1. Home
  2. People
  3. International Stars
  4. «Es war mein erstes Mal»: Sängerin Demi Lovato wurde vergewaltigt

«Es war mein erstes Mal»

Demi Lovato wurde vergewaltigt

Zweimal wurde Demi Lovato Opfer von sexueller Gewalt. Einmal als Teenager, und einmal während sie eine Überdosis hatte. In einem langen Interview erzählt die Sängerin erstmals davon.

SANTA MONICA, CALIFORNIA - NOVEMBER 15: 2020 E! PEOPLE'S CHOICE AWARDS -- In this image released on November 15, Demi Lovato arrives at the 2020 E! People's Choice Awards held at the Barker Hangar in Santa Monica, California and on broadcast on Sunday, November 15, 2020. (Photo by Rich Polk/E! Entertainment/NBCU Photo Bank via Getty Images)

Die amerikanische Sängerin erzählt in einer neuen Dokumentation von den schweren Stunden in ihrem Leben.

NBCU Photo Bank via Getty Images

Sie schien nicht zur Ruhe zu kommen: Nach ihrer Überdosis, an der sie beinahe gestorben war, möchte Demi Lovato nun endgültig reinen Tisch machen. In der Youtube-Dokumentation «Dancing with the Devil», die demnächst ausgestrahlt wird, erzählt die Sängerin mit der grossen Stimme offen wie nie, was in den letzten Jahren bei ihr los war. 

Denn Schlagzeilen machte Lovato zuletzt nicht mehr mit ihrer Musik, sondern mit ihrer Blitzverlobung und ihrem Drogenkonsum. Nach ihrer Überdosis 2018 erlitt sie im Spital drei Schlaganfälle und einen Herzinfarkt. «Eigentlich sollte sie tot sein», sagt einer ihrer Freunde im Trailer zur neuen Doku. 

Mehr für dich

Doch Demi erzählt nicht nur von ihren Drogenerfahrungen, deren Folgen sie übrigens heute noch spürt. Sie teilt mit den Zuschauern auch zwei schmerzhafte Erfahrungen. Lovato wurde als Teenager von ihrem damaligen Freund vergewaltigt. 

«Ich habe meine Jungfräulichkeit bei einer Vergewaltigung verloren», sagt Lovato. Sie habe ihrem Partner deutlich gemacht, dass sie nicht bereit sei. Demi gehörte früher «Disney Channel» und gab damals an, mit dem Sex bis zur Ehe warten zu wollen. «So war es nicht. Mein erstes Mal war überhaupt nicht romantisch.»

LOS ANGELES, CALIFORNIA - FEBRUARY 17: In this screengrab, (L-R) Michael D. Ratner, director and executive producer, and Demi Lovato, singer, songwriter and actress from YouTube Originals’ Documentary Film “Demi Lovato: Dancing with the Devil” speak during a Panel Discussion/Q&A at the virtual 2021 Winter TCA Tour – YouTube Originals on February 17, 2021. (Photo by YouTube Originals via Getty Images)

Demi Lovato mit Michael D. Ratner, der bei der Dokumentation «Dancing with the Devil» Regie führte. 

YouTube Originals via Getty Imag

Lovato habe den Mann beruflich auch weiterhin sehen müssen, «also hörte ich auf zu essen, und versuchte irgendwie damit klar zu kommen». Sie habe anderen von der Vergewaltigung erzählt, «doch nichts passierte, er bekam keinen Ärger dafür».

«Er hat mich high zurückgelassen»

Der zweite Übergriff ist weniger lange her – und wurde von Lovato erst gar nicht bemerkt. Ihr Dealer verging sich an ihr, während sie bewusstlos war. «Er hat meinen Zustand ausgenützt», sagt die 28-Jährige. 

Offenbar gab der Dealer ihr Heroin, das mit einer Schicht Fentanyl überzogen war. Das Schmerzmittel ist schon in kleinen Dosen hochgiftig und sehr gefährlich. «Er hat sie total high gemacht und sie dann zurückgelassen, ohne sich darum zu kümmern, ob sie stirbt oder nicht», erzählt eine Freundin in der Dokumentation. 

«Als sie mich fanden war ich nackt und blau angelaufen», sagt Lovato. «Im Spital fragten sie mich, ob ich einvernehmlichen Sex gehabt hätte. Ich hatte eine Erinnerung daran, wie er über mir war – und ich sagte ja. Erst einen Monat nach der Überdosis realisierte ich, dass ich damals gar nicht in der Verfassung war, einvernehmlichen Sex zu haben.»

Ihr neuntes Leben

Nun will Demi einen richtigen Neustart wagen. Sie sei jetzt wie eine Katze bei ihrem neunten Leben angelangt und das wolle sie nutzen. «Ich möchte mich wieder auf das konzentrieren, was wirklich wichtig ist, und das ist Musik.» Hier schon mal eine Kostprobe, in der Hoffnung, dass Demi bald wieder mit Hits Schlagzeilen machen wird. 

Von sly am 17. März 2021 - 17:53 Uhr
Mehr für dich
© 2021 Schweizer Illustrierte
© 2021 Schweizer Illustrierte
Logo von Ringier Axel Springer