenig zu früh, um eine Antwort zu finden. Ich glaube, die Wege, auf denen die Ware ihren Weg zum Kunden findet, müssen sich etwas neu orientieren – nebst dem nun äusserst wichtigen Onlinehandel. Es ist jetzt wichtig, die Ohren offen zu halten und abzutasten, was die Kunden gerne möchten oder sich wünschen. Das wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Die allgemeine Wirtschaft wird sich aus meiner Sicht wahrscheinlich etwas verlangsamen, weniger Wachstum, bewussteres Konsumverhalten, um es vorsichtig auszudrücken. Aber darin liegen natürlich auch Chancen, die sich ihren Weg bahnen werden. 

Schöne Momente sind derzeit selten. Gab es die dennoch?

Ja, vor allem am Telefon mit den Produzenten und den Kunden. Die sehr persönlichen Unterhaltungen waren irgendwie Zuversicht stiftend.

Wie kann man euch unterstützen?

Bei uns steht Sinngemäss im Mittelpunkt «Was lange hält, macht länger Spass». Also das nachhaltige Einkaufen. Und für all diejenigen, die Spass und Freude an nachhaltig orientiertem Konsum haben, können wir getrost ausgezeichnete Empfehlungen geben. 

Danke, Nikolas 💜

Slow Goods Zürich

Ab dem 11. Mai wieder geöffnet: Slow Goods im Zürich.

Slow Goods

Jetzt mal echt: Support Your Local Business!

Von Style am 8. Mai 2020 - 07:39 Uhr