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«Man muss sich Zeit nehmen»

Rihanna gönnt sich Auszeiten

Musiker, Beauty-Mogul, Unterwäsche- und neu auch High-Fashion-Designerin – keine Frage, das Leben vom selbsternannten Badgal ist ganz schön vollgepackt. Wieso sie jetzt öfter mal die Notbremse zieht?

PARIS, FRANCE - MAY 23: Rihanna attends the Fenty Exclusive Preview  on May 23, 2019 in Paris, France. (Photo by Aurelien Meunier/Getty Images For Fenty)

Rihanna, 31, bei der exklusiven Preview ihres Labels Fenty.

Getty Images For Fenty

Bei Rihanna weiss man eigentlich gar nicht so richtig wo man anfangen soll. In der Barbadierin schlummern nämlich so viele Talente, dass man nur schwer mitkommt. Neben ihrem Erfolg in der Musikbranche startete sie 2018 zudem eine erfolgreiche Beauty-Linie und lancierte im selben Jahr noch mal eben einen Unterwäsche-Brand. Als wären drei Berufszweige nicht bereits genug, schnappte sich Riri jetzt auch noch einen Mega-Vertrag bei der Luxusgüter-Gruppe LVMH und gründete das Ready-to-Wear-Label Fenty.

Dass bei all ihren Nebenbeschäftigungen langfristig die Musik auf der Strecke bleibt, haben wir ja schon gemerkt. Ihr letztes Studioalbum «Anti» ist immerhin schon drei Jahre alt. Kein Zufall. Im Interview mit ihrer «Oceans 8»-Kollegin Sarah Paulson gestand das Multitalent jetzt, dass sie sich inzwischen bewusst Auszeiten nimmt.

«Erst in den letzten paar Jahren wurde mir klar, dass man sich Zeit nehmen muss, weil unser geistiger Zustand stark davon abhängt. Wenn man nicht glücklich ist, wird man es auch nicht, nur weil man Dinge tut, die man liebt.»

Um sich in ihrem straffen Terminkalender ab und zu Zeit für sich selbst einzubauen, blockiert die 31-Jährige bereits im voraus bestimmte Termine mit einem «P», für persönlich. Im Interview verriet sie, dass das aber gar nicht mal so gut funktioniert, wie sie es gerne hätte: «An solchen Tage werde ich tatsächlich immer noch belästigt, E-Mails zu beantworten ist aber auch an meinen freien Tagen gerade noch okay für mich.»

Die rare Freizeit hat sich Rihanna aber auch wohl verdient, denn wenn sie arbeitet, dann so richtig. «Ich lasse Dinge nicht einfach liegen. Ich bin meist den ganzen Tag Meetings. Wenn diese dann gegen 1 oder 2 Uhr morgens verlasse, gehe ich mit einer kleinen Gruppe von Mitarbeitern nach Hause und arbeite dort noch mal bis 5 oder sogar 7 Uhr morgens weiter», so der Workaholic. 

Nur logisch, dass selbst die taffe Riri dieses Tempo nicht mithält. Wer jetzt aber denkt, dass sie sich an ihren freien Tagen im Luxus-Spa den Kopf frei massieren lässt, liegt falsch. Für einen Superstar wie Rihanna bedeutet eine Auszeit schon, dass sie mal ganz einfachen, alltäglichen Sachen nachgeht: «Ich mache aus kleinen Dingen grosse. Ich geniesse es zum Beispiel Lebensmittel einzukaufen oder einfach nur spazieren zu gehen. »

Statt – wie noch vor Kurzem – jeden Tag wilde Partys zu feiern und vom Atelier direkt ins Tonstudio zu rennen, konzentriert sich das vermeintliche Badgal jetzt also mehr auf ihre mentale Gesundheit. Auch, wenn wir dadurch schweren Herzens noch etwas länger auf das langersehnte, nächste Studioalbum warten müssen – Riri, du hast dir die Ruhe verdient.

Von Denise Kühn am 15. Juni 2019