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Auch Tanja Szewczenko musste nachrechnen

Wisst ihr, wie alt euer Baby wirklich ist?

Die Zwillingsjungs von Ex-Weltklasse-Eisläuferin Tanja Szewczenko kamen Ende April sechs Wochen früher als geplant zur Welt. Heute, zwölf Wochen später, sind sie putzmunter und gesund zu Hause. Doch zwölf Wochen alt sind sie dennoch nicht. Wir verraten euch, wie das gehen soll.

Tanja Szewczenko beim 15. SemperOpernball 2020 in Dresden in der Semper Oper. Dresden, 07.02.2020 *** Tanja Szewczenko at the 15th SemperOperaball 2020 in Dresden at the Semper Oper Dresden, 07 02 2020 Foto:xF.xKernx/xFuturexImage

Dreifachmama Tanja Szewczenko erklärt, warum ihre zwölf Wochen alten Zwillinge eben nicht genau zwölf Wochen alt sind.

Imago

Seit Ende April ist Ex-Eiskunstläuferin und Schauspielerin Tanja Szewczenko, 43, dreifache Mutter. Nach Tochter Jona, 10, bekam sie mit ihrem Ehemann Norman Jeschke, 42, zwei weitere Kinder, die Zwillinge Leo und Luis. 

Die eineiigen Jungs waren bereits in der 34. Woche nach einem verfrühten Blasensprung zur Welt gekommen. Auch die Ärzte im Spital konnten mit Wehenhemmern die Geburt nicht weiter hinauszögern. Die beiden Jungs wollten einfach nicht länger warten. Mit nur 1840 beziehungsweise 1940 Gramm und einer Grösse von 41 beziehungsweise 45 Zentimetern ging es gleich auf die Intensivstation. Doch schon vier Tage später konnten sie zu den Frühchen verlegt werden.

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Heute, zwölf Wochen nach der dramatischen Geburt, geht es der fünfköpfigen Familie sehr gut. Die Zwillingsjungs sind putzmunter und daheim. Ja, es sind zwar drei Monate vergangen seitdem die Buben das Licht der Welt erblickt haben. Aber ihr Entwicklungsalter ist ein anderes. Hört sich kompliziert an? Ist es aber gar nicht. 

In einer Story auf Instagram postete Szewczenko kürzlich folgendes: «Man spricht von chronologischem (Geburtstatum) und korrigiertem Alter (Alter, wenn man von Schwangerschaftswoche 40 ausgeht)», schreibt sie. Leo und Luis seien als Frühchen unreif in der 34. Schwangerschaftswoche zur Welt gekommen. Um den Entwicklungsstand einzuschätzen, rechne man beim korrigierten Alter ab errechnetem Geburtstermin. «Beide wirken derzeit zeitgerecht entwickelt, wenn man es aus Sicht des korrigierten Alters betrachtet», so Szewczenko weiter. Demnach sind ihre Zwillinge aktuell sechs Wochen alt.

instagram tanja szewczenko

Logisch: Rechenaufgabe in Tanja Szewczenkos Instagram-Story.

instagram/tanjaszewczenko

Korrigiertes Alter kurz erklärt

Auf «swissmom.ch» findet man weitere Informationen zum Thema: Jeder einzelne Tag im Schutz der Gebärmutter sei wichtig für die Entwicklung des Babys. Dort könnten wichtige Entwicklungsprozesse des Gehirns besser stattfinden als im Brutkasten. Das korrigierte Alter sei deshalb wichtig, weil man so die körperliche und später auch geistige Entwicklung der Frühgeborenen besser einschätzen könne. Eltern dieser Kinder helfe es, zu verstehen, warum das Baby noch so klein sei oder bestimmte Meilensteine wie Köpfchen heben, greifen oder krabbeln noch nicht erreicht hätte. 

Das alles sei kein Grund zur Panik, denn: «Selbst bei Korrektur des Lebensalters können sich Frühgeborene immer wieder vorübergehend langsamer entwickeln und später wieder aufholen.» Frühchen seien nämlich keineswegs Spätentwickler. Wissenschaftliche Studien hätten gezeigt, dass sich gesunde Frühgeborene normalerweise im selben Tempo entwickeln wie um den Termin geborene Kinder. «Die Entwicklungsschritte finden nur um so viele Wochen später statt, wie sie zu früh zur Welt kamen.» So würden sie, wie andere Kinder auch, durchschnittlich mit sieben bis acht Monaten krabbeln und mit etwa zwölf Monaten laufen – einfach nach ihrem korrigiertem Alter. Bei Frühchen sei es besonders wichtig, keine der Vorsorgetermine zu verpassen. Dort würden allfällige Defizite rechtzeitig erkannt und ausgeglichen.

Und wann ist der Unterschied aufgeholt, fragt ihr euch? Auch darauf gibt es auf «swissmom.ch» eine Antwort: «Im Durchschnitt haben Frühgeborene nach etwa zwei Jahren in der körperlichen Entwicklung aufgeholt. Ab diesem Zeitpunkt lässt sich kein grosser Unterschied mehr zu anderen Kindern feststellen.»

Von edi am 21.07.2021
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