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Häufiges Hicksen

Das hilft, wenn Babys Schluckauf haben

Schluckauf bei Babys ist häufig und in der Regel verursacht das Hicksen keine Schmerzen. Doch wie kommt es überhaupt dazu und was hilft, wenn der Schluckauf über eine längere Zeit nicht verschwinden will?

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Das hilft, wenn Babys Schluckauf haben

Bei Babys kann es vorkommen, dass sie täglich Schluckauf haben.

Getty Images

Schluckauf kennen alle Menschen. Doch während Erwachsene nur gelegentlich hicksen und der Schluckauf meist rasch wieder verschwindet, haben viele Babys täglich solche Hicks-Attacken. Die gängigsten Ursachen dafür sind jedoch bei Kindern und Erwachsenen dieselben:

  • zu schnelle Nahrungsaufnahme
  • zu kaltes oder zu warmes Essen oder ein schneller Wechsel zwischen kalter und warmer Nahrung
  • Verschlucken von Luft während des Trinkens
  • psychische Faktoren wie Angst, Aufregung oder Stress
  • starkes Schreien, Weinen oder Lachen

Sie können dafür sorgen, dass sich das Zwerchfell – ein wichtiger Atemmuskel, der zwischen Brust- und Bauchraum liegt – plötzlich und in kurzen Intervallen zusammenzieht. Gleichzeitig schliesst sich die sogenannte Stimmritze, die sich zwischen den Stimmbändern befindet. Dadurch hat die Luft, die sich in der Lunge befindet, keinen Platz mehr, um zu entweichen. Dadurch trifft sie ungebremst auf die Stimmbänder und es entsteht das typische Schluckauf-Geräusch: das Hicksen. Da bei Babys die Muskulatur des Zwerchfells noch unterentwickelt ist, haben sie auch häufiger Schluckauf. 

Training der Atemmuskulatur

Während der Schluckauf bei Erwachsenen hauptsächlich lästig ist, soll er bei Babys auch einen Sinn und Zweck haben. Eine Theorie besagt, dass er überschüssige Luft aus dem Magen der Babys befördert. Eine weitere geht davon aus, dass der Schluckauf dabei hilft, die Atmung zu trainieren. Das soll auch erklären, warum insbesondere Frühgeborene sehr häufig Schluckauf haben: Sie müssen noch verstärkter ein Gefühl für die Atemmuskulatur entwickeln, da die Lunge das letzte Organ ist, das im Bauch der Mutter heranreift. 

Keine Gefahr durch Schluckauf

Ein Grund zur Sorge ist das häufige Hicksen also nicht. In folgenden Fällen sollte jedoch eine Fachperson konsultiert werden:

  • Wenn das Hicksen eine Reaktion auf ein neues Medikament oder ein bestimmtes Nahrungsmittel ist
  • Wenn das Baby offensichtlich Bauchschmerzen hat
  • Wenn es Blut spuckt
  • Wenn der Schluckauf länger als drei Stunden am Stück andauert

In der Regel hört das Hicksen nach einigen Minuten von selbst wieder auf. Möchte man die Dauer etwas verkürzen oder den Schluckauf beispielsweise stoppen, damit das Baby einschlafen kann, können folgende Tipps und Tricks helfen:

Das «Bäuerchen»

Hierbei handelt es sich um den Klassiker. Das Rülpsen sorgt dafür, dass überschüssige Luft im Bauch entweichen kann. Dies können Eltern herbeiführen, indem sie das Baby über eine Schulter legen und sanft den Rücken streicheln oder klopfen.

Etwas trinken

Zwar kann der Schluckauf dadurch ausgelöst werden, dass das Baby zu viel oder zu hastig trinkt. Dennoch ist es manchmal auch hilfreich gegen den Schluckauf, dem Baby etwas zum Trinken anzubieten.

Eine Babymassage

Sind Angst oder Aufregung die Ursache für den Schluckauf, hilft es, wenn sich das Baby wieder entspannen kann. Dies gelingt oft dank einer sanften Massage des Bäuchleins oder der Fusssohlen. 

Ins Gesicht pusten

Während man bei älteren Kindern und Erwachsenen oft darauf setzt, sie zu erschrecken, damit der Schluckauf verschwindet, darf man das bei Babys auf keinen Fall tun. Besser ist es, ihnen sanft ins Gesicht zu pusten. Auch das kann das Hicksen stoppen. 

Ablenkung

Manchmal verschwindet das Hicksen dadurch, dass sich das Baby auf etwas völlig anderes fokussiert. Es kann also helfen, dem Kind beispielsweise ein Bilderbuch zu zeigen oder Musik laufen zu lassen. Dadurch kann sich der Atemrhythmus verändern und der Schluckauf verschwindet.

Von fei am 4. April 2026 - 12:00 Uhr