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Pille abgesetzt, und jetzt?

«Ich ertrug mein neues Ich nicht»

Die Pille erst absetzen und sie dann doch wieder einnehmen? Für Redaktorin Malin Mueller war das die beste Lösung. Wieso, weshalb, warum schreibt sie hier.

Pille_Malin

Nachwirkung nach dem Pillenabsetzen: Redaktorin Malin Müllers Hunger war eingedämmt.

Pauline Broccard

Auch Redaktorin Malin Mueller hat die Pille abgesetzt, war von den Veränderungen aber ganz und gar nicht begeistert. Was für ihre Kollegin Carolina ein Segen war, entpuppte sich für Malin als Leid. Mehrmals hat sie versucht, sich von der Hormontablette endgültig zu lösen. Geklappt hat es aus folgendem Grund letztendlich nicht …

«Mit 16 und zeitgleich mit meinem ersten Freund bekam ich von meiner Frauenärztin die Pille verschrieben. Darüber, dass sich in der kleinen weissen Kugel eine wahre Hormonbombe verbirgt, wurde damals nicht gesprochen.

10 Jahre später sah das schon etwas anders aus. In Eigenregie setzte ich die Pille ab. Nicht nur der Hormone wegen – da ich bereits Jahre lang mit einer Frau zusammenlebe, ist auch Verhütung kein Thema mehr für mich. Passieren tat erst einmal: gar nichts. Lediglich mein Hungergefühl wurde etwas eingedämmt, da wollte ich mich nicht beschweren.

Nach einigen Monaten machte sich allerdings meine Haut bemerkbar. Neuland für mich, denn durch meine gesamte Pubertät bin ich quasi pickelfrei gekommen. Plötzlich sah ich am Kinn, an der Stirn und vor allem am Rücken aus wie das nächste Clearasil-Model. Ich ertrug mein neues Ich etwa ein Dreivierteljahr. Dann erlitt ich einen «Rückfall» wie ein Junkie.

Das Gleiche wiederholte sich ein Jahr später: Wieder Clearasil-Model, wieder Rückfall. Heute nehme ich die Hormone wieder regelmässig, aber widerwillig. Und bin für jeden Tipp dankbar, mit dem es beim dritten Anlauf endlich klappen könnte.»

Von Malin Mueller am 16.04.2019