Check-up Rheuma Das sind die Warnzeichen

Je früher entzündliches Rheuma diagnostiziert wird, umso wirkungsvoller lassen sich die Symptome bekämpfen. Am besten beginnt man mit der Therapie innerhalb der ersten sechs Monate.   
Check-up Rheuma Das sind die Warnzeichen
© Nigel Simmonds

Meistens beginnt er im kleinen Finger oder kleinen Zeh: ein Schmerz, der einen vor allem in der Nacht quält. Später sind auch andere Gelenke sowie Sehnenscheiden und Schleimbeutel betroffen. In der Schweiz leiden 300 000 Menschen unter entzündlich-rheumatischen Erkrankungen – und 40 Prozent der Betroffenen starten erst nach über zwei Jahren mit einer geeigneten Therapie, wie eine Auswertung der Rheumaliga Schweiz zeigt.

Dabei ist Zeit ein wichtiger Faktor. «Am besten beginnt man mit der Therapie innerhalb der ersten sechs Monate nach Krankheitsausbruch», sagt Dr. med. Thomas Langenegger, leitender Arzt Rheumatologie am Zuger Kantonsspital in Baar. In diesem Zeitfenster kann der immunologische Prozess dank Medikamenten noch gestoppt oder nachhaltig verändert werden. «Eine Heilung ist aber nur in weniger als zehn Prozent der Fälle möglich», sagt Dr. Langenegger. Wichtig ist, dass man selber auf Symptome achtet und bei einem Verdacht den Hausarzt aufsucht.

Eine der häufigsten Rheumaerkrankungsformen ist die rheumatoide Arthritis (70 000 Betroffene in der Schweiz). Die wichtigsten Warnzeichen:

  • Zu Beginn meistens Schmerzen in den Gelenken des kleinen Fingers oder Zehs. Mit häufig plötzlichem Beginn schwellen die entzündeten Gelenke an. Sie schmerzen in Ruhe und sind empfindlich auf Druck, häufig überwärmt, aber nur selten gerötet.
  • Typisch ist die Morgensteife, eine Unbeweglichkeit der entzündeten Gelenke nach dem Aufwachen. Es dauert über 30 Minuten, bis sich die Gelenke normal bewegen lassen. Die Morgensteife kann mehrere Stunden dauern.
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