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  4. Arbeiten im Sitzen: So tun wir leicht etwas für unsere Gesundheit

Runter vom Stuhl

Was passiert, wenn wir den ganzen Tag nur sitzen

Hallo, ihr fellow Schreibtisch-Nutzer, die ihr den Grossteil eures Tages auf eurem Allerwertesten sitzend verbringt. Habt ihr euch schonmal gefragt, wie sich eure Routine auf eure Gesundheit auswirkt? Auch, wenn man es nicht hören will: Wissen sollte man es trotzdem.

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Lieber faulenzen als sich zu bewegen? Auf lange Sicht geht das mit mehr Schmerzen einher. 

Instagram/juliaadang

10’000 Schritte am Tag. Das ist die täglich empfohlene Schrittzahl für einen Erwachsenen, um gesund und fit zu bleiben. An einem regnerischen Tag im Home Office, an dem sich unsere Laufwege auf die Strecken zwischen Bett, Esstisch und Couch beschränken, sind wir allerdings schon stolz auf 1’000. Ja, das ist traurig. Aber auch gefährlich?

Schön gemütlich? Nicht mehr lange. 

Machen wir es kurz: ja. Ist es nämlich so: Muskeln werden stärker, wenn wir sie trainieren. Dazu reicht im eigentlichen Sinne schon das blosse Anspannen. Umgekehrt «vergessen» sie, wie sie funktionieren, wenn wir sie nicht gebrauchen.

Hängen wir also den ganzen Tag entweder vor dem PC-Bildschirm und/oder alternativ vor der neuesten Staffel von «Selling Sunset» auf dem Sofa, sind bestimmte Muskeln an unserem Körper angespannt, einfach um die sitzende Position zu ermöglichen: diejenigen, die unsere Knie und unsere Hüften beugen, und diejenigen, die unsere Wirbelsäule aufrecht halten (damit wir nicht einfach auf den Tisch fallen). Po, Oberschenkel und die oberen Rückenmuskeln entspannen hingegen den ganzen Tag und schalten ab. Übertreiben wir es, vergessen sie irgendwann, wieder anzuschalten. Und bevor ihr jetzt denkt, «ha, soweit ist es bei mir noch lange nicht» – die Symptome äussern sich durch Rückenschmerzen, Verspannungen am Nacken und allgemein steife Muskeln. Na, kommt euch das bekannt vor?

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Mit Sport bekämpfen?

Nun wissen wir ja alle: Bewegung ist gut und die Lösung für eine ganze Menge Probleme. Die sich anbahnenden Rückenschmerzen von jetzt auf gleich mit einem 10-Kilometer-Lauf oder einem intensiven HIIT-Training bekämpfen zu wollen, ist trotzdem nicht so schlau. Unsere Muskeln sind überfordert, denn sie haben ziemlich lange nicht mehr so viel Arbeit leisten müssen. Plötzlich die Knie durchdrücken zu müssen oder mit einem geraden Rücken zu trainieren? Längst vergessen, wie das geht. Die ungewohnten Bewegungen erhöhen die Verletzungsgefahr beim Sport. Falls wir doch heil davon kommen, bedankt sich unser Körper im Anschluss mit Schmerzen – einfach an anderen Stellen als sonst. Beides nicht unbedingt etwas, das wir hören wollen, wenn wir uns endlich mal vom Sofa aufraffen.

Bitte ruhig bleiben

Nun die gute Nachricht: Es ist noch nicht alles verloren. Der menschliche Körper ist zum Glück in der Lage, sich ziemlich schnell anzupassen, wenn wir unsere Gewohnheiten ändern. Und um gegen die Rückenschmerzen und Verspannungen anzukämpfen, wollen wir vor allem eines: Eine gleichmässige Verteilung von Muskeln am ganzen Körper. Sitzen wir also üblicherweise den ganzen Tag, versuchen wir nach dem Arbeiten zu stehen. Sind unsere Finger acht Stunden lang über einer Tastatur gebeugt, tut es ihnen gut, sie den Tag über immer mal wieder durchzustrecken. 

Um anzufangen, dem steifen Körper auch mit Bewegung entgegenzuarbeiten, bieten sich deshalb gerade zu Beginn eher leichte Sportarten an. Lange Spaziergänge, Walking, Yoga für Einsteiger. So lernen alle unsere Muskeln wieder, dass sie einen Sinn und Zweck erfüllen – und sind dann bald bereit für die erste Joggingrunde, versprochen.

Von Malin Mueller am 24.06.2020
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