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Angelina teilt gegen Brad aus

«Das tat natürlich weh»

Angelina Jolie spricht über ein traumatisches Erlebnis mit Harvey Weinstein. Wie sich ihr Ex Brad Pitt danach verhalten hat, führte zu Streit.

Angelina Jolie Brad Pitt

«Brangelina» im Jahr 2015.

imago/Independent Photo Agency

Einst das Hollywood-Traumpaar schlechthin, gehen Angelina Jolie, 46, und Brad Pitt, 57, heute durch eine hässliche, lange Trennungsphase. Sie reichte 2016 die Scheidung ein, der Streit um das Sorgerecht über die gemeinsamen Kinder dauert an. Die Schauspielerin wirft ihrem Ex häusliche Gewalt vor, sie fürchtet insbesondere um das Wohlergehen der Kinder.

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Nun erzählt Angelina Jolie in einem Interview mit dem «Guardian», dass sie die Scheidung zum Wohle der «Gesundheit der Familie» eingereicht hatte. Details über die Vorkommnisse dürfe sie aus rechtlichen Gründen nicht erzählen. Die ganze Scheidungsgeschichte sei für sie jedoch traumatisch und lasse sie sich «kaputt» fühlen.

Brad Pitt gestand längst, dass er ein Alkoholproblem hatte und dass er eines der Kinder anschrie, jedoch habe er nie körperliche Gewalt angewandt.

Brad arbeitete weiter mit Weinstein

Doch nicht nur der Alkohol und der Umgang mit den Kindern war ein Streit-Thema bei Brangelina. An einer anderen Stelle des Interviews erzählt Jolie von einem Vorfall, der ihre Beziehung erschütterte: Als sie 21 Jahre alt war, arbeitete sie mit dem Skandal-Produzenten Harvey Weinstein, 69. Jolie spielte damals in «Playing By Heart», den Weinsteins Firma produzierte. Er ist heute ein verurteilter Vergewaltiger. Zahlreiche Frauen packten im Zuge der #metoo-Debatte über Weinsteins Missbräuche aus.

Harvey Weinstein

Filmproduzent Harvey Weinstein soll Angelina Jolie bedrängt haben.

imago images/UPI Photo

Auch Jolie wurde von ihm «angegriffen», wie sie dem «Guardian» sagt. Viele Frauen würden solche Begegnungen im Nachhinein herunterspielen, bedauert sie. «Die Wahrheit ist, wenn man nur schon einen versuchten Übergriff erlebt, ist das schon ein Angriff.» Was Weinstein Jolie damals angetan habe, sei weit mehr als eine Anmache gewesen. «Es war etwas, wovor ich flüchten musste. Ich distanzierte mich von ihm und warnte Menschen vor ihm.» Sie erzählte ihrem Ex-Mann Jonny Lee Miller damals vom Vorfall, damit er seine Kollegen vor Weinstein warnte. Auf eine Teilnahme am Film «Aviator» habe Jolie später verzichtet, weil Weinstein involviert war. «Ich arbeitete nie mehr mit ihm. Es war hart für mich, als Brad es trotzdem tat.»

2009 spielte Brad Pitt in Quentin Tarantinos «Inglourious Basterds» mit, den Weinsteins Firma co-produzierte. Und 2012 habe Pitt Weinstein für eine Zusammenarbeit beim Film «Killing Them Softly» angefragt. Jolie sagt, sie hätte damals den Eindruck gehabt, Brad verharmlose den sexuellen Übergriff, den sie erlebt hatte. «Wir stritten darüber. Das tat natürlich weh.»

Weinstein wehrt sich

Harvey Weinstein indes lässt die Vorwürfe von Angelina Jolie nicht auf sich sitzen. Er richtet gegenüber dem amerikanischen Promi-Portal «TMZ» aus: «Es hat nie einen Übergriff und nie einen Versuch dazu gegeben.» Jolie wolle mit ihren Aussagen lediglich auf ihr Buch aufmerksam machen. Die 46-Jährige verfasste zusammen mit der Kinderrechtsanwältin Geraldine Van Bueren und Amnesty International das Werk «Know Your Rights», in dem es um die Rechte von Kindern geht.

Von ogo am 05.09.2021
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