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Wirksamer Duft in der Luft

Wie uns ätherische Öle in Stimmung bringen

Von ätherischen Ölen lassen wir uns gerne an der Nase herumführen: Sie lösen Spannungen, steigern unser Selbstbewusstsein und hieven uns direkt auf Wolke Sieben. Doch welches Öl sorgt für welche Stimmung? Und wie soll man es anwenden? Wir klären auf.

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Die kostbaren ätherische Öle unterstützen unser Wohlbefinden.

Getty Images/EyeEm

Ein Fläschchen voller Glück, Kraft und ganz viel Entspannung. Klingt nach Zauberei? Nicht unbedingt, die Rede ist von ätherischen Ölen, den kleinen Wundermitteln, an denen man nur riechen muss, um sich gleich wie neu geboren zu fühlen. Sinnlichkeit, Selbstbewusstsein und Geborgenheit? Alles eine Frage des Aromas. Oder sucht ihr vielleicht die «göttliche Essenz»? Auch die haben wir im Angebot.

Bevor es losgeht: Vorsicht vor Nebenwirkungen

Vorab aber noch einige Insider-Infos. Ätherische Öle sind keine herkömmlichen Öle, wie wir sie kennen. Es handelt sich um hochkonzentrierte, pflanzliche Essenzen, die aus Blüten, Blättern, Stielen und Rinden hergestellt werden. Schreibt euch das besser hinter die Ohren, denn der Effekt dieser Essenzen ist nicht zu unterschätzen.

Die Aromen können kräftige Nebenwirkungen wie Husten, Hautreiz, Übelkeit und Schwindel hervorrufen. Fragt deshalb beim Kauf der Öle lieber zweimal nach, was wirklich hinter dem angepriesenen Aroma steckt. Dann könnt ihr dann mit einer kleinen Dosierung anfangen und ausprobieren, ob ihr den Duft vertragt. Verwandelt er euch in die Ruhe selbst? Test bestanden, Dosierung erhöhen. Dreht es euch beim Einatmen den Magen um? Nase weg vom Fläschchen!

3, 2, 1, schnuppern

Wenn der Duft passt, habt ihr verschiedene Anwendungsmöglichkeiten. Ihr könnt euch das Öl aufs Kopfkissen, Taschentuch oder in eine Öllampe träufeln. Sogar einnehmen kann man das Zeug, aber klärt unbedingt vorher ab, welche Auswirkungen es auf euren Körper haben kann. Die wohl beliebteste Variante ist, die Öle für eine Massage oder als Parfüm zu verwenden. 

Rosenöl

Die Rose ist nicht umsonst die beliebteste Blume am Valentinstag, sie ist die Königin der Verführung. Dank der aphrodisierenden Wirkung zieht sie jeden in ihren Bann, lindert Nervosität und fördert einen erholsamen Schlaf. Und als ob das noch nicht genug wäre, schenkt uns Rosenöl zusätzlich sinnliche Stunden: Als Massageöl wirkt es entzündungshemmend und beruhigend für die Haut.

Pfefferminzöl

Minze sorgt nicht nur für einen frischen Atem, sondern steigert als ätherisches Öl unsere Konzentration. Das erfrischende Aroma holt uns nach einem richtig gutem Zmittag aus dem Nachmittagstief und löst sogar Verdauungsprobleme. Ausserdem erinnert ihr euch bestimmt, wie Mama euch in der Kindheit einen starken Duft auf die Brust gerieben hat, wenn ihr mal wieder erkältet wart. Richtig, das war wahrscheinlich Pfefferminzöl, das den Schleim in der Nase gelöst und freie Atemwege geschaffen hat. 

Bergamotteöl

Wenn ihr Bergamotteöl schnuppert, dann schiesst das Selbstbewusstsein in unbekannte Sphären. Der Duft vermittelt uns mentale Stärke und lässt uns so selbstsicher wirken wie Kanye West. Dabei kann auch dieses Öl für pures Relaxing sorgen, denn dank seiner entkrampfenden Wirkung ist es das perfekte Massageöl.

Vanilleöl

Diese Geschmacksexplosion im Hirn, wenn wir Vanille riechen – da kommen wir doch direkt in Backstimmung. Automatisch fühlen wir uns wohl und geborgen – aber das hat nicht nur mit dem Gedanken an Vanilleguetzli zu tun. Tatsächlich wirkt Vanilleöl stresslindernd und befriedigt unsere innere Lust nach Süssigkeiten. So kann es übrigens Heisshungerattacken dämpfen, denn allein mit dem Einatmen des Aromas ist unser Hunger nach Milchschoggi gestillt.

Sandelholzöl

Dieses Öl wird nicht selten «göttliche Essenz» genannt – und das mit gutem Recht! Es soll unseren Geist öffnen, innere Konflikte lösen und unsere allgemeine Stimmung heben. Aber es kommt noch besser: Der Duft löst Krämpfe und hat eine antiseptische Wirkung. Unser Anwendertipp: Auf ein Taschentuch etwas Öl träufeln und während der Periode öfters mal dran schnuppern - so werden selbst die verkrampftesten Zeiten erträglich.

Von Lara Zehnder am 18.10.2019