Gesundheit Ihrem Körper zuliebe: Ab ins Bett mit Ihrem Partner!

Dass Einsamkeit krankmachen kann, das ist nichts Neues. Doch wussten Sie, dass ein aktives Liebesleben Erkältungskrankheiten vorbeugt und Wunden in einer glücklichen Partnerschaft schneller abheilen? Nein? Dann raten wir zum vermehrten Kuschelangriff. Denn das bringt nebst einer stabilen Gesundheit auch noch den nötigen Spass. Ganz ohne Rezept und Strapazieren Ihrer Krankenkassen-Franchise.
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Eine tolle Neuigkeit für alle, die mit den Nerven am Ende sind: Das Dopamin, das beim Sex ausgeschüttet wird, lässt Stressgefühle für rund zwei Stunden verschwinden.

 

Es gibt Beschwerden, für die lassen sich einfach keine organischen Ursachen finden. Weder Medikamente noch Operationen schlagen an, dabei wäre es so einfach, dem Patienten zu helfen. Nämlich: mit einer grossen Dosis Liebe. Denn wie Experten schätzen, leiden etwa ein Drittel bis fast die Hälfte aller Klinik- und Praxis-Patienten an einer psychosomatischen Störung. Bei einer Auswertung von 148 Studien sind Forscher der Brigham Young Universität im US-Bundesstaat Utah darauf gekommen, dass Einsamkeit für das Wohlbefinden ebenso schädlich wie Rauchen sein kann. Den Wissenschaftlern zufolge könne soziale Isolation noch gesundheitsgefährdender als Bewegungsmangel oder gar Übergewicht sein. 

DAS ZUSAMMENSPIEL ZWISCHEN EMOTIONEN UND GESUNDHEIT
Selbst streng naturwissenschaftlich ausgerichtete Schulmediziner zweifeln nicht mehr an der engen Verbindung von Körper und Seele. Der Fachbereich der Psycho-Neuro-Immunologie (PNI) erforscht genau diese Wechselwirkung zwischen Gefühlen und Immunsystem. Gemäss PNI existieren keine rein psychischen oder rein organischen Erkrankungen. Vielmehr sind Krankheiten eine Störung des gesamten molekularen und neuronalen Leib-Seele-Netzwerkes, schreibt Freundin.de. Die Oakland-Universität in Michigan hat die Mechanismen ansatzweise entschlüsselt und herausgefunden, dass es zwischen Nerven- und Immunsystem Verbindungen in Form winziger Nervenfasern gibt. Die gehen vom Rückenmark aus und versorgen die inneren Organe mit Informationen aus dem Gehirn. Sie geben ihre Botschaften direkt an Immunzellen weiter und nehmen so Einfluss auf die natürlichen Selbstheilungskräfte. 

Es sind aber auch die Hormone, die grossen Einfluss auf unsere Gesundheit haben. Die Botenstoffe steuern den Stoffwechsel, den Kreislauf oder das Abwehrsystem und reagieren schnell auf psychische Einflüsse. Diese Wechselwirkung zwischen Gefühlen und Gesundheit lässt sich messen: Bei Patienten mit hohem Blutdruck zeigte sich in einer Untersuchung, dass die liebevolle Zuwendung des Partners Gefässen und Herz guttut. Wer zu Hause mit einem Kuss empfangen wurde und seine Sorgen beim Partner loswerden konnte, hatte einen um 2.5 Punkte niedrigeren Blutdruck. Selbst die Verdickung der Herzwand - eine Folge von zu hohem Blutdruck - bildete sich zurück. Dass die Liebe die Abwehrkräfte stärkt, zeigten Forscher der Ohio-State-Universität. Durch Blutanalysen wiesen sie nach, dass bei Frauen in glücklichen Ehen die Immunfunktion deutlich besser ist. 

Das beste Gegenmittel gegen Stress ist die Liebe

Was der Gesundheit am meisten schadet, sind Angst und Stress, weiss Eva Selhub, Oberärztin am Benson-Henry-Institut für ganzheitliche Medizin in Boston. Denn: Wenn der Mensch dauerhaft unter Strom steht, werden Hormone wie Cortisol und Adrenalin nicht mehr abgebaut. «Das beste Gegenmittel ist die Liebe, weil bereits ein kurzer, tief empfundener Moment den gleichen positiven Effekt auf den Körper hat wie eine lange Meditationssitzung», sagt die Autorin des Buches «Wie Liebe heilt». Empfundenes Glück lindert Depressionen, stärkt das Immunsystem und beeinflusst positiv den Verlauf von chronischen Erkrankungen. Zudem bringt die körperliche Liebe diejenigen Botenstoffe in Fahrt, die unsere Selbstheilungskräfte aktivieren. So kann beispielsweise die Mischung vom Antistresshormon Prolaktin, dem Glückshormon Serotonin und dem Kuschelhormon Oxytocin Kopf- und Gelenkschmerzen lindern. Die Ausrede: «Schatz, ich habe Kopfschmerzen» zählt also ab sofort nicht mehr. 

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