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  4. Ariana Grande: Konzertabsage dank plötzlicher Allergie

Es kann uns alle treffen

Darum fiel Ariana Grande plötzlich aus

Am Wochenende musste die junge Sängerin aufgrund eines plötzlichen Allergieanfalls gleich zwei Shows in Folge absagen. Wir klären auf, was hinter der Erkrankung steckt und wieso immer mehr Menschen davon betroffen sind.

THE TONIGHT SHOW STARRING JIMMY FALLON -- Episode 0862 -- Pictured: Singer Ariana Grande performs "No Tears Left To Cry" on May 1, 2018 -- (Photo by: Andrew Lipovsky/NBC)

Eigentlich hatte die Sängerin geplant bis einschliesslich Oktober auf Tour zu sein. Zwei Termine musste sie jetzt allerdings platzen lassen.

NBCU Photo Bank via Getty Images

Ariana-Grande-Anhänger aus Tampa und Orlando mussten am Wochenende stark sein. Aufgrund einer plötzlichen Erkrankung musste die Sängerin beide geplante Shows im Rahmen ihrer Sweetener World Tour absagen. In ihrer Instagram-Story teilte die «7 Rings»-Sängerin mit, dass sie sich «unglaublich krank» fühle und über die Absage «am Boden zerstört» sei. Warum sich die 25-Jährige plötzlich so schlecht fühlte, blieb zunächst unklar.  

Nur 24 Stunden später konnten Ari und ihre Fans aufatmen – Schuld an dem Ganzen war eine allergische Reaktion auf Tomaten. Eine Unverträglichkeit, die der Sängerin ganz neu ist. Laut ihrem Instagrampost fühlte sich ihr Rachen an, als würde sie «einen Kaktus schlucken». Autsch.

Woher kommen plötzliche Neu-Allergien?

In Grossbuchstaben machte sich Ariana in dem Beitrag darüber Luft, wie empört sie über ihre neue Unverträglichkeit ist: «Als italienische Frau in ihren Mittzwanzigern gibt es nichts Unfaireres, als eine Tomaten-Allergie zu entwickeln.» Pizza und Pasta mit Tomatensosse sind für die Sängerin mit italienischen Wurzeln in Zukunft trotzdem wohl wirklich erstmal Tabu. Aber wie kommt es, dass man im Alter von 25 plötzlich eine neue Allergie entwickelt? Fakt ist, dass es jederzeit, jedermann treffen kann. Das Immunsystem wird über Jahre mit einer bestimmten, eigentlich unbedenklichen Substanz so gereizt, dass der Körper auf einmal Antikörper entwickelt und es zu einer Unverträglichkeit kommen kann.

Allergieerkrankungen nehmen zu

Die Zahlen der Allergieerkrankten nehmen auch in der Schweiz zu – das verriet Dr. Georg Schäppi, Geschäftsleiter des aha! Allergiezentrums Schweiz der Migros-Impuls. 1900 lag die Zahl der Betroffenen noch bei einem Prozent. Heute leidet rund ein Viertel bis ein Drittel der Schweizer darunter. Für Schäppi ist vor allem die Änderung unseres Lebensstils an der drastischen Zunahme schuld. Dazu gehören die immer weiter ansteigende Umweltverschmutzung und die ständige Schonung unseres Abwehrsystems. Immerhin versuchen wir Bakterien, Viren und Parasiten so gut es geht von unserer Nahrung fernzuhalten. Aber auch exotische Lebensmittel können Allergien hervorrufen. Kiwis, Bananen, Sesam oder Curry, die über die letzten Jahrzehnte in fast jedem Supermarkt Einzug hielten, können aufgrund ihrer unbekannten Inhaltsstoffe schnell zum Auslöser einer Allergie-Attacke werden. Bei regionalen Produkten ist die Gefahr weniger hoch.  

Von Denise Kühn am 3. Juni 2019