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Wir tauen auf

Woher kommen eigentlich Frühlingsgefühle?

Seit dem 20. März ist der Frühling offiziell eingeläutet. Und wir spüren ihn auch schon. Aber woran liegt das überhaupt?

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Frau mit Blumen

Wir tauen langsam auf – im Frühling.

Getty Images/EyeEm

Wir wachen morgens auf und es ist hell, die Vögel zwitschern und beim Warten aufs Tram frieren wir uns endlich nicht mehr den Allerwertesten ab. Hach, wie lange haben wir auf diesen Moment gewartet. Im Frühling tauen wir auf. Aber ist unsere Laune wirklich so leicht zu beeinflussen? Reichen ein paar Grad mehr und ein bisschen Licht wirklich aus, um uns besser zu fühlen?

Klingt banal, ist aber tatsächlich so. Unser vom Winter geschundener Körper erfährt durch den Frühling eine Art Regenerationsphase. Das liegt vor allem an unseren Hormonen. Dabei spielt Melatonin die grösste Rolle. Die Ausschüttung wird von unserem Gehirn gesteuert und beeinflusst unseren Tag-Nacht-Rhythmus. Im Winter, wenn die Nächte länger sind – sprich es einfach länger dunkel ist als im Frühling – produziert das Gehirn auch mehr von dem Schlafhormon. Das Problem dabei ist, dass wir dadurch auch tagsüber müder sind. Sobald die Nächte kürzer werden, schüttet das Hirn auch wieder weniger Melatonin aus. Nur logisch also, dass wir uns jetzt viel wacher fühlen. 

Good vibes (and hormones) only

Das ist aber noch nicht alles. Durch das Sonnenlicht wird zusätzlich mehr Serotonin ausgeschüttet. Ebenfalls ein Hormon, das unsere Laune beeinflusst. Der Glücklichmacher, der übrigens auch in den bösen, künstlichen Stimmungsaufhellern enthalten ist, hebt an sonnigen Tagen das Gemüt. 

Bei euch sind die Frühlingsgefühle noch nicht so ganz in Gang gekommen oder ihr möchtet sie schlichtweg verstärken? Ein morgendlicher Spaziergang oder eine Runde Joggen durch den Park wirken Wunder. Generell gilt: Je mehr Licht wir am Tag abgekommen, desto wacher (und happier) sind wir. Der Kampf um den Fensterplatz im Büro lohnt sich also. 

Von Denise Kühn am 23. März 2022 - 09:00 Uhr