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Nüchtern betrachtet

So kommen wir ohne Alkohol durch die Festtage

Nüchtern durch die Vorweihnachtszeit zu kommen, ohne sich komplett von der Gesellschaft abzuschotten, erscheint fast unmöglich. Wer sich trotzdem für die Challenge entscheidet: Wir liefern gern ein bisschen Hilfestellung.

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Es muss nicht immer Glühwein sein: Durch die Weihnachtszeit kommt man auch mit Tee oder Punsch. 

Getty Images/Cultura RF

Okay, lasst uns ein kurzes Assoziationsspiel spielen: Was fällt euch als erstes ein, wenn ihr an Weihnachten denkt? Wir wetten, Glühwein, Eierpunsch oder heisse Schoggi mit Schuss kommen irgendwo unter den Top 5 vor. Richtig? Gerade im Dezember ist Alkohol allgegenwärtig und gesellschaftlich nicht nur akzeptiert, sondern beinahe vorausgesetzt. Wer sich dieser Erwartung entziehen will, muss mit jeder Menge dummer Kommentare, ständigen Überredungsversuchen und Gerüchten um eine mögliche Schwangerschaft rechnen. Natürlich ist das wahnsinnig kindisch, niemand sollte einen Grund brauchen, um nüchtern zu bleiben – durch muss man da aber trotzdem. Nur nicht die Flinte ins Korn werfen. Mit unserem Masterplan klappt es mit dem trockenen Dezember. 

Vorbereitung ist alles

Wer beim gemütlichen Abend mit Freunden auf Leitungswasser zurückgreifen muss, der knickt schnell ein. Dabei könnte es so einfach sein: Punsch macht sich wunderbar als Glühwein-Alternative, heisse Schoggi schmeckt auch ohne Rum und alkoholfreie Weihnachtscocktails sind genauso leicht gemixt wie solche mit Prozenten. Beim ersten Mal muss man vielleicht noch selbst an Zutaten und Rezept denken. Schmeckt die Mischung, kann man aber vielleicht sogar die Freunde überreden, für einen Abend nüchtern zu bleiben. 

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Party? Ja, aber mit Plan

Selbst wenn man den Weihnachtsmarkt ausfallen lässt, um nicht in Versuchung zu kommen: Im Dezember reiht sich eine Feierlichkeit an die Nächste. Die Feier vom Büro, das Dinner der besten Freunde, das Festessen an Heiligabend und die rauschende Party an Silvester – drücken kann man sich nicht vor allem. Und das muss auch gar nicht sein! Wichtig ist allerdings Unterstützung: Im Optimalfall verzichtet ihr nicht alleine auf Alkohol. Ist ein Freund dabei, der es euch gleich tut, wird alles einfacher. Ausserdem solltet ihr euch auf keinen Fall zwingen, bis zum Schluss «durchzuhalten». Ihr geht, wann ihr möchtet, fühlt euch deswegen nicht schuldig und freut euch stattdessen auf den nächsten Morgen. Während allen anderen der Schädel brummt, fühlt ihr euch nämlich frisch wie ein Frühlingsmorgen. 

Beschäftigung is Key

Wer sich das Trinken spart, hat plötzlich Zeit (und Geld!) für Neues. Und die sollte man nutzen. Etwa um kreativ zu werden und Weihnachtskarten für seine Lieben zu gestalten, einen Türkranz zu binden oder die Geschenke in diesem Jahr besonders liebevoll zu verpacken. Oder um mal etwas Neues auszuprobieren: Immer häufiger werden in grösseren Städten «Sober Events» angeboten, die ganz gezielt auf Alkohol verzichten. Die Bandbreite reicht von Bar-Abenden bis zu Day Raves, es ist also für jeden etwas dabei. Termine gibt es zum Beispiel hier

Stolz zeigen

Ja, es kann in der Vorweihnachtszeit manchmal so wirken, aber: Eine Zeit lang (oder für immer) auf Alkohol zu verzichten, ist nie eine schlechte Entscheidung, sondern etwas, auf das man stolz sein darf. Es tut der Gesundheit gut, wir geben unserer Leber die Möglichkeit, sich zu erholen, sparen uns jede Menge Hangover und haben umso mehr Zeit, für unsere Lieben da zu sein. Also auch, wenn ihr mit der 14. Insta-Story mit dem Hashtag #soberdecember» alle wahnsinnig nervt: Go for it! 

Von Malin Mueller am 06.12.2019
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