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Herzogin Meghan im Babyglück

Schwangerschaft nach Fehlgeburt: Wie viel Abstand brauchts?

Herzogin Meghan ist schwanger. Sie und Prinz Harry scheinen gleich nach der Fehlgeburt im vergangenen Sommer wieder an der Familienplanung gearbeitet zu haben. Eine gute Idee – wie die Wissenschaft bestätigt.

GOOD MORNING AMERICA - 4.20.20 - Meghan Markle on "Good Morning America." FRAMEGRAB (Photo by ABC News/Frame Grab via Getty Images) MEGHAN MARKLE

Nun geht ihr Wunsch nach einem zweiten Kind in Erfüllung: Herzogin Meghan ist schwanger.

Getty Images

Die Nachricht kam viel schneller als erwartet: Herzogin Meghan, die erst Ende des vergangenen Jahres öffentlich darüber gesprochen hatte, dass sie im Juli 2020 eine Fehlgeburt erleiden musste, erwartet wieder ein Kind. Archie wird, wenn man der Rundung von Meghans Babybauch glauben darf, wahrscheinlich schon im Sommer ein Geschwisterchen bekommen.

Offenbar wussten Harry und Meghan, dass Paare, die sich ein Kind wünschen, nach einer Fehlgeburt grössere Chancen auf eine Schwangerschaft haben, wenn sie sich nicht zu lange Zeit lassen, um es wieder zu probieren.

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Dies sagen zumindest verschiedene wissenschaftliche Studien, die sich mit dem optimalen Intervall zwischen Abort und Folgeschwangerschaft befassen. Sie widersprechen damit den allgemeinen Empfehlungen.

So lauten die offiziellen Empfehlungen

Die meisten Gynäkologinnen und Gynäkologen raten Paaren, die ein Kind durch eine Fehlgeburt verloren haben, ein paar Monate zu verhüten, bis sie erneut versuchen, schwanger zu werden.

Ebenso die Weltgesundheitsorganisation WHO. Sie empfiehlt Frauen nach einem Abort ein Intervall von sechs Monaten bis zu zwei Jahren (je nach Zeitpunkt des Schwangerschaftsabbruchs), um ein mögliches «Auslaugen» des weiblichen Körpers durch eine erneute Schwangerschaft zu verhindern.

Für Paare, die einen starken Kinderwunsch hegen, sind diese Empfehlungen schier unzumutbar. Denn sie bedeuten, viele potentielle Möglichkeiten, ein Kind zu zeugen, einfach so vorüberziehen zu lassen. Gerade Frauen, die ihre biologische Uhr ticken hören, wie dies sicher auch bei Herzogin Meghan kurz vor ihrem 40. Geburtstag der Fall ist, verzichten deswegen auf die empfohlenen Abstände.

Viele Paare warten nicht mit der Familienplanung

Meghan und Harry wollten offenbar nach der Fehlgeburt im vergangenen Sommer nicht allzu lange warten, um die Familienplanung wieder in Angriff zu nehmen. Und es hat geklappt! Meghan scheint bereits in fortgeschrittenem Stadium schwanger zu sein. Ihr Bäuchlein lässt uns auf den fünften Monat tippen.

Dass Frauen kurz nach einem Abgang erneut schwanger werden, ist oft der Fall, wie die Wissenschaft belegt. Es gibt sogar Studien, die besagen, dass die Fruchtbarkeit in den Monaten nach einem Abort besonders hoch ist. Und die Paaren Hoffnung machen, dass ein kurzes Intervall zwischen Abort und Folgeschwangerschaft keine negativen Folgen hat.

Diese Studien widersprechen den WHO-Empfehlungen

Eine 2016 im Journal Obstetrics & Gynecology veröffentlichte Studie hält fest: Frauen, die innerhalb von drei Monaten nach einer Fehlgeburt (im frühen Schwangerschaftsstadium) wieder versuchten, schwanger zu werden, hatten eine deutlich höhere Chance auf eine Schwangerschaft – und darauf, ein gesundes Baby zu bekommen – als Frauen, die sich länger Zeit liessen.

Auch die zwei Jahre Abstand, welche die WHO Frauen empfiehlt, die eine Totgeburt im späteren Schwangerschaftsstadium erlitten, konnten in einer Studie retrospektiven Kohortenstudie widerlegt werden. Wissenschaftler untersuchten 14'452 Fälle in drei Ländern über den Zeitraum von 30 Jahren. Das Deutsche Ärzteblatt fasst zusammen: «Frauen mit einer Totgeburt in der unmittelbaren Anamnese müssen keine negativen Auswirkungen auf eine weitere Gravidität befürchten, wenn diese schon 6 Monate später eintritt.»

Von KMY am 16. Februar 2021 - 07:09 Uhr
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