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Kinder lieben es, aber…

Dieses Spielzeug treibt Eltern in den Wahnsinn

Es quietscht, tönt, blinkt oder nervt sonst irgendwie: Die Rede ist von Spielsachen für Kinder. In jedem Haushalt gibt es diese Objekte, die wir am liebsten entsorgen würden. Sechs Eltern beichten, was sie daheim auf die Palme bringt.

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Für manche ein Graus: Wie viele Plüschtiere dürfen es denn noch sein?

Getty Images

Es gibt Momente, das würde man am liebsten das Fenster öffnen und den ganzen Kram einfach auf die Strasse runterwerfen. Das batteriebetriebene Keyboard wäre dabei, die rosa Barbie und auch das ferngesteuerte Polizeiauto mit Sirene. In der Hoffnung, dass unsere Nerven endlich geschont wären.

Ihr kennt die Situation? High five, herzlich willkommen im Elternleben. Was mit einer süssen Babyrassel und einem Teddy beginnt, wird mit den Jahren zum absoluten Horror. Egal in welches Zimmer man tritt, überall liegt Zeug rum, das Grosseltern, Verwandte und Freunde angeschleppt haben. Oder auch wir selbst – bevor wir es besser wussten. Auf jeden Fall ist es nun da und es nervt. 

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Die nervigsten Kinderzimmer-Objekte

Egal welche Mutter und welchen Vater wir fragen, alle haben ein Hass-Beispiel, wenns um die Spielsachen der Kinder geht. Diese wollen wir euch nicht vorenthalten:

«Ein Karaoke-Mikrofon inklusive Discokugel brachte die Augen unserer Tochter zu Weihnachten zum Leuchten – und meinen Mann auf die Palme. Ihn nerven die laute Musik und die tanzenden Lichter so sehr, dass wir noch an Heiligabend die Abmachung trafen, dass ihre Konzertshows nur im Spielzimmer über die Bühne gehen dürfen. Und dass mein Mann nächstes Mal die Geschenke besorgt.» Stefanie, 37

Oft ist es ja so, dass wir Kindern Dinge tausendmal sagen – hören tun sie aber trotzdem nicht:

«Mein absoluter Horror sind Filzstifte. Eigentlich bin ich ja voll für kreative Entfaltung und unsere Kinder haben Zugang zu einer ganzen Reihe an Bastelmaterialien. Meistens klappt es auch wunderbar. Wenn ich aber sehe, dass sie mal wieder keine Blätter, sondern Wände, Möbel oder den Boden als Leinwand brauchen, könnte ich explodieren.» Thomas, 35

Es ist wie magische Anziehung: Kommt ein Päckchen an, interessieren sich die Kids oft nicht für den Inhalt, sondern für die Verpackung. Auch die nächste Redaktorin kann davon ein Liedchen singen:

«Meine Kinder sammeln Kartonkisten (auch Pizzakartons mit Fettflecken drauf), um daraus immense Schlösser zu bauen, die das ganze Zimmer ausfüllen (auch mit Käseduft). Diese Gebilde müssen dann stehenbleiben, so dass das Zimmer gefühlte zehn Jahre lang nur kriechend begangen und überhaupt nicht geputzt werden kann. Aber ich hasse das nicht wirklich. Es ist eher eine Hassliebe.» Sophie, 38

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Wenn Kinder das Sofa zur Leinwand machen, besteht bei Eltern Bluthochdruckgefahr.

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In den Wahnsinn treiben Eltern nicht nur Kindersachen, sondern auch die Art, wie Kinder spielen:

«Mein Mann hasst keine Spielsachen, sondern ein Spiel an sich. Wenn unsere Tochter so tut, als wäre sie das Baby, könnte er ausflippen. Mich nerven vor allem die Kuscheltiere. Eins pro Kind würde total reichen, aber nein, es sind Tausende. Und wehe, eines fehlt! Dann genau wird es nämlich zum wichtigsten Kuscheltier der Welt.» Jana, 35

Das nächste Beispiel ist besonders bei Jungs sehr beliebt, bei vielen Eltern aber umso verhasster:

«Nerf nervt! Und zwar so was von. Aber eben, die meisten Buben finden kämpfen toll. Und Piraten, Ritter, Sternenkrieger etc. Das liebe Testosteron… Als vor ungefähr acht Jahren die Spielzeug-Waffen auf den Markt kamen und einen regelrechten Boom auslösten, wollte auch mein Sohn ein Gewehr. Oder am besten zwei. Und ganz viel von diesen blau-orangefarbenen Gummigeschossen dazu. Abgesehen davon, dass die Dinger ein Schweinegeld kosten und aus reinem Plastik bestehen, machte mich das Klick-Geräusch der Gewehre wahnsinnig. Und wenn dich ein Geschoss trifft, tut es richtig weh. Also schickte ich die Buben ziemlich schnell ins Freie damit. Dort haben sie dann im Minutentakt die Gummigeschosse verloren. Und ich hatte wieder meine Ruhe.» Marianne, 41

Man denkt sich nichts dabei und schafft das blöde Ding an, natürlich inklusive Zubehör für teures Geld (weil aus Holz und pädagogisch wertvoll). Und von dem Moment an schlittert man täglich am Nervenzusammenbruch vorbei:

«Wenn ich noch ein Mal die Kinderküche samt Inhalt aufräumen muss, mache ich die Schraube! Würden die Kinder wenigstens schön damit spielen, wäre meine Meinung vielleicht eine andere. Aber nein! Überall liegen kleine Pfannen, Kochlöffel und Geschirr herum und ich breche mir beinahe das Genick beim Stolpern über die Holz-Aubergine. Weil ich es nicht mehr aushielt, ist das dumme Ding kürzlich zuerst in den Keller und dann – dank Online-Auktionsplattform – zu seinem neuen Besitzer gezogen. Sollen die sich doch damit herumschlagen!» Ava, 34

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Dieses Bild muss gestellt sein, denn so friedlich haben wir noch kein Kind mit der Kinderküche spielen sehen. 

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Dass aber auch das nervigste Spielzeug tatsächlich sinnvoll sein kann, lest ihr in unserem Interview mit einer Expertin.

Von Edita Dizdar am 06.07.2020
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