Der ganz normale wahnsinn

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Kids und Job unter einen Hut bringen? Easy! Oder doch nicht?

10 Dinge, die ich daran hasse, Mutter eines Teenies zu sein

Sandra C. hat hier kürzlich eine Liste von zehn Dingen erstellt, warum sie froh ist, keine kleinen Kinder mehr zu haben. Da es im Leben immer zwei Seiten gibt, folgt hier nun der andere Part: Die Liste der zehn Dinge, welche die Familienbloggerin am Mutter-eines-Teenies-Sein hasst.
Mutter mit Teenager Familienblog Sandra C. Symbolbild
© GettyImages

Mutter eines Teenagers zu sein? Schön - aber auch anstrengend.

1. Die Morgen, an denen die Tochter mit schlechter Laune aufwacht. Also fast jeden Morgen. Ausser am Wochenende und in den Ferien. Da wacht sie am Mittag mit schlechter Laune auf.

2. Die abschätzigen Kommentare zu allem: Wie ich laufe (komisch), wie ich rede (noch komischer), wie ich esse (noch viel komischer), wie ich lache (am komischsten).

3. Die Zeit, die ich verliere, wenn ich auf ihren Social-Media-Kanälen kontrolliere, was sie macht. Ich habe schliesslich auch noch ein eigenes Social-Media-Leben!

4. Der Fakt, dass mein Social-Media-Leben massiv an Privatsphäre verloren hat, seit sie ebenfalls sieht, was ich poste. Manchmal vergesse ich das, und sie stellt dann Fragen wie: «Hast du gestern Abend zu viel Champagner getrunken?» (Nein, nur das eine Cüpli, das ich unüberlegterweise gepostet habe, ich schwör. Auch wenn ich dir keine Rechenschaft schuldig bin. Und es dich nichts angeht. Und überhaupt.)

5. Mehr oder weniger täglich gesagt zu bekommen, dass man eh null Ahnung von nichts hat – weder von Youtube noch davon, wieviel Zeit man ins Lernen investieren sollte, noch vom Gefühlsleben einer Dreizehnjährigen – ist nicht wirklich gut fürs Selbstbewusstsein.

6. Wenn sie denn mal nett zu mir ist, weiss ich nie, ob sies ernst meint, oder ob sie das Nett-Sein strategisch einsetzt, weil sie etwas von mir will.

7. Das Versorgen der sauberen Wäsche dauert doppelt so lang wie früher, weil ich immer zuerst schauen muss, wem was gehört. Und wehe, ich versorge mal was von ihr in meinem Schrank! Umgekehrt sehe ich etwas von mir, das in ihrem landet, nie wieder – vorausgesetzt sie hält es für einigermassen tragbar.

8. Irgendwie komme ich immer weniger gegen ihre rhetorische Gewandtheit und ihre Logik an. Und ärgere mich bereits beim Bezahlen der sauteuren Sneakers, dass ich mich wieder habe überreden lassen.

9. Der Versuch, meiner wichtigsten Pflicht als Elternteil nachzugehen, nämlich sie aufs Leben vorzubereiten, wird im besten Fall nicht ernst genommen und im schlechtesten gegen mich verwendet («Sicher ist Youtuber ein Beruf, und man kann huere viel Geld damit verdienen, und du glaubst nicht an mich, und du denkst immer, ich kann gar nichts, und du hast keine Ahnung von nichts und du redest komisch!»)

10. Mehr oder weniger täglich an die eigene Teenager-Zeit erinnert zu werden ist zwar manchmal schön und manchmal lustig, aber auch recht anstrengend, weil ich mehr oder weniger täglich das Gefühl habe, ich sollte meine Mutter anrufen und mich bei ihr entschuldigen!

Im Dossier: Alle Familienblogs von Sandra C.