Check-up Neue Online-Schlaftherapie

In der Schweiz leiden 300 000 bis 800 000 Menschen unter chronischer Insomnie. Die wenigsten holen sich Hilfe. Dabei muss man dafür nicht mal sein Wohnzimmer verlassen: Ein PC oder Tablet reicht. 
Neue Online-Schlaftherapie
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Wenn Schäfchenzählen nichts mehr bringt und man unter regelmässiger Schlaflosigkeit leidet, braucht es professionelle Hilfe. Die KSM Klinik für Schlafmedizin bietet die Online-Therapie KSM Somnet an, die neu in die obligatorische Krankenpflegeversicherung aufgenommen wurde.
Der Vorteil des Angebots: «Die Klienten müssen nicht in die Klinik kommen, sondern können die Behandlung ort- und zeitungebunden durchführen», erklärt lic. phil. Remo Sigrist, Psychologe der KSM Klinik für Schlafmedizin. «Denn die Kommunikation mit den Therapeuten findet grösstenteils schriftlich statt.»
Das Programm eignet sich für Menschen, die unter anhaltender Schlaflosigkeit leiden, das heisst: Die subjektive Belastung und Beeinträchtigung durch die Schlaflosigkeit ist über mehrere Wochen anhaltend hoch. Zudem sind Ein- und Durchschlafstörungen sowie Früherwachen typische Symptome der Insomnie. Tagsüber sind die Betroffenen dann müde und angespannt.
«Für Personen, die aus beruflichen, geografischen oder anderen Gründen nicht in die Klinik kommen können, kann eine Online-Therapie eine sinnvolle Alternative sein», sagt Remo Sigrist. «Die Methode ist aber nicht für alle geeignet. Zum Beispiel, wenn die Ursachen für die Schlaflosigkeit zu komplex sind.» Das wird schon beim Ausfüllen der Einstiegsbefragung deutlich.
Die Therapie umfasst vier Module: 1. Schlaftagebuch führen. 2. Strukturierter Schlaf-Wach-Rhythmus und Stressbewältigung. 3. Ordnung in die Gedanken bringen. 4. Erkenntnisse und neues Verhalten verfestigen.
Die wichtigsten Tipps für eine gesunde Schlafhygiene:
• Nach dem Mittag keine koffeinhaltigen Getränke mehr trinken.
• Alkohol vermeiden! Er kann das Einschlafen zwar beschleunigen, unterdrückt aber Tief- und REM-Schlaf.
• Verzicht auf Appetitzügler. Diese können das Nervensystem stimulieren und somit den Schlaf stören.
• Keine schweren Mahlzeiten am Abend.
• Regelmässige körperliche Aktivität, jedoch keine extreme Anstrengung in den Abendstunden.


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