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«Nachgefragt» bei Autorin Leoni Hof

Keine Angst vorm Älterwerden!

In «Das neue 40: Alles kann, nichts muss» schreiben die Zürcherinnen Priska Amstutz und Leoni Hof, warum es sich lohnt, die 40er-Marke zu knacken. Uns steht Leoni Hof im «Nachgefragt» Rede und Antwort.

«Das neue 40»-Autorinnen Priska Amstutz, Leoni Hof

Die Co-Autorinnen Priska Amstutz (l.) und Leoni Hof.

Mirjam Kluka/Knesebeck Verlag

Style: Worauf freuen Sie sich in der nächsten Woche besonders?
Leoni Hof: Tatsächlich haben meine Co-Autorin Priska Amstutz und ich gerade ein Dauergrinsen im Gesicht. Unser Buch «Das neue 40: Alles kann, nichts muss» ist soeben erschienen. Wir sind stolz auf uns und auf die Frauen, die so offen und wahrhaftig von sich erzählten. Dieses Projekt hat uns im vergangenen Corona-Sommer immer wieder Mut gemacht. Nun hoffen wir, dass viele Leserinnen genau den daraus schöpfen. 

Der schönste Ort der Schweiz ist ...
Schon mich auf den schönsten Ort Zürichs festzulegen, fällt mir schwer. Ich nenne einige: auf der Massageliege in der Frauenbadi, vor einem Glas Lambrusco in der Bar Sacchi oder bei 38 Grad im Bachbett des Werenbachtobels. Andere liebste Plätze in der Schweiz sind das Muzeum Susch oder Schloss Tarasp im Engadin. Diesen Sommer will ich herausfinden, ob in Quinten wirklich Kiwis wachsen und wo es im Tessin besonders schön ist.

Unsichtbar für einen Tag! Was würden Sie machen?
Ganz nah an einen schönen Fremden ranhocken.

Vor was haben Sie Angst?
Dass uns Empathie und Menschenverstand verlorengehen, die Vision Europa scheitert oder mein Kind vor mir stirbt. 

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Womit vertreiben Sie sich momentan am liebsten die Zeit Zuhause?
Die Sandalen aus dem Keller zu holen und schon mal einzulaufen. Ich hasse den Winter.

Worauf freuen Sie sich, wenn Sie wieder uneingeschränkte Bewegungsfreiheit haben?
Irgendwo anzukommen, wo ich noch nie war. Und auf Ibiza, London, Wien. 

Ihre schönste Kindheitserinnerung?
Ist wild und frei. Ich bin auf dem Land grossgeworden. War Bandenchefin, wir kletterten auf Bäume, hatten blaue Knie und sonnenverbrannte Nasen. 

Wofür haben Sie Ihren ersten Lohn ausgegeben?
Mit 8 schrieb ich «Eine Fliege in der Suppe». Diese höchst vorhersehbare Kurzgeschichte wurde auf der Kinderseite des Lokalblatts gedruckt. Ich bekam dafür 10 Mark. Angelegt habe ich die in Sammelbildchen, Spaghetti-Eis und Leuchtbänder. 

Was ist Ihre Lieblingsspeise?
Frankfurter Grie Soss – im Original mit Petersilie, Schnittlauch, Sauerampfer, Borretsch, Kresse, Kerbel und Pimpinelle.

Meer oder Berge?
Bitte beides.

Analog oder digital?
Im Analogen werden alle unsere Sinne angesprochen. Ich will etwas anfassen, riechen, schmecken. Digital wird meine Neugier prompt befriedigt. Ich kann mit einem Klick auf Informationen, Filme, Musik zugreifen. Was ich liebe. Zum Leben gehört aber auch das Aushalten von Wartezeiten, Langeweile und Ungewissheit. Ich verbringe gern mehr Zeit im Analogen als im Digitalen. Lesend sowieso. Irgendwer sagte mal: «Comparing print and digital is like comparing a real kiss with a virtual one. We all know which is best.»

Heimisch oder exotisch?
Mir gefällt, im Bekannten das Fremde zu entdecken und im Fremden das Bekannte. Vielleicht lebe ich drum in einem Land, das gar nicht weit von meinem Heimatland weg ist und doch in vielem ganz anders tickt.

Netflix oder Kino?
Kino. Der Sound meines uralten Fernsehers ist miserabel, ausserdem sitze ich gern auf Plüsch. 

Süss oder herzhaft?
Denken Sie an in Honig gestippten Käse, grantelnde Dreijährige oder Rüschen zur Lederjacke. Das eine macht das andere erst erträglich.

Danke 💜

Von Carolina Lermann am 20.03.2021
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