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So hart ist es wirklich

Der Zuckerverzicht à la Jennifer Lopez im Selbsttest

Radikal auf Zucker verzichten? J.Lo hat uns via Instagram zehn Tage lang an diesem Experiment teilhaben lassen. Wie schwer ist dieser Entzug wirklich – und was bringt er überhaupt? Lia Haubner hats ausprobiert.

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Muss man bei so einem Körper wirklich noch auf Zucker und Kohlenhydrate verzichten?

Instagram /jlo

Jennifer Lopez und Boyfriend Alex Rodríguez verzichteten kürzlich zehn Tage lang auf Zucker und Kohlenhydrate. Nicht aus Spass, nein, J.Los Personal Trainier Dodd Romero hatte ihr die Diät als Vorbereitung für ihren nächsten Film – alle Details sind natürlich noch streng geheim – empfohlen. Weil die 49-Jährige schon seit Jahren regelmässig trainiert und auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achtet, kam ihr die neue, anspruchsvollere Herausforderung sogar noch recht. Auf Instagram animierte das Power-Couple seine Follower dazu, die Zero-Sugar-Diät ebenfalls auszuprobieren, und gab während der gesamten zehn Tage regelmässig Status-Updates. Am neunten Tag postete die «Jenny from the Block»- Sängerin dieses Foto:

Sieht so aus, als würde sich die Challenge auszahlen. Aber wie hart ist die Zero-Sugar-Diät wirklich? Zu Gast in der US-amerikanischen Talkshow «Ellen» verriet J.Lo, dass sich gerade zu Beginn heftige Nebenwirkungen bemerkbar machten. Sie gab zu: «Es war wirklich hart. Es plagen dich nicht nur Kopfschmerzen, du fühlst dich auch noch so, als würdest du in einer anderen Realität oder einem anderen Universum leben.» Entzugserscheinungen? Ähm, JA: «Du bist nicht mehr du selbst. Du realisierst, dass du wirklich abhängig von Zucker bist. Ich dachte die ganze Zeit nur: 'Wann kann ich endlich wieder Zucker haben?!'»

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Was bringt der Zucker-Verzicht?

Lia Haubner, freie Journalistin und Editorial Director beim I Love You Magazine, hat den Entzug ebenfalls hinter sich. Im Gegensatz zu Jennifer Lopez und Alex Rodríguez, hat sie die Challenge sogar ganze zwölf Wochen durchgezogen. Warum? Immer wiederkehrende Migräne-Anfälle. Der Deal, mit den Süssigkeiten auch die Kopfschmerzen los zu sein, klang anfangs gut: «12 Wochen ohne Zucker, dazu wenig Kohlenhydrate. Klingt doch machbar, dachte ich. Immerhin griff ich generell lieber zu salzigen statt zu schokoladigen Snacks.» Das böse Erwachen folgte dann schon beim ersten Einkauf:

«Ich checkte akribisch die Zutatenliste meiner bisherigen Lieblingsprodukte – und tatsächlich versteckte sich Zucker quasi überall. Sogar in Vollkornbrötchen!»

Nachdem die 30-Jährige ihre Favourites schweren Herzens aus ihrem Speiseplan eliminierte und die Diät ganze sechs Wochen durchgehalten hatte, folgten die ersten Ergebnisse. «Normalerweise hatte ich mindestens alle sieben Tage einen Migräneanfall, der sich zuverlässig zum Wochenende ankündigte. Mit dem Start der Zuckerfrei-Challenge war ich so lange schmerzfrei wie nie.» Und es machten sich weitere positive Veränderungen bemerkbar: «Mein Hautbild, das relativ unproblematisch ist, aber immer mal mit kleine Unreinheiten nervte, wirkt dazu frischer. Die größte Veränderung in meinem Alltag war das Verschwinden des Kurz-vor-Feierabend-Tiefs: Normalerweise kam ich so hungrig und müde zu Hause an, dass ich das Gefühl hatte, in Ohmacht zu fallen, wenn ich nicht sofort mit Zucker oder wenigstens Kohlenhydraten gegensteuere. Jetzt war ich zwar immer noch hungrig, hatte aber nicht mehr mit meinem Kreislauf zu kämpfen.» 

Die knallharte Ernährungsumstellung – kein Zucker, keine Kohlenhydrate – zog Lia insgesamt tatsächlich zwölf Wochen lang durch. Inzwischen achtet sie einfach darauf, so wenig unnötigen Industriezucker wie möglich zu sich zu nehmen. Ihr Fazit:

«Langfristig geht es darum, eine gesunde Balance zu finden. Die 12-Wochen-Challenge kann ich allerdings jedem empfehlen!»

Von Denise Kühn am 20. Februar 2019