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Regel(mässiges) Unwohlsein

Beeinträchtigt die Hitzewelle unsere Periode?

Die Monatsblutung während einer Hitzewelle zu bekommen, kann für einige Frauen eine ganz schöne Zumutung sein. Aber wie hängen die Aussentemperatur und unsere Regel-Symptome eigentlich zusammen?

A partially melted red popsicle on a blue background

Habt ihr auch das Gefühl, eure Perioden-Symptome sind im Sommer schlimmer? Kein Wunder, die Chance, dass das tatsächlich der Fall ist, ist gar nicht mal so gering. 

Getty Images

Als wären die schweisstreibenden Temperaturen während einer Hitzewelle nicht schon anstrengend genug für unsere Körper, bekommen wir, wenns ganz dumm läuft, zusätzlich auch noch unsere Periode. Und zack, äussern sich die nervigen Symptome gleich noch viel ausgeprägter. Wer in den letzten Wochen von der Synthese zwischen Hitze und Periode betroffen war, der weiss vermutlich ganz genau, wovon wir reden. Beeinflusst der Sommer unsere Körper während der Periode denn tatsächlich? Wir klären auf.

 

In der Regel …

… sind wir müder

Ihr seid vor und während der Periode ohnehin schon schlapper als sonst? Kein Wunder, denn euer Hormonhaushalt spielt in dieser Zeit ganz schön verrückt. Vor allem die Progesteron-Produktion steigt in der zweiten Zyklusphase extrem an, dann rapide wieder ab – das kostet Energie. Hinzu kommt, dass wir bei der Monatsblutung mehr Wasser und vor allem mehr Eisen verlieren als sonst. Wenn es dann auch noch heiss ist, neigt unser Körper schnell zur Dehydrierung, die wiederum zu Müdigkeit und Erschöpfung führt.

… bekommen wir stärkere Kopfschmerzen

Wer hätte es gedacht? Auch an der Entstehung von Kopfschmerz sind oft unsere Hormone schuld. Wenn das Östrogen während der Periode ansteigt, erhöht sich somit auch der Serotoninspiegel – dadurch werden Kopfschmerzen zu dieser Zeit leider 2,5-mal wahrscheinlicher. Wenn unser Körper dann, wie in Punkt eins beschrieben, noch dehydriert, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Migräne noch mehr.

… können wir nicht schlafen

Mit dem Eintreffen der Blutung steigt unsere Körpertemperatur für gewöhnlich um 0,3 bis 0,5 Grad an. Was wir normalerweise kaum mitbekommen, wird bei Hitzewellen oft ziemlich unangenehm. Wir überhitzen und schwitzen schneller, was unseren Schlaf ganz schön negativ beeinflussen kann.

… sind wir aufgebläht und angeschwollen

Wie wir bereits gelernt haben, läuft die Produktion von dem Hormon Prostaglandine während der Periode auf Hochtouren. Das sorgt leider nicht nur dafür, dass unsere Gebärmutter ihre Schleimhaut erneuern kann, sondern hat auch zur Folge, dass sich unser Unterleib aufbläht. Aber die Hitze denkt sich so: Nö, reicht noch nicht. Die kann nämlich Wasseransammlungen ausserhalb unserer Blutgefässe entstehen lassen, was dann wiederum puffy Eyes und geschwollene Hände und Füsse verursacht.

… bekommen wir mehr Pickel

Kurz vor unserer Regelblutung steigt der Testosteron-Spiegel. Das begünstigt ohnehin schon Unreinheiten. Wenn wir dann auch noch schwitzen und sich der Schweiss auf unserer Haut mit Schmutz, abgestorbenen Hautzellen und Talg vermischt, verstopfen die Poren und bilden einen guten Nährboden für Pickel und Akne. 

Von Denise Kühn am 31. Juli 2019