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Eiskaffee war gestern

Cold Brew ist DAS Sommer-Getränk des Jahres

Wie es sein Name schon verrät, wird der Cold Brew im Gegensatz zum Eiskaffee kalt gebraut. Warum plötzlich alle so wild auf das In-Getränk sind und wie man es ganz einfach auch zu Hause zubereiten kann?

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Eiskaffee war gestern. Heute trinken wir selbstredend nur noch Cold Brew.

Style

Das Wort «Eiskaffee» ist wohl schon seit einiger Zeit aus dem Vokabular jeden Baristas geflogen, der etwas auf sich hält. Wer als Normalo trotzdem einen bestellt, wird schief angeguckt und mit der Phrase «Du meinst Cold Brew» verbessert. Okay ja, nehmen wir auch – Hauptsache kalt halt. Bei diesem Gedanken würde der eben erwähnte Barista wohl am liebsten über die Ladentheke springen und uns eines Besseren belehren. Denn: Kalt ist bei Kaffee eben nicht gleich kalt.

Bevor der Cold Brew seinen Weg in unsere Stamm-Coffee-Shops fand, war es völlig legitim einen Eiskaffee, oder hip auf englisch «Iced Coffee» zu bestellen. Der bestand ganz einfach aus abgekühltem Kaffee, ein paar Eiswürfeln und – wichtig – Milch. Pur trank den Eiskaffee fast niemand. Schuld daran sind dessen Säuren und Bitterstoffe, die der Kaffee beim Kaltwerden entwickelt. Wer den Kaffeegenuss zu Hause kreieren wollte, musste gleich mehrere Stunden warten, bis die gewünschte Ladung endlich abgekühlt war. Wenn es dann ENDLICH soweit war, musste man nach einigen Schlucken enttäuscht feststellen, dass auch die hinzugefügten Eiswürfel die Qualität des koffeinhaltigen Drinks nicht gerade verbesserten. Im Gegenteil. Die bittere Brühe war nun auch noch wässrig.

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Damit dieses traurige Szenario endlich ein Ende findet, begannen amerikanische Baristas bereits vor 10 Jahren den Kaffee kalt zu brauen – mit Erfolg. In den USA verbreitete sich der Cold Brew rasend schnell. 2015 sprang dann Starbucks auf die Trendwelle auf und verbreitete den Begriff auch hierzulande. Seither ist es für jedermann möglich, auch kalten Kaffee in einer hohen Geschmacksqualität zu geniessen.

Was zeichnet einen guten Cold Brew aus?

Das kalt erzeugte Getränk beinhaltet rund 70 % weniger Säuren und Bitterstoffe als sein heiss aufgegossenes Pendant. Je nach verfahren und Kaffeebohne kann dabei ein fruchtiger oder sogar schokoladiger Geschmack entstehen – das Hinzugeben von Milch ist bei einem guten Cold Brew, im Gegensatz zum Iced Coffee, schon fast zu schade.

Wie gelingt ein guter Cold Brew zu Hause?

Für einen richtig feinen kalten Kaffee brauchen wir eigentlich nur 100 Gramm Kaffeemehl, einen Filter und einen Liter Wasser. Zunächst kippen wir das Kaffeemehl in ein beliebiges Gefäss und geben das Wasser hinzu. Nachdem wir beides gut miteinander verrührt haben, stellen wir das Gefäss abgedeckt für rund 12 Stunden in den Kühlschrank. Nach der Verweildauer lassen wir den Kaffee durch einen Filter laufen, um ihn von dem überschüssigen Mehl zu befreien – und voilà, fertig ist unser homemade Cold Brew.
Easy, oder?

 

Von Denise Kühn am 29.05.2019
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