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Von Auberginen-Pizza bis Chicken Wings

Aromen vom Rost: Drei kreative Rezepte für die Grillsaison

Abwechslung darf in der Grillsaison nicht fehlen. Bei diesen drei leckeren Rezepten von Foodbloggerin Anja Würfl werden sowohl Fleischliebhaber als auch Vegetarier fündig.

Die richtigen Gewürze dürfen beim Grillgut nicht fehlen.
Die richtigen Gewürze dürfen beim Grillgut nicht fehlen. NDAB Creativity/Shutterstock.com

Die Grillsaison ist angebrochen. Aber müssen immer Klassiker wie Bratwurst und Nackensteak auf dem Rost landen? Foodbloggerin und Grill-Expertin Anja Würfl hat im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news ihre drei liebsten Rezepte verraten. Hier ist sowohl für Fleischliebhaber als auch für Vegetarier etwas dabei.

Auberginen-Pizza

«Die Auberginen Pizza hat das Potential Pizza-Fans erst einmal abzuschrecken. Denn: Wir ersetzen hierbei den Pizzateig mit einer Aubergine. Richtig verstanden, der Pizzabelag wandert auf dünn aufgeschnittene Auberginen-Scheiben. Soviel zum abschreckenden Element. Wer die Auberginen Pizza jedoch einmal probiert hat, wird sie immer wieder zubereiten, weil sie einfach unglaublich lecker schmeckt. Egal ob als Hauptspeise oder als Beilage. Extra-Tipp: einen Klecks Sour Cream zum Dippen bereitstellen.»

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Zutaten: 1 Aubergine (ca. 300 g), 100 ml passierte Tomaten, 1 TL Oregano (alt. Pizzagewürz), 0,5 TL Salz, 0,25 TL Pfeffer, 1 Zwiebel, 125 g Mozzarella, Olivenöl, Pizza-Belag nach Belieben

Zubereitung: Zuerst die Aubergine waschen, trockenreiben und der Länge nach in etwa 0,5 Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Die Oberseite der Auberginen-Scheiben mit Olivenöl einstreichen und dann für zirka 20 Minuten bei 170 Grad vorgaren. Entweder auf dem Grill in der indirekten Hitze oder im Backofen auf dem Rost oder auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech (Umluft). Währenddessen Oregano, Salz und Pfeffer unter die passierten Tomaten rühren. Die Tomatensosse auf die vorgebackenen Auberginen-Scheiben geben und nach Belieben belegen und mit geriebenem Käse bestreuen. Für etwa 10 bis 15 Minuten bei gleichbleibender Temperatur in der indirekten Hitze bei 170-180 Grad goldbraun überbacken.

Grillkäse selber machen

«Warum selber machen, wenn man ihn kaufen kann fragt sich nun der eine oder die andere. Die Antwort: Zum einen macht es viel Spass und zum anderen weiss man, was drin ist. Und besonders kompliziert ist es auch nicht. Auch lassen sich beim Selbermachen verschiedene Varianten, zum Beispiel mit unterschiedlichen Gewürzen, herstellen.»

Zutaten: 2 Liter Frischmilch (keine H-Milch, die Milch sollte ausserdem einen Fettanteil von mindestens 3,5 Prozent aufweisen), 50 g Naturjoghurt (3,5 Prozent Fettanteil), 1 Zitrone (gross), frische Kräuter (nach Wahl), Olivenöl (zum Marinieren), frischen Knoblauch

Zubereitung: Die Zitrone auspressen und den Saft mit dem Naturjoghurt verrühren, die Kräuter und den Knoblauch hacken. Die Milch in einem Topf langsam unter Rühren erhitzen, kurz aufkochen lassen und die Hitze zurückdrehen. Nun die Joghurt-Zitronensaft-Mischung nach und nach unter die Milch rühren, bis sie ausflockt. Dann ein feinporiges Sieb auf eine Schüssel legen, auf das Sieb eine Mullwindel platzieren. Die Mullwindel zuvor mit klarem Wasser ausspülen und sorgfältig auswinden. Jetzt die ausgeflockte Milch durch das Tuch giessen und die Käsemasse auffangen. Nun das Tuch zusammendrehen und die Flüssigkeit (Molke) sogfältig aus der Käsemasse herauspressen.

Anschliessend den gepressten Käse samt Tuch in das Sieb zurücklegen und diesen für etwa eine halbe Stunde beschweren. Dazu kann beispielsweise eine Schüssel mit Wasser oder ein anderer schwerer Gegenstand verwendet werden. Den Käse aus dem Tuch nehmen, mit Frischhaltefolie umwickeln und zum Durchkühlen in den Kühlschrank legen. Vor dem Grillen oder Braten den Käse in Scheiben schneiden und für mindestens eine Stunde mit den frischen Kräutern und dem Knoblauch in Olivenöl marinieren. Den Grillkäse bis zur gewünschten Röstung entweder von beiden Seiten bei mittleren Temperaturen grillen oder mit etwas Öl in einer Pfanne braten.

Chicken Wings

«Chicken Wings mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen und auf den Grillrost legen? Langweilig! Das Rezept, das ich an dieser Stelle präsentieren mag, hat den Fokus nicht auf der Gewürzmischung, mit der die Wings anfänglich mariniert werden. Da darf gerne zu einer beliebigen Geflügel-Fertiggewürzmischung oder einer der eigenen Wahl gegriffen werden. Was dieses Rezept interessant macht, ist meiner Meinung nach die Glasur.»

Zutaten für die Chicken Wings: 10 Hähnchenflügel, 4 EL Gewürzmischung (nach Wahl), 50 ml Sonnenblumenöl

Zutaten für die Glasur zum Dippen: 100 ml Sweet Chili Sosse, 3 EL Balsamico Essig, 2 EL Hot Sauce (scharfe Chili Sosse), 1 EL Honig, 3 EL Sojasosse

Zubereitung: Zuerst die Hähnchenflügel waschen und trocken tupfen. Die Hähnchenflügel entweder im Ganzen weiterverarbeiten oder mit einem Messer zerteilen. Dabei die Haut bis zum Gelenk einschneiden und durchtrennen. Dann die Gewürzmischung unter das Sonnenblumenöl rühren, die Hähnchenflügel hineinlegen und diese für mindestens eine Stunde zum Marinieren abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Die Chicken Wings auf dem vorgeheizten Grill bei 180 bis 200 Grad in der indirekten Hitze rund 40 Minuten grillen. Danach, falls sie noch keine schöne Röstung haben, nach Belieben in der direkten Hitze scharf angrillen.

Alle Zutaten für die Glasur zusammenrühren und die Chicken Wings damit bestreichen und diese für weitere 5 bis 10 Minuten indirekt grillen. Wer möchte kann die Chicken Wings auch mehrmals glasieren. Die Glasur kann übrigens auch zu den Chicken Wings als Dip serviert werden.

Anja Würfl ist seit über fünf Jahren als Food-Bloggerin erfolgreich. Auf YouTube verfolgen inzwischen über 60.000 Abonnenten die kreativen Grillrezepte der Oberpfälzerin. Auch auf ihrer Webseite "Die Frau am Grill« bietet sie Rezepte sowie Tipps und Tricks rund ums Grillen. Im Fernsehen hatte Anja Würfl ebenfalls schon diverse Auftritte, unter anderem beim »Sat.1-Frühstücksfernsehen".

Von spot on news AG am 2. Mai 2022 - 12:45 Uhr
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