1. Home
  2. Family
  3. Alltag
  4. Was tun, wenn das Kind ein Frühaufsteher ist?

Guten Moooorgen ...

Hilfe, mein Kind ist Frühaufsteher!

Kaum kitzelt die Sonne ihr Gesicht, stehen sie auch schon erwartungsvoll vor dem Bett: Lerchen-Kinder. Wir haben Tricks für Mamas und Papas, die trotzdem gerne etwas länger schlafen würden.

Placeholder

Manche Kinder hüpfen (leider) schon früh aus den Federn.

Getty Images

Man kann über das Homeoffice denken, was man will – einen Vorteil hat die Arbeit aus den eigenen vier Wänden ganz eindeutig: Die morgendliche Pendelei entfällt. Und so könnte man morgens rein theoretisch auch etwas länger schlafen. Könnte! Theoretisch!

Denn kleine Frühaufsteher interessiert es leider nicht im Geringsten, wenn der Wecker erst eine halbe Stunde später klingelt. Vor allem jüngere Kinder haben die Tendenz vor den Erwachsenen aufzuwachen. Der Schlafrhythmus kann sich mit der Zeit allerdings etwas nach hinten verschieben.

Doch auch der sogenannte Chronotyp entscheidet über die Morgenaktivität. Und da lauten die Bad News leider: Eine Lerche wird sich nie zur Eule mausern – sprich, ein Frühaufsteher wird nie länger ausschlafen. Es liegt in der DNA, sorry. Ist wissenschaftlich erwiesen.

Mit dem frühmorgendlichen Zwergenterror muss man sich trotzdem nicht abfinden. Es gibt nämlich ein paar Tricks, mit denen sich der Nachwuchs beschäftigen lässt, während sich die Eltern im Bett nochmal kurz umdrehen. Funktioniert sobald der Schulalltag wieder losgegangen ist übrigens auch am Wochenende! 

Mehr für dich

Für Unterhaltung sorgen

Vielfach können sich Kinder mit einem Hörspiel oder einem Bilderbuch nach dem Aufwachen für eine kurze Zeit gut selber beschäftigen. Wichtig ist, dass die Angebote bereitstehen und selber bedient werden können. Im Bett oder an einem dafür vorgesehenen Kuschel-Plätzchen können die kleinen Morgenmenschen so entspannt in den Tag starten. Nicht selten führen die Berieselungsmassnahmen sogar dazu, dass auch die wackersten Frühaufsteher nochmal eindösen.

Ein Wunsch-Outfit bereitlegen

Ziehen sich die Kinder schon selber an, dürfen sie am Vorabend entscheiden, was sie am nächsten Tag tragen möchten. So ist gleich nach dem Aufstehen für Beschäftigung gesorgt. Am besten einfache Vorschläge wie Jogginghose und T-Shirt anbieten, damit am Ende nicht ein kniffliger Knopf zum Aufweckgrund wird. 

Den Hunger stillen

Oft ist es der knurrende Magen, der den Nachwuchs vor das Elternbett treibt. Darum legen wir den hungrigen Löwen einen kleinen Morgensnack bereit. Viel muss es nicht sein: Ein bisschen Knäckebrot, eine Banane oder die Lieblings-Cornflakes und ein Schluck Milch – auf die Gefahr hin, dass beim Eingiessen ein kleines Malheur passiert. Ist man erst mal ausgeschlafen, wischt sich das im Nu weg! Und die ordentliche Raubtierfütterung kann folgen.

Placeholder

Mutige können ihrem Kind als Snack auch Beeren bereitstellen. Am besten einfach zusammen mit einer Serviette, damit es keine Sauerei gibt.

Getty Images

Den Spieltrieb kanalisieren

Auch hier denken wir voraus. Wir fragen das Kind abends vor dem Zubettgehen, was es am nächsten Morgen spielen möchte. Natürlich versuchen wir den Nachwuchs hier in Richtung der weniger geräuschintensiven Betätigungen zu bewegen. Also das Xylophon vorab ausser Sichtweite bringen und dafür die Malsachen ins Blickfeld rücken. Am besten legen wir das Spielzeug der Wahl in einer designierten «Morgenkiste» bereit. Sonst kommt womöglich noch jemand auf die Idee, man könnte es gleich jetzt ganz dringend gebrauchen. 

 

 

Auf Technik vertrauen

Ob ihr wirklich jetzt aufsteht, seht ihr, wenn das Licht angeht: Mit einem Tageslichtwecker bekommen Kinder ein besseres Gefühl für die richtige Tagwach-Zeit. Mit den Grösseren, die die Uhr schon lesen können, kann man auch ohne schlechtes Gewissen eine Uhrzeit festlegen, ab der die Eltern geweckt werden dürfen. Wobei man natürlich auch von ihnen nicht erwarten kann, dass sie sich stundenlang selber beschäftigen. So 30 Minütchen Extraschlaf könnten aber schon drinliegen. Für alle, die mehr brauchen, ein Zusatzipp: Wer kann, wechselt sich mit dem Partner ab: Mal schläft der eine aus, mal der andere.

Placeholder

Ein wenig Kuscheln am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen.

Getty Images

Abmachungen treffen

Wir gehen für all diese Tipps davon aus, dass die Wohnung kindersicher ist. Trotzdem sollte man fürs selbstständige Aufstehen klare Regeln treffen, was morgens ohne Beaufsichtigung erlaubt ist und was nicht. Wenn euch das Dösen so leichter fällt, könnte eine Abmachung zum Beispiel auch sein, dass das Kind nach dem Aufwachen kurz ins elterliche Bett schlüpft, bevor es spielen geht. Sofern es nicht eh dort geschlafen hat.

Von Marlies Seifert am 04.05.2020
Mehr für dich