Wenn der schattige Waldboden im Frühling zum Leben erwacht, zeigt sich der Bärlauch in leuchtenden Grüntönen und verströmt seinen unverwechselbaren Duft. Diese cremige Suppe, kombiniert mit knusprigen Croutons und saftigen Hähnchenspiessen, verwandelt die Wildpflanze in ein besonderes Genusserlebnis.
Zutaten (4 Personen)
Für die Suppe:
250 g frischer Bärlauch
3 mittelgrosse mehligkochende Kartoffeln
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
800 ml Gemüsebrühe
200 ml Schlagsahne
2 EL Butter
Frisch geriebene Muskatnuss
Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Für die Croutons:
3 Scheiben Weissbrot (vom Vortag)
2 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe
Für die Hähnchenspiesse:
500 g Hähnchenbrustfilet
2 EL Olivenöl
1 TL edelsüsses Paprikapulver
1 Bio–Zitrone (Abrieb und Saft)
Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
4 Holzspiesse
Etwas Crème fraîche
Kochutensilien: Grosser Suppentopf, Pfanne, Stabmixer, Schneidebrett, scharfes Messer, Sparschäler, Schüssel, Zestenreibe, Schaumkelle
Zubereitung (45 Minuten)
1. Zunächst den Bärlauch unter fliessend kaltem Wasser gründlich waschen und auf Küchenpapier trocken tupfen. Die Blätter von den dickeren Stielen befreien, einige besonders schöne Blätter für die Garnitur beiseitestellen. Schalotten und Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden, die Kartoffeln schälen und in gleichmässige, etwa 2 cm grosse Stücke zerteilen.
2. Die Butter in einem grossen Topf bei mittlerer Hitze schmelzen und die Schalottenwürfel darin sanft andünsten, bis sie glasig und weich werden. Den Knoblauch hinzufügen und kurz mitbraten. Die Kartoffelstücke in den Topf geben und unter gelegentlichem Rühren einige Minuten anschwitzen.
3. Die Gemüsebrühe angiessen und alles bei mittlerer Hitze etwa 15 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich und mürbe sind. Nun den vorbereiteten Bärlauch in den Topf geben und nur 1–2 Minuten mitziehen lassen – so bleibt seine leuchtend grüne Farbe erhalten und das Aroma entfaltet seine ganze Intensität. Die Sahne einrühren und die Suppe mit dem Stabmixer zu einer samtigen Creme pürieren. Mit Salz, Pfeffer und einer grosszügigen Prise frisch geriebener Muskatnuss abschmecken.
4. Für die Croutons das altbackene Weissbrot in kleine, gleichmässige Würfel schneiden. Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und eine halbierte Knoblauchzehe darin kurz anrösten, dann entfernen. Die Brotwürfel im aromatischen Öl bei mittlerer bis hoher Hitze goldbraun rösten, dabei regelmässig wenden. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und leicht salzen.
5. Das Hähnchenbrustfilet in mundgerechte, gleichmässige Stücke schneiden und in einer Schüssel mit Olivenöl, Paprikapulver, Zitronenabrieb, einem Spritzer Zitronensaft, Salz und Pfeffer vermengen. Die Stücke auf die Holzspiesse stecken und in einer heissen Pfanne von allen Seiten etwa 8–10 Minuten goldbraun und gar braten, bis die Oberfläche leicht karamellisiert und das Fleisch innen saftig bleibt.
Anrichtetipps
Die dampfende Suppe in vorgewärmte, tiefe Teller füllen. Die goldbraunen Croutons kurz vor dem Servieren auf der Oberfläche verteilen, damit sie ihre Knusprigkeit behalten. Die Suppe mit je zwei der reservierten Bärlauchblätter dekorieren und einen Klecks Crème fraîche ergänzen. Die Hähnchenspiesse separat auf einem flachen Teller anrichten.
Getränkeempfehlung
Ein kühler Grüner Veltliner aus dem Kamptal mit seiner pfeffrigen Frische und mineralischen Note ergänzt das Bärlaucharoma auf elegante Weise.
Ein selbstgemachter Gurken–Minz–Wasser–Spritzer mit einem Spritzer Zitronensaft und sprudelndem Mineralwasser bietet als alkoholfreie Begleitung eine erfrischende, aromatische Alternative.
Rezeptvariationen
Für eine vegetarische Version die Hähnchenspiesse durch Halloumi–Spiesse ersetzen: Der Käse lässt sich ebenso marinieren und brät in der Pfanne wunderbar goldbraun.
Mit gerösteten Pinienkernen statt Croutons erhält die Suppe eine nussige, mediterrane Note.
